Abgeschleppt wegen Parken auf Gehweg

Hallo, mein Auto wurde heute wegen Parkens auf dem Gehweg abgeschleppt. Mir ist durchaus bewusst, dass gem. § 12 StVO das Parken auf dem Gehweg prinzipiell verboten ist; allerdings konnte ich diversen Bußgeldkatalogen entnehmen, dass dies in der Regel lediglich mit Strafzetteln in Höhe von 15-25€ (je nach Beeinträchtigung der Passanten) geahndet wird. Der Gehweg ansich ist (ebenso wie die dazugehörige Straße) wenig frequentiert und befindet sich direkt vor einem Wohnhaus; sollte jemand tatsächlich nicht an meinem Auto vorbeigepasst haben, so wäre ein Ausweichen auf den parallel verlaufenden Rasen möglich gewesen (eine konkrete Gefährdung auch für Fußgänger mit Kinderwagen o.ä. bestand also nicht). Verbotsschilder gibt es keine; allerdings ist die Parksituation in der Gegend generell katastrophal. Zudem war ich die ganze Zeit nur wenige Schritte von meinem Auto entfernt im Hörsaalgebäude der angrenzenden Uni und hätte problemlos kontaktiert werden können, um das Auto wegzufahren. Ich fühle mich abgezockt und denke, das mit dem Ausstellen eines Strafzettels im vorliegenden Fall ein weitaus milderes Mittel zur Verfügung gestanden hätte. Jetzt überlege ich, hiergegen rechtlich vorzugehen und würde mich sehr über Einschätzungen bzgl. der Erfolgsaussichten freuen.



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2 thoughts on “Abgeschleppt wegen Parken auf Gehweg

  1. Hallo lieber Forumsgast, auch sie hat es erwischt.
    Das Abschleppen von Fahrzeugen die auf dem Gehweg parken ist für den Autofahrer Abzockerei, für den Fußgänger , womöglich mit Kinderwagen, eine ausgleichende Gerechtigkeit.

    Urteile zu diesem Fall gibt es viele, zu 95% aber zu Ungunsten des Fahrzeugführers.
    Weder ein Rasenstreifen noch die Nähe des Fahrzeugführers zum Fahrzeug hat einem schon die Abschleppkosten erspart.

    Unsere persönliche Einschätzung auf Erfolgsaussichten bei Widerspruch entsprechend ihren Angaben – Keine.

    Grundsätzlich darf auch ohne unmittelbare Behinderung sofort abgeschleppt werden. Dies gilt für Gehwege, Feuerwehreinfahrten, Anwohner- oder Behindertenparkplätzen, Bushaltestellen und in Fußgängerzonen auf Fußgängerüberwegen.

    Natürlich gibt es auch eine gewisse Anzahl an Urteilen die das Abschleppen auf Gehwegen nicht grundsätzlich erlauben, zumeist verweisen sie aber immer auf die Einschätzung der Behörden, es hätte eine Behinderung vorgelegen.
    Dann kommt wieder das Grundsatzurteil zum tragen, dass bereits dann eine Behinderung vorliegt, wenn ein Radfahrer, der wegen seines Alters den Gehweg benutzen muss, auf die Straße ausweichen müsste, also Kinder unter acht Jahre.

    Auch wenn wir ihre Verärgerung verstehen und das Abschleppen in dem geschilderten Fall etwas für überzogen halten, so sehen ihre Chancen aber sehr dürftig aus.

  2. vielen Dank für die ausführliche Antwort- auch wenn diese natürlich nicht dem entspricht, was ich mir im Ergebnis erhofft habe. Heute kam zu allem Überfluss auch noch eine polizeiliche Verwarnung über 25 € ins Haus geflattert, sodass sich die Gesamtkosten für ein paar Zentimeter zur weit auf dem Bürgersteig stehen mittlerweile auf € 215 belaufen. Das trifft mich als Studentin natürlich besonders hart, aber dank ihrer Einschätzung werde ich jetzt davon absehen, Widerspruch einzulegen und mir somit sicherlich weitere Kosten ersparen…..

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