Schwarzfahren mit fremden Semesterticket

Ich bin vor ca. einem Monat bei einem Kumpel zu Besuch gewesen und wir haben abends bei ihm in der Wohnung getrunken und wollten dann noch feiern gehen. Dann hab ich den dämlichen Fehler gemacht das Ticket seines Mitbewohners (ohne dessen Kenntnis, lag in der Wohnung rum) zu nehmen und wurde von der Kontrolle erwischt. Daraufhin wurde die Polizei gerufen und ich hab dort die obige Geschichte erzählt. Dann haben sie noch eine Alkoholkontrolle gemacht. Das Ergebnis war 1,7 Promille.
Die 40€ Strafe habe ich bereits bezahlt und jetzt kam ein Vorladungsschreiben der Polizei.
Ich bin Ersttäter und es ist nicht davon auszugehen, dass der Mitbewohner Strafantrag wegen Diebstall stellen wird. Das Ticket hätte ich ja sowieso zurückgelegt.

Meine Frage jetzt:
Auf was muss ich mich einstellen und sollte ich zur Vorladung gehen oder von meinem Verweigerungsrecht gebrauch machen?

Vielen Dank schon mal vorab



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6 thoughts on “Schwarzfahren mit fremden Semesterticket

  1. Wieso wurde die Polizei zur Kontrolle hinzu gerufen? Das passiert eigentlich nur, wenn du dich nicht ausweisen kannst oder randalierst bzw. in anderer Weise straffaellig wirst. Koennten die polizeilichen Ermittlungen vielleicht etwas mit letzterem zu tun haben?

  2. Hast du das auch gegenueber der Polizei behauptet? Das waere dann ein Verstoss gegen das Personalausweisgesetz § 1 Abs. 1 Satz 2 und somit eine Ordnungswidrigkeit nach PAuswG § 32 Abs. 1 Nr. 2 , die mit einem Bussgeld bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann (PAuswG § 32 Abs. 3). In der Praxis wird das Bussgeld aber – wenn ueberhaupt – sehr viel geringer ausfallen (vielleicht 20 bis 40 Euro).

  3. Nein, bei der Polizei habe meinen Ausweis vorgezeigt. Mir macht eher Sorgen, ob mir das nehmen des Tickets evtl. als Diebstahl angeheftet wird.

  4. StGB § 242 Abs. 1:

    Diebstahl(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    Da hier auch kein Ausnahmeumstand nach StGB § 247 (Haus- und Familiendiebstahl) oder § 248a (Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen) vorliegen duerfte, handelt es sich wohl um ein sog. „Offizialdelikt“, bei dem die Staatsanwaltschaft von sich aus ein Strafverfahren einleiten kann (also auch ohne Antrag des Beschaedigten).

    Ja, ein Strafverfahren wegen Diebstahl ist hier durchaus moeglich.

  5. Auch wenn der Geschädigte keinen Strafantrag stellt? Also ich hab mit dem Mitbewohner gesprochen und er würde darauf verzichten.

    Vermutlich sollte ich mal einen Rechtsanwalt aufsuchen…

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