Schlägerei an Karneval

Am Karneval diesen Jahres lief ich mit einem Kumpel und unseren Freundinnen nach dem Zug die Straße entlang. Uns kamen ein paar Jugendliche entgegen und einer von ihnen schrie schon von weitem zu meiner Freundin „Scheeflittchen“ weil sie als Schneewittchen verkleidet war. Die beiden Mädels liefen einige Meter vor uns sollte noch erwähnt sein.
Als der Besagte auf Höhe meiner Freundin war, nannte er sie „Hure“ und schlug ihr mit einer Keule, die zu seinem Kostüm gehörte, aufs Gesäß. Leicht geladen kam nun auch ich mit meinem Kumpel an und sagte mit Nachdruck, dass er meine Freundin nicht anfassen und beschimpfen soll. Ich stieß ihm vor die Brust mit flacher hand. Aus dem Wortgefecht heraus nahm er mich (nach meiner Einschätzung von hinten, da ich bereits weiter lief) in den Schwitzkasten. Ich befreite mich mit einem Schlag, der meinen Gegner ins Gesicht traf.
Nicht ganz registriert was eigentlich passiert war, lief ich weiter, bis die Polizei mich und meinen Kumpel zurück holte und die Sache aufgenommen wurde. Ich blutete an der Hand, meine Gegner an der Nase.
Er erlitt einen Nasenbeinbruch und ich musste mit 2 Stichen an der Hand genäht werden.

Für die Sache wurde nun eine Schlichterin heran gezogen um die Sache möglicherweise außergerichtlich zu klären. Es kam heute zu einem Gespräch zwischen mir und dem anderen unter Aufsicht dieser Schlichterin. Wir haben die Situation aus unsere Sicht schildern können, so wie wir es bereits bei der Polizei getan hatten.

Seine Aussage stimmt natürlich nicht mit meiner überein. Er habe meine Freundin nciht „Hure“ gennant, ihr jedoch aufs gesäß geschlagen. Ich wäre zu ihm hin voller Wut und hätte ihn angeschrien. Um die Sache zu beruhigen habe er mich in einen Klammergriff genommen. Nachdem er mich losgelassen hat, habe ich ihm ins Gesicht geschlagen.

Nachdem wir uns beide entschuldigt hatten kam die Frage nach weiteren Forderungen.
Mein „Gegner“ möchte Schmerzensgeld (höhe ungeklärt), wessen ich nicht zustimmen wollte, da wir nach meiner Auffassung beide provoziert haben und zu gleichen Teilen schuldig sind. Das er schwerer verletzt ist, hat ja mit der Schuldfrage nichts zu tun.
Letzten Endes sind wir dabei verblieben, dass wir nochmal eine Woche darüber nachdenken und die Sozialpädagogin uns nochmal anruft, ob ein weiterer Ausgleichsversuch in Frage kommt, oder das Ganze wieder strafrechtlich und zivilrechtlich aufgegriffen wird.

Meine Frage ist nun, wie ich die Situation einzuschätzen habe. Hätte ich vor Gericht keine Chance oder schätze ich die Angelegenheit schon ganz richtig ein?
Eine weitere Frage wäre noch eine Forderung der Krankenkasse des anderen, welche von mir ca. 500Euro für den Arbeitsausfall haben möchte. Wenn ich nicht schuldig bin, muss ich auf diese Forderung auch nicht eingehen oder?

Ich bedanke mich schonmal im vorraus und hoffe ihr könnte mir weiter helfen



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