Hausdurchsuchung BTMG

Sehr geehrte Damen und Herren,

letzte Woche um 7:00 überraschte mich die Polizei mit einer Hausdurchsuchung. Ich hatte wirklich gar nicht damit gerechnet, da ich lediglich Cannabis Konsument (mittlerweile) war. Vor 1-2 Jahren war ein guter Freund von einer Hausdurchsuchung überrascht worden, aufgrund einer Aussage. Dabei wurde sein Handy beschlagnahmt und aufgrund von Chatverläufen sind sie nun auf mich gekommen. Mir wird der Besitz und die Weitergabe von Cannabis vorgeworfen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass seinen „kleinen“ Konsumenten eine Hausdurchsuchung erwarten kann. Es wurde nichts gefunden bis auf etliche leere Durckverschlussbeutel, eine Cannabismühle, verschiedene Blättchen, Aktivkohlefilter und Filter-Tips. Zudem wurde mein Smartphone beschlagnahmt, was mich am härtesten trifft. Ich habe keine Angaben gemacht und nichts unterschrieben. Zudem werde ich meine Aussage verweigern. Nun habe ich verschiedene Fragen:

– Ist dies der richtige Weg (Aussage verweigern)?
– Ist die Hausdurchsuchung sowie die Beschlagnahmung und Kontrolle des Handy bei „keinem“ Fund rechtlich?
– Auf dem Beschluss wurde mein zweiter Vorname falsch geschrieben, kann ich dies zu einem Vorteil für mich machen? (Hoffnung stirbt zuletzt)
– Kann ich als Beschuldigter ohne Anwalt Akteneinsicht beantragen? (Kann mir keinen Anwalt leisten und kriege auch keine Unterstützung meiner Eltern)
– Steht mit der Beschlagnahmung fest, dass mein Handy auch durchsucht werden darf? Und könnte ich dies anfechten oder zumindest die Rückgabe beschleunigen? (Bei meinem Freund hat es 6 Monate gedauert)

Vielen Dank im voraus!



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One thought on “Hausdurchsuchung BTMG

  1. Gegen dich wird nicht als „kleiner Konsument“ ermittelt sondern wegen des Verdachts auf Besitz und Weitergabe. Das ist eine ganz andere Nummer als nur der Konsum!

    Aussage verweigern ist ohne Anwalt fast immer der richtige Weg. Dann laeufst du wenigstens nicht Gefahr, dich zu verplappern und die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft kann zumindest keine Aussagen von dir gegen dich verwenden.

    Natuerlich wird dein Handy jetzt durchsucht. Warum sonst wurde es wohl mitgenommen? Beschleunigen kannst du das eher nicht.

    Eine Hausdurchsuchung ist immer „rechtlich“, wenn eine solche angeordnet wurde.

    Den Schreibfehler beim zweiten Vornamen kann man leicht korrigieren. Honig kannst du daraus keinen saugen.

    Wenn du als Beschuldigter nicht anwaltlich vertreten wirst, kannst du in eingeschraenkter Form Akteneinsicht beantragen. Du bekommst aber nur die Teile der Akte, die die Staatsanwaltschaft fuer „unbedenklich“ haelt. Die Kopien musst du mit 50 Cent pro Kopie bezahlen (ab der 51. Kopie nur noch 15 Cent/Kopie). Bei umfangreichen Akten kommt da einiges zusammen. Genauere Infos zur Akteneinsicht durch den Beschuldigten findest du hier: Akteneinsicht durch Beschuldigte | Strafverteidiger in Kreuzberg – Kanzlei Hoenig Berlin | Strafrecht und Motorradrecht

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