Anzeige wg. Pfandkehr/Betrug und nun ?

Erstmal ein allgemeines „HALLO“ an alle, die sich hier bemühen anderen zu helfen, ihnen vllt auch einige Ängste nehmen und an die, die in der Situation sind nicht so richtig weiter zu wissen.

Jetzt zu meinem Problem :

Wir liehen uns wegen großer finanzieller Probleme von einem Bekannten 3000,- €. Hierfür hat er sein Auto verpfändet.
Wir verfassten einen Darlehensvertrag, in welchem ihm der Fzg.-brief des Autos meiner Frau als Mindestabsicherung zugestanden wurde. Das Fzg. selbst lies er uns zur Nutzung. Diesen Vertrag unterschrieben wir beide (meine Frau und ich).

Gedacht war die Ablösung des Darlehens durch eine anstehende Erbschaft. Diese blieb jedoch bis heute aus, da meine Schwägerin Einspruch gegen die Auszahlung erhob, woraus sich ein anderer Fall ergibt.

Das die Auszahlung der Erbschaft nicht sicher war, ich gerade nach einem Jahr Arbeitslosigkeit als Leiharbeiter angefangen hatte, 3 Monate zuvor unser Sohn geboren wurde und meine Frau somit nicht arbeiten konnte, wusste unser Bekannter.

Einige Monate später mussten wir die Wohnung räumen und umziehen. Wir baten unseren Bekannten mit uns zur Zulassung zu fahren um das Auto ummelden zu können. Er meinte, dass er bei seinem eigenen Umzug den Brief wohl verloren hätte und wir sollten uns einen neuen ausstellen lassen. Das tat meine Frau unter der Aussage, dass der Brief verloren sei (was ja wohl auch stimmte).

In der Folgezeit konnte ich durch Lohnpfändungen und andere Vollstreckungen keine größeren Raten an ihn leisten und mit kleinen Raten á 30 – 50 € war er nicht einverstanden. Nach ca. einem Jahr wollte er die komplette Ablösung auf einen Schlag. Die konnte ich natürlich nicht bedienen.

Da er den Brief wohl „wiedergefunden“ hatte, versuchte er das Auto stilllegen zu lassen, was natürlich auf Grund des neuen Briefes nicht gelang.

Jetzt der Knackpunkt :

Er zeigte nur meine Frau wegen Betrug/Pfandkehr an, obwohl wir ja beide unterschrieben hatten.

Bei der Polizei legte er wohl eine Kopie des Vertrages vor, auf der meine Unterschrift nicht mehr vorhanden war. Selbst während des Anrufes des Polizisten in unserem Beisein wollte er nicht seinen Aufenthaltsort angeben, bzw. wie wir ihm die 1000,- € aus dem Verkauf des Autos zukommen lassen könnten.

Die StA bot jetzt die Einstellung gegen eine Summe (Strafbefehl und Kosten) von ca. 3300,-€ an.

Zwischenzeitlich habe ich einen Vollstreckungsbescheid über eine viel höhere Summe gegen ihn erwirkt, da ich dachte er reagiere zumindest auf den Mahnbescheid. Pfeifendeckel !
Außerdem erfuhr ich, dass er zwischenzeitlich auch eine EV abgegeben hat, in der er wohl nicht die wahren Verhältnisse (2 neuere Fahrzeuge) angab (eidliche Falschaussage ?)

Ich bin jetzt natürlich versucht dies als Druckmittel zu verwenden, dass er seine Anzeige zurückzieht.

Was kann/können ich/wir tun und was kann auf meine Frau zukommen ? Ein Pflichtverteidiger kommt hier ja wohl auch nicht in Betracht. Zumal mein Einkommen gerade mal so ausreicht nicht zu verhungern.

Vorab schon vielen Dank für eure Einschätzungen der Rechtslage



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