Angebliche Körperverletzung – ünerhöhte Arztrechnung privat

Hallo zusammen,

Mir wird vorgeworfen einen Jungen „mit mehreren Faustschlägen vorsätzlich leicht“ verletzt zu haben.
Daraufhin kam halt die entsprechende Strafanzeige.
Die Tat soll sich am 31.10 abgespielt haben, jedoch ist nichts vorgefallen und Bekannte von mir haben alles mit angesehen.
Das „Opfer“ hatte zwar 2-3 „Zeugen“ dabei, jedoch sind es auf meiner Seite 6 Leute (inklusive mir), die aussagen, dass das Vorgeworfene nicht stattgefunden hat.
Aber es bekam nur einer „meiner“ Zeugen Post, der diesbezüglich eine Aussage machen sollte (alles schriftlich, ohne Vorladung).

Heute kam eine Rechnung des „Opfers“ (ausgestellt am 5.1. – Klinikbesuch am 1.11.) von 413,07 €, jedoch nicht über einen Anwalt, sondern Privat vom Vater.
Es wurden CTs (Computer Tomographien) vom Kopf, Thoraxbereich (Brustkorb), Abdominalbereich (Unterleib), der Wirbelsäule und Extremitäten am Oberkörper und von den Wirbeln im Hals-, Brust- und Lendenwirbelbereich gemacht.
Die Kosten einer 3D rekostruktion zur Feststellung eventueller Stufenbildung wurde auch angefertigt.
Ich selbst habe beim DRK auch im Krankenhaus gearbeitet und weiß, dass CTs eigentlich nicht auf Ärztlichen Rat, sondern auf Wunsch des geschädigten gemacht werden.

Die Begründung des Vaters mir die Rechnung zuzustellen lautet:
„Wir sind privatversichert, und da Sie der Grund für den Kostenaufwand waren, gebe ich Ihnen die Rechnung weiter. Außerdem wollen wir unsere Krankenversicherung nicht mit sinnlosen Kosten belasten, für die wir uns nicht zu verantworten haben.“

Kann er die Rechnung einfach so einfordern?
Die Frist für die Familie läuft am 19.1. ab, die Rechnung wurde am 5.1. rausgeschickt und erst am 13. an mich weitergeleitet.

Soll ich warten, bis die strafrechtlichen Ermittlungen abgeschlossen sind?

Als Schüler hätte ich das Geld eh nicht und auf Familienhilfe könnte ich eh nicht bauen.

Sind solche „Zusatz“-Untersuchungen von Wirbelsäule, Unterleib etc. rechtens, auch wenn der Tatvorwurf von der Staatsanwaltschaft weder bestätigt, noch verworfen wurde?

Ich bitte hierbei um Antworten und bedanke mich schonmal im Voraus.

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4 Kommentare zu “Angebliche Körperverletzung – ünerhöhte Arztrechnung privat

  1. planlos

    Natürlich sollten die Ermittlungen und damit verbundenen Entscheidungen abgewartet werden.
    Wenn du dir keiner Schuld bewusst bist und dich ungerecht behandelt, bzw zu Unrecht für diese Kosten verantwortlich gemacht fühlst, solltest du sowieso eine gerichtliche Entscheidung abwarten.
    Solltest du aber nicht ganz unschuldig daran sein, was ich ehrlich gesagt beinahe vermute, einige dich mit den Leuten wegen den Arztkosten, vielleicht kannst du ja in Raten abzahlen. Denn eine richterliche Entscheidung bei Schuld, wird dich eh dazu verurteilen die Kosten zu tragen…..darüber hinaus kommen noch weitere Kosten dazu.

    Welche Kosten nun tatsächlich geltend gemacht werden können….darüber solltest du dich bei einem Anwalt informieren, denn ich dir im Übrigen auch sonst dringend empfehle !

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  2. Cruel456

    Ich bin mir wirklich keiner Schuld bewusst, denn außer einem Stirn-an-Stirn stehen, gegenseitigem „anmachen“ und 2-3 Schubser von jeder Seite, ist nichts vorgefallen.
    Es ist von keiner Seite aus ein Schlag abgegeben worden!
    Deshalb fühle ich mich auch wirklich ungerecht behandelt und denke, dass die Entscheidung des Staatsanwaltes doch zu meinen Gunsten ausfallen muss.

    Reply
  3. Advocatis

    Die Kosten der Gegenseite sollten sie zunächst nicht bezahlen.
    Dies wäre einem Schuldeingeständnis gleich zu stellen, was weitere Forderungen wie Schmerzensgeld nach sich ziehen würde/könnte.
    Welche Angaben haben sie bei der Polizei zur Sache gemacht?
    Eine Aussage oder nur die persönlichen Angaben?

    Reply
  4. Cruel456

    Es wurde nun von mir und dem einen genannten Zeugen von meiner Seite aus eine Aussage in schriftlicher Form abgegeben, in der ich warheitsgemäß als unschuldig dargestellt wurde.
    Beide haben auch das Gleiche geschrieben, jedoch habe ich dazu geschrieben, dass es noch weitere Zeugen gibt, die sich gegebenenfalls auch dazu äußern würden, sollte dieß nötig sein.
    Desweiteren gibt es zwar noch zu sagen, dass ich polizeilich bekannt bin, jedoch aus anderen Gründen als Körperverletzung.
    Habe auch eine RSV, die ich wohl nun auch brauchen werde.

    Sollten meine Zeugen ebenfalls schonmal Aussagen verfassen und diese abschicken, damit es nicht heißt „alles abgesprochen inzwischen“?!

    Bin mir wirklich unsicher, denn die kleine Schwester des „Opfers“ hat bestätigt, dass ihr Bruder keinerlei Verletzungen davongetragen hat (hat sie einer Freundin gesagt).

    Also ich habe mich in den letzten 2 Tagen nochmal mit dem Brief des Vaters auseinandergesetzt und mir sind einige Dinge aufgefallen, die an sich unhaltbar sind.
    Am Abend des Vorfalls hieß es, dass ich ihm EINMAL vor den Kopf geschlagen haben soll, jedoch ist im Brief von „mehreren Faustschlägen“ die Rede.
    Außerdem schreibt der Vater, dass er meine Adresse von der Staatsanwaltschaft bekommen haben soll, was ich aufgrunde der heutigen Datenschutzgesetzt stark bezweifle, dass die die Daten hergeben einfach so.

    Habe inzwischen 9 glaubwürdige Zeugen aufgetrieben, die das Geschehen beobachtet haben.
    Alle (auch die mit denen ich niemals was zu tun hatte), haben mir bestätigt, dass sie gesehen haben, dass nichts passiert ist.

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