Rechtslage bei befristeten Kostenübernahmen einer privaten Krankenversicherung

Im Oktober/November 2010 entschloss ich mich einen stationären Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik durchzuführen.
Die Klinik, bei der ich mich für den Aufenthalt beworben habe, wollte eine Kostenübernahme meiner privaten Krankenversicherung haben.
Dies veranlasste ich auch schnellstmöglich und erhielt am 24.11.10 eine schriftliche Zusage für den Aufenthalt. In dem Schreiben wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Aufnahme binnen 4 Wochen beginnen muss.
Kurz vor Weihnachten meldete sich telefonisch eine Ärztin der Klinik, um mit mir ein Vorgespräch durchzuführen. Ich meine, dass ich ihr mitteilte, dass berücksichtig werden sollte, dass meine Kostenübernahme an eine Frist gebunden ist. Es wurde mir gegenüber geäußert, dass ich mich darum nicht kümmern müsse, dass würden sie, also die Klinik, dann schon erledigen.
Meine Wartezeit für meine Aufnahme in der Klinik zog sich dann bis zum 01.03.11. Ich habe in der ganzen Zeit keinerlei Post erhalten, in der ich darauf hingewiesen wurde, dass ich zum Aufnahmetermin eine gültige Kostenübernahme mitzubringen hätte.
In der Klinik wurde ich ebenfalls nicht darauf angesprochen, eine gültige Kostenübernahme auszuhändigen.

Am 03.05.11 wurde ich dann zum Patientenmanagement gerufen. Dort wurde mir mitgeteilt, dass meine private KV die Kostenübernahme ablehne. Die Klinik habe dann einen Einspruch an die Kasse geschickt und auch dieser wurde per Fax abgelehnt.
Die Mitarbeiterin ging in dem beginnenden Gespräch davon aus, dass ich die Ablehnungsbescheide der KV an meine postalische Adresse zugesandt und demzufolge im Bilde sei.
Dem war nicht so. Ich habe erst am 03.05.11 Einblick in die zwei Schreiben der Krankenversicherung erhalten. An meine Wohnanschrift wurden sie seitens der KV nicht versandt, obwohl meine Anschrift auf den jeweiligen Schreiben notiert war.
Am 04.05.11 hatte ich dann ein persönliches Gespräch mit der Oberärztin der Klinik. Mir gegenüber gab sie an, dass (man) übersehen, oder zu spät gelesen habe, dass meine Kostenübernahme an eine Frist gekoppelt gewesen sei.

Nun ist es so, dass mir, sowohl von der Klinik, als auch von der privaten KV, jetzt mitgeteilt wird, dass ich den Aufenthalt in der Klinik alleine bezahlen soll.
Argument ist, dass ich mit einer NICHT gültigen Kostenübernahme den Klinikaufenthalt angetreten habe.

Leider kenne ich mich mit der Rechtslage nicht aus und erhoffe hier Hilfe zu bekommen.
Ich habe lediglich im Internet ein Gerichtsurteil aus Karlsruhe gelesen, aus dem hervorgeht, dass ein behandelnder Arzt oder eine Klinik, wenn sie wissen, dass die Kosten von der KV nicht übernommen werden, dies dem Patienten unverzüglich mitzuteilen haben, damit dieser entscheiden kann, ob er die Behandlung fortsetzt oder nicht.
Dies wurde bei mir nicht gemacht……..

Ich würde mich sehr über schnelle und kompetente Ratschläge freuen.



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