Erbe als Vermögen gewertet kein ALG 2 Bezug nach 6 Monaten

Hallo Leute!
Ich habe ein Problem mit dem Jobcenter/Arge.
Ende Juli 2012 starb meine Mutter, die mir somit mein Elternhaus samt Grundstück und Inventar vererbte. Im Oktober 2012 bekam ich den Erbschein vom Nachlassgericht. Kurz danach (ab 01.11.2012 gültig) bekam ich Bescheide vom Jobcenter, wonach ich zwar weiterhin ALG 2 erhalte, aber nur noch als Darlehen, welches als Grundschuldverschreibung im Grundbuch eingetragen werden soll.

Soweit mir aber bekannt ist, ist eine Erbschaft bei einem behinderten ALG 2 Empfänger von einer Anrechnung als Vermögen ausgenommen, sofern dieses Erbe aus einem Haus oder Wohnung besteht, welches dieser/diese selbst bewohnt, (Wichtig!)egal in welcher Grösse. Es zählt demnach zum Schonvermögen.

Das ist bei mir hier der Fall. Ich bin zu 40% schwerbehindert anerkannt und das ist dem Jobcenter bekannt. Gegen diese Bescheide, habe ich per Anwalt deswegen schon Widerspruch eingelegt. Leider drängt die Zeit, denn die wollen nur bis Ende April 2013 den Regelsatz plus anfallende Kosten im Zusammenhang mit dem Haus (Brandversicherung, Grundsteuer, Wasser/Kanal, Schornsteinfeger) als monatlicher Anteil, die Heizkosten separat jeweils auf Antrag hin und die Kranken/Pflegeversicherung bezahlen.

Wenn bis dahin, der zuständige Kreisrechtsauschuss über meinen Widerspruch nicht entschieden hat, so stehe ich ab 1.Mai ohne Geld da…? Denn die werden darüber hinaus (6 Monatsfrist) nichts bezahlen, weil ich bis dahin das Haus samt Grundstück verkaufen soll, um vom Erlös zuerst meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Nur in einer solch kurzen Zeit, ist ein Verkauf, Erwerb einer Wohnung (erst Recht zur Miete) und Umzug, nicht zu schaffen…Selbst wenn, sieht es danach so aus (so hat das mir der Sachbearbeiter am Telefon erklärt), wird der Erlös aus dem Verkauf des Hauses, nach dem 30.04.13 als Einkommen gewertet, abzüglich 150 Euro x Lebensalter (wäre bei mir dann 51 Jahre) plus 750 Euro und die Summe was die neue Wohnung incl. Notarkosten und Grunderwerbssteuer gekostet hat.

Leider konnte er mir nicht sagen, ob bei einem positiven Bescheid meines Widerspruches, die bisher gezahlten ALG 2 Beträge incl. Heizkosten und KV/PV davon auch abgezogen werden, weil ich diese an das Jobcenter zurückzahlen müsste? Wieso eigentlich, wenn dem Widerspruch stattgegeben wird? Was mache ich danach, wenn ich in die neue Wohnung umziehe und der Erlös vom Hausverkauf fast vollständig drauf geht? (Notarkosten/Grunderwerbssteuer, Versicherungen ect.)

Hinzu kommt, dass ich Ende Okt. 2012 Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe, damit ich weiterhin in der KV/PV bin, denn ich brauche als Diabetiker und KHK Patient täglich Insulin und über 10 Tabletten. Kriege ich die nicht mehr, (Entschuldigung das ich das so krass ausdrücke) bin ich nach 1 Woche tot….



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