Urlaubstagverlust wegen Flugcancellation?

Mein Rückflug von Finnland über AMS nach DUS wurde letzte Woche wegen des Wintereinbruchs in Deutschland und Nachbarländern von der Fluggesellschaft gecancelt. Am Schalter des Abflugsortes sprach man von höherer Gewalt und buchte mich auf den nächsten Tag, da es keine Verbindung mehr von AMS nach DUS am ursrünglichen Tag gab.

Auch lehnte die Fluggesellschaft eben wegen dieser Höheren Gewalt die Hotelkostenübernahme in AMS ab. Nun steht mir jedoch für dieses Jahr kein Urlaubstag mehr zur Verfügung. Muß ich meinerseits trotz höherer Gewalt diesen Tag von meinem Gehalt abziehen lassen oder reicht eine Bestätigung der Fluggesellschaft, dass es nicht MEIN Verschulden war, sondern einfach Force Majeure?Muss ich als AN trotzdem dafür „haften“? Danke für Anwort.



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One thought on “Urlaubstagverlust wegen Flugcancellation?

  1. Hier kommt es drauf an, ob es sich um eine Pauschalreise handelt oder nicht.
    Bei Pauschalreisen bleibt der Veranstalter auch bei höherer Gewalt verpflichtet, die Urlauber zurückzubringen. Mehrkosten für einen teureren Flug darf er zur Hälfte auf den Kunden umlegen. Wer keine Pauschalreise, sondern nur den Flug gebucht hat, hat laut EU-Verordnung Anspruch auf kostenlose Ersatzbeförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt – notfalls auch mit einer anderen Airline.

    Wer sich beschweren will:
    Offizielle Beschwerdestelle ist das Luftfahrt-Bundesamt. Es kann aber nur prüfen und nicht Schadenersatz für den Fluggast durchsetzen: Hermann-Blenk-Straße 26, 38108 Braunschweig, fluggastrechte@lba.de. Außerdem gibt es die Schlichtungsstelle öffentlicher Personenverkehr: Fasanenstraße 81, 10623 Berlin, kontakt@soep-online.de, Telefon 0 30/64 49 93 30.

    Im übrigen Winter ist keine höhere Gewalt
    Eiszeit an Flughäfen – Winter ist nicht höhere Gewalt – Reise – sueddeutsche.de

    Nun noch zu der Frage wegen dem Urlaubstag.
    Hier muss je nach Reiseart Fluganbieter oder Reiseveranstalter Schadensersatz zahlen.

    Das Amtsgericht Düsseldorf Az: 55 C 4250/97 hatte einem Urlauber 50 Euro Schadensersatz zugesprochen. Auch hier kam der Urlauber einen Tag später zurück. Da er aber einen Urlaubstag von seinem Chef eingesetzt bekam, hatte er nach Meinung der Richter keinen wirklichen Schaden, sondern nur einen Tag „Freiheit“ weniger.
    Ist kein Urlaubstag mehr vorhanden, darf der Arbeitgeber aber den Lohn einbehalten, nicht aber abmahnen oder gar kündigen.
    Dann kann der Urlauber den vollen Arbeitstag als Schadensersatz einklagen.

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