Wie eng kann man den Mietspiegel sehen?

Wie eng kann man den Mietspiegel sehen?

Guten Tag,
mein Mitbewohner und ich (beides Studenten) schlagen uns seit einiger Zeit mit einer geforderten Mieterhöhung unserer Wohnbaugesellschaft rum.
Bei dem uns vorliegendem Mietspiegel der Stadt Regensburg wird in Tabelle 6 die Wohnungsausstattung bewertet. Unsere Wohnbaugesellschaft sieht hier keinen Abschlag vor. Nachdem bei uns allerdings in zwei Zimmern die Heizungsrohre von oben nach unten verlaufen, meinen wir, daß es sich dabei um „ältere Installationsleitungen freiliegend sichtbar über Putz“ handelt. Desweiteren ist der verlegte PVC Boden bereits ziemlich abgenutzt. Unsere Nachbarn können wir auch des öfteren Telefonieren, Fern sehen oä hören.

Der Mietspiegel listet ein paar Eigenschaften auf, von denen zwei erfüllt sein müssen für einen 7% Abschlag. Wir haben drei angeführt. Dennoch will die Wohnbaugesellschaft die Mieterhöhung einklagen, denn:

Bei den Installationsleitungen handele es sich um einen Heizstrang zur Grundwärmeversorung, der dem Baustandard der beginnenden Achtziger Jahre entspräche. (Das Haus ist irgendwann in den Fünfzigern gebaut worden)
Der Boden müßte laut Mietspiegel nach dem Jahr 2000 erneuert worden sein, um keinen Abschlag zu erhalten. Der Wohnbau zu Folge wurde er im Oktober 2000 erneuert und entspricht somit qualitativ einem im Jahr 2001 Verlegten.
Auf die Tatsache, daß die Nachbarn hörbar sind, wollen sie gar nicht erst eingehen.

Jetzt zu meiner Frage:
Im Bereich der Installationsleitungen läßt der Mietspiegel Raum für Interpretationen, da er nur Gas, Wasser und Strom als Beispiele anführt. Für uns zählt die Heizung aber definitiv dazu – uns geht ja dadurch auch nutzbare Fläche verloren.
Der Knackpunkt an der ganzen Sache ist dann noch der Boden. Es mag sein, daß die Qualität die gleiche ist – aber an der Qualität der Böden dürfte sich in den letzten zehn Jahren nichts mehr geändert haben, wodurch eine ausschließliche Bewertung nach dem Zeitpunkt der Verlegung erfolgen sollte?

Um jegliche Ratschläge sind wir dankbar, da das von der Wohnbau geschickt in die Länge gezogen wurde, sodaß uns jetzt nur noch eine knappe Woche bis zur Klage verbleibt.

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