WG-Konto, offenlegen nach WG-Auflösung, Auskunftspflicht

WG-Konto, offenlegen nach WG-Auflösung, Auskunftspflicht

Hallo,

ich hoffe uns kann jemand helfen. Folgendes Szenario:
Eine Wohngemeinschaft, alle sind gleichberechtigt im Mietvertrag, also kein Haupt- und Nebenmieter. Einer der WG-Mitbewohner erklärt sich bereit, eines seiner privaten Konten als WG-Konto zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich NICHT um ein Gemeinschaftskonto. Auch sind die anderen Mitbewohner nicht bevollmächtigt. Noch gibt es einen (schriftlichen) Vertrag über die Nutzung dieses Kontos als WG-Konto.
Auf dieses Konto wurden nun von allen Mitbewohnern die Miete und Beträge für Strom, Gas, Telefon etc. eingezahlt. Von diesem Konto gingen dann entweder per Dauerafutrag oder per Lastschrifteinzug die entsprechenden Beträge an der Vermieter, Stromlieferanten etc. raus. Darüberhinaus wurde das Konto vom Kontoführendem (dem Besitzer des Kontos) auch privat genutzt (ist ja schließlich sein privates Konto). Nach dem Auszug des Kontoführenden aus der WG wollen die übrigen Mitbewohner rückwirkend alle Original-Kontoauszüge sehen. Dieser möchte dies aber nicht tun, da er das Konto auch privat genutzt hat, da es ja sein Konto war, und seine Privatssphäre verletzt sieht.
Unsere Fragen nun:
a) Haben die übrigen Mitbewohner einen Anspruch auf die besagten Kontoauszüge bzw.
b) Muss der Kontoführende (sein) WG-Konto offenlegen, besteht also gegenüber den Ex-WG-Mitbewohnern eine Auskunftspflicht?

Ich hoffe uns kann jemand helfen.



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4 thoughts on “WG-Konto, offenlegen nach WG-Auflösung, Auskunftspflicht

  1. Natürlich muss er die Einnahmen/Ausgaben offenlegen.
    Eigentlich sollte er nebenbei ein Kassenbuch führen.
    Das Problem ist einfach zu lösen, er schwärzt privates.

  2. Hier greift dieser §

    § 259 Umfang der Rechenschaftspflicht

    (1) Wer verpflichtet ist, über eine mit Einnahmen oder Ausgaben verbundene Verwaltung Rechenschaft abzulegen, hat dem Berechtigten eine die geordnete Zusammenstellung der Einnahmen oder der Ausgaben enthaltende Rechnung mitzuteilen und, soweit Belege erteilt zu werden pflegen, Belege vorzulegen.
    (2) Besteht Grund zu der Annahme, dass die in der Rechnung enthaltenen Angaben über die Einnahmen nicht mit der erforderlichen Sorgfalt gemacht worden sind, so hat der Verpflichtete auf Verlangen zu Protokoll an Eides statt zu versichern, dass er nach bestem Wissen die Einnahmen so vollständig angegeben habe, als er dazu imstande sei.
    (3) In Angelegenheiten von geringer Bedeutung besteht eine Verpflichtung zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung nicht.

  3. Sicher das dieser Paragraph hier überhaupt Anwendung findet? Es wurde ja weder etwas vertraglich festgehalten, noch gibt es Vollmachten etc.
    Wie ist das mit der Eidesstattlichen Versicherung? Was sind den Beträge geringer Bedeutung?

    Danke

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