Mietwohnung: Schadensersatz gegen Mieter

Kostenlose Rechtsfrage zu Mietwohnung: Schadensersatz gegen Mieter

Welche Rechte haben Vermieter, wenn der Mieter bei Auszug eine Wohnung hinterlässt, die so nicht sofort wieder vermietet werden kann.

Der Rechtsfall

Wir hatten eine Mietwohnung 13 Jahre vermietet. Ende Februar sind die Mieter ausgezogen und haben die Wohnung in einem nicht mehr bewohnbaren zustand hinterlassen.

  • Die Zimmer sind teilweise verschimmelt
  • Tapete ist ab
  • an den Türen sind große Beschädigungen wohl von dem Versuch Aufkleber zu entfernen
  • Der Teppichboden weist grau-grüne Schimmelflecken auf
  • alle Zimmer fast schwarz vor Zigarettenrauch
  • die Toilette defekt
  • Spiegelschrank defekt
  • Fenster defekt
  • Teppichböden defekt
  • Stuckdecke fast schwarz
  • Briefkasten und Tisch entwendet

Instandsetzungsskosten für diese Wohnung  liegen laut Kostenvoranschlag bei 11500,- Euro

Die Mieter haben in ihrer dreizehn jährigen Mietdauer die vertraglich vereinbarten Schönheitsreparaturen nicht durchgeführt.

Auf unsere Kritik hin schoben sie den schlechten Zustand der Wohnung auf die veraltete Bausubstanz hin.

Wir überlegen uns nun über den Einbehalt der Kaution hinweg weitere Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Wie gehen wir hier am besten vor, welche Fehler dürfen wir dabei nicht machen und sind Fristen einzuhalten?



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2 thoughts on “Mietwohnung: Schadensersatz gegen Mieter

  1. Hallo, der Titel ihrer Frage wurde bearbeitet, um das Thema zu beschreiben.
    Zu ihrer Frage, sofern der Keller zur Mietsache gehört, also teil des Mietvertrages ist, erfüllt das Aufbrechen der Kellertür, ohne das eine konkrete Gefahr für die Mietsache oder andere Mieter bzw. Nachbarn besteht, den Straftatbestand des Hausfriedensbruches.

    Neben einer möglichen Anzeige steht ihnen wie viele Urteile verschiedener Gerichte zeigen, ein außerordentliches Kündigungsrecht wegen Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses zu.

  2. Hallo anonymer Inserent,

    Sie haben einen Mietvertrag: In diesem steht ja Ihre Vereinbarung über die Mietsache.

    Wenn Ihnen die neue Anschrift des Mieters bekannt ist, fordern Sie Ihn zur Zahlung der Kosten auf. Ist Ihnen die Anschrift des Mieters nicht bekannt, so fragen Sie beim Einwohnermeldeamt oder der Gemeinde nach.

    Ihre Aufgabe als Eigentümer und Vermieter ist jetzt erstrangig die Beweisaufnahme und Beweissicherung.

    Machen Sie Fotos vom Zustand der Wohnung als Beweismittel. Beweismittel sind immer wichtig vor Gericht.

    Bestandsaufnahme: Welche Gegenstände gehören zur Wohnung. Welche fehlen oder wurden beschädigt. Aufstellung machen.

    Prüfen Sie, ob das Anwesen wirklich eine schlechte Bausubstanz hat.

    Schimmelbildungsursachen können analysiert werden. Schimmel aufgrund Feuchtigkeit sieht anders aus, als Schimmel, der entsteht wenn Mobiliar z.B zu nah an den Wänden steht. Hier kann Ihnen ein Bausachverständiger helfen.

    Rechtsrat bei einem „versierten“ Rechtsanwalt einholen und ggfls. die Angelegenheit an diesen übergeben.

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