Mietvertrag: Ist die Klausel zu Schönheitsreparaturen unwirksam?

Mietvertrag: Ist die Klausel zu Schönheitsreparaturen unwirksam?

Guten Abend,

Wir haben als Mieter unseren Mietvertrag gekündigt.
Nun sollen wir Schönheitsreparaturen ausführen.
Wir finden, dass die Klausel dazu
im Vertrag einen starren Fristenplan darstellt
und damit unwirksam ist.

Der Wortlaut:
„Die Schönheitsreparaturen übernimmt der Mieter auf eigene Kosten.
Als angemessene Zeitabstände für Schönheitsreparaturen gelten:
In Küchen, Bädern und Duschen alle 3 Jahre,
in Wohn- und Schlafräumen, Fluren, Dielen und Toiletten alle 5 Jahre,
in anderen Nebenräumen alle 7 Jahre.“

Hier sind wir am überlegen, ob man sich am Begriff „angemessene“ stoßen kann.
Könnte man dadurch auf eine weiche Klausel schließen?
Oder bekräftigt die Begrifflichkeit eher unsere Auffassung,
dass hier ein starrer Fristenplan vorliegt, denn es wird ja quasi
im Befehlston festgelegt: „als angemessen gilt ! „.

Weiter unten heißt es, bei der Beschreibung, was zu den
Schönheitsreparaturen gehört:

„Die Schönheitsreparaturen umfassen insbesondere …das Weißen der Decken
und Oberwände…“
Ist das nicht ebenfalls unzulässig, da uns die freie Farbwahl genommen ist?

Ausserdem ist eine Quotenregelung enthalten:

„Sind bei Ende des Mietverhältnisses Schönheitsreparaturen nach
dem vorstehenden Fristenplan noch nicht fällig, so hat der Mieter nur
einen Anteil von den Kosten zu tragen,
die eine im Falle des vollen
Fristablaufs bei Ende des Mietverhältnisses durchzuführendefachgerechte
Schönheitsreparatur gemäß Kostenvoranschlag eines Malerfachgeschäfts an
den Vermieter verursacht hätte.“

Sind Quotenregelungen zulässig?
Bzw. zieht die Unwirksamkeit einer der Klauseln die Unwirksamkeit
der anderen nach sich?

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