Mann von Vermieterin mobbt und beschimpft

Mann von Vermieterin mobbt und beschimpft

Der Mann der Vermieterin beschimpft droht und moppt mich, meine Kinder und mein Mann schon seit dem Einzug letzten Jahres Juli. Es ist Horror und wir wollen ausziehen, hätten jetzt im selben Ort (damit die Kinder kein Kindergarten bzw. Schule wechseln müssen) eine Wohnung, nur die ist ab 1.9.16 frei und wir können erst zum 1.10 rein, was können wir tun? Haben wir das recht früher raus zu gehen?

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3 Kommentare zu “Mann von Vermieterin mobbt und beschimpft

  1. DerCAM

    Natuerlich koennt Ihr auch schon vor dem Ablauf der Kuendigungsfrist ausziehen. Miete und Nebenkosten muesst Ihr aber weiter zahlen.

    Ein Grund fuer eine ausserordentliche fristlose Kuendigung duerfte hier jedoch nicht vorliegen. Schon gar nicht wegen eines Zustands, der schon fast 1 Jahr lang anhaelt.

    Reply
  2. Ratgeber Recht Gast

    Diese frage wird kaum einer umfasend beantworten können. ich teile die erste Einschätzung hier im Beitrag, bis auf den Hiwneis zur „Duldung“ von einem Jahr der Vorkommnisse.
    meiner Meinung nach liegt das Problem in der Beweisführung.

    Möglichkeit 1: Mietminderung
    Zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung gehört, dass der Mieter seine Wohnung in Ruhe und friedfertig nutzen kann, ohne dass er darin durch das Verhalten von Nachbarn oder des Vermieters gestört wird.
    Drohungen und Mobbing dürften als Störung gelten

    Möglichkeit 2: Strafanzeige
    Dies ist möglich, bei Fällen in denen am das Fehlverhalten möglichst durch Zeugen belegen kann. Allerdings könnte mehr hinter dem Verhalten des Vermieters stecken. Entweder eine Störung des Menschen oder der Wunsch euch aus dem Haus zu haben um die Wohnung vielleicht teurer neu zu vermieten.

    Möglichkeit 3: Fristlose Kündigung
    Bei Gefahr für Leib und Leben kann man ein Mietvertrag auch fristlos auflösen. Allerdings
    „Eine abstrakte Gesundheitsgefährdung genügt den Anforderungen einer begründeten Kündigung nicht. Die erhebliche Gesundheitsgefährdung muss „konkret drohen“. Dies bedeutet, dass eine Schädigung der Gesundheit zu befürchten oder kurz bevorsteht (LG Lübeck 06.11.1997 – 14 S 135/97).“
    Das OLG München Akzeichen ZMR 1997, 557 hat die Kündigung wegen Beleidigungen durch den Vermieter zugelassen. Hier mal das urteil über eine Suchmaschine suchen

    Möglichkleit 4: Auszug aus der Wohnung unter Weiterzahlung der Kaltmiete
    Sicher eine schmerzhafte Lösung, jedoch dürften die drei anderen Möglichkeiten nicht günstiger ausfallen und beenden wohl das problem auch nicht vor dem 1.09.16

    Sofern es nicht anders geht, sofort zum Anwalt. Dieser kann euch aufzeigen welchen Möglichkeiten es noch gibt und wie diese genau in eurem Fall umzusetzen wären

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  3. DerCAM

    Dann muss ich das mit der „Duldung“ wohl etwas ausfuehrlicher erklaeren.

    Die Mieter wollen sich hier auf einen Zustand berufen, der bereits seit fast 1 Jahr anhaelt. Dieser soll nun zu einer ausserordentlichen fristlosen Kuendigung berechtigen.

    BGB 543 Abs. 1 regelt, unter welchen Voraussetzungen eine solche Kuendigung rechtmaessig ist: „Jede Vertragspartei kann das Mietverhältnis aus wichtigem Grund außerordentlich fristlos kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.“

    Die Mieter haetten das Mietverhaeltnis schon lange unter Einhaltung der Kuendigugsfrist ordentlich beenden koennen, moeglicherweise sogar ausserordentlich und fristlos. Gekuendigt wurde dann aber offenbar erst kuerzlich ordentlich zum 30. September. Ausserdem soll die Wohnung doch anscheinend gar nicht sofort fristlos gekuendigt werden sondern erst in knapp 2 Monaten, naemlich passend zum Bezugstermin fuer die neu gefundene Wohnung.

    Es wird somit kaum darstellbar sein, wieso die Fortsetzung des Mietverhaeltnisses bis zum Ablauf der Kuendigungsfrist jetzt ploetzlich nicht mehr zumutbar sein soll, der angefuehrte Zustand aber bereits seit fast 1 Jahr besteht. Schliesslich haette der Mieter das Mietverhaeltnis schon lange beenden koennen, hat dies aber nicht getan.

    Um zum Schluss noch einmal Klartext zu reden: Es ist doch offensichtlich, dass hier nur nach einer Moeglichkeit gesucht wird, nahtlos von einem Mietverhaeltnis in ein neues ueberzugehen und dabei eine Monatsmiete zu sparen. Wirtschaftliche Interessen des Mieters sind aber ganz sicher kein wichtiger Grund im Sinne des BGB 543.

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