Form der Nebenkostenabrechnung und sittenwidrige Mahnung?

Form der Nebenkostenabrechnung und sittenwidrige? Mahnung

Hallo! Ich bzw. eine Freundin von mir hat ein kleines Problem. Sie hat eine Mahnung vom Amtsgericht erhalten. Dort wird von Ihrer ehemaligen Mitbewohnerin ein relativ hoher Betrag angefordert. Ich fasse die Vorgeschichte kurz zusammen:

Sie hat in Ende 2007 bis Anfang 2008 in Ihrer damaligen Wohnung eine Mitbewohnerin gehabt. Genauer gesagt wohnten in der Wohnung drei Mitbewohner, die betreffende Mitbewohnerin wohnte jedoch nur in der besagten Zeit mit in der Wohnung. Zum April oder März kündigte der Vermieter die Wohnung, so das sich die Wohngemeinschaft auflöste. Meine betreffende Freundin war hier als Hauptmieterin eingetragen und hatte Untermietverträge mit den anderen beiden Mitbewohnern.

Die Nebenkostenabrechnung für das halbe Jahr, für die mahnende Mitbewohnerin, wurde nun nurfernmündlich im ersten Halbjahr 2008 durchgefühjrt. Dort wurde ihr soweit alles erläutert von der Mutter meine Freundin. Ergebnis der Abrechnung war, dass aufgrund einer hohen Nebenkostennachzahlung die Mietsicherheit aufgebraucht war. Dadurch, dass die Mitbewohnerin nur in der Heizsaison darin wohnte, erhöhte ihren Anteil entsprechend. Das wurde ihr auch erläutert und sie nahm dies hin. Leider ist hier keine schriftliche Abrechnung erfolgt. Dies rächt sich anscheinend nun….

Sie fordert in der Mahnung über das Amtsgericht einen Betrag von 300 Euro zuzüglich Zinsen und Mahnkosten an. Tituliert ist das ganze als Miete. Meiner Meinung ist dies schon einmal falsch, weil es sich hier um die Mietsicherheit handelt… Weiter hat sie sich seit dem Gespräch im ersten Halbjahr 2008 nicht mehr bei meiner Freundin, der Mutter meiner Freundin, oder auch dem befreundeten Verwaltungsbüro, welches sie überhaupt in die WG vermittelt hatte, gemeldet. Ansprüche hat sie keine geltend gemacht und auch keine schriftliche Abrechnung angefordert oder Widerspruch gegen die fernmündliche Abrechnung gestellt. Telefonnummer, Anschrift der Mutter und des Büros hatte sie oder konnten jederzeit ermittelt werden.

Nun meine eigentlichen Fragen:

1. Ist die Form der Abrechnung, als mündlich, zulässig gewesen?

2. Gibt es eine Möglichkeit die volle Rückzahlung der Mietsicherheit, im Falle das die Abrechnungunzulässig war, abzuwenden?

3. Ist es überhaupt zulässig, direkt eine Mahnung über das Amtsgericht fertigen zu lassen wenn man sich über ein Jahr nicht mehr gemeldet hat? Meiner Meinung nach müsste man sich doch erstmal direkt an den vermeindlichen Schuldner wenden!?

4. Mit der falschen Titulierung der Schuld in der Mahnung müsste diese unwirksam sein denke ich. Sie müsste als eine neue Mahnung mit korrekter Titulierung fertigen lassen. Sehe ich das richtig?

Ich bin rechtlich nicht ganz unbewandert, aber mit Privatrecht habe ich sehr selten zu tun. Ich habe das so nicht aus dem Gesertzestext herauslesen können. Und im Bereich Mietrecht gibt es eine große Zahl von Urteilen. Ich hoffe einige meiner Fragen können hier geklärt werden.

Ich bedanke mich für die Hilfe bereits im Voraus.

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