Betrug – Vermieter will nach 6monatigem Mietvertrag das Haus verkaufen

Betrug – Vermieter will nach 6monatigem Mietvertrag das Haus verkaufen

Hallo,
im Juli 2010 habe ich eine EG-Wohnung in einem 2-Familienhaus angemietet. Der Vermieter ist in eine andere Stadt gezogen (Norddeutschland). Er konnte das Haus nicht zu seinem Vorstellungspreis verkaufen und hat sich dann entschlossen, es zu vermieten.
Mit mir ist die obere Wohnung gleichzeitig vermietet worden. Es gab gleich nach meinem Einzug Probleme mit den Nachbarn (wegen meiner 2 Hunde, die im Mietvertrag erlaubt sind). Das Bauamt und Ordnungsamt war bereits vor Ort. Stellte u.a. fest, dass der Wintergarten angeblich ohne Baugenehmigung erstellt worden ist. Mein Vermieter sagte nun, dass im Wintergarten die Fenster und Türen entfernt werden müssen. Da er sich wg. der Entfernung nicht darum kümmern kann, tut dieses eine Bekannte aus meiner Nachbarschaft für ihn. Sie sagte mir in einem schippischen Ton, dass sie wohl auch dieses Haus kaufen wird und erwähnte ebenfalls den Ausbau der Scheiben am Wintergarten. Das Dach bräuchte nicht weg, da es vorher als Terrassendach bereits vorhanden war. Für mich macht es den Eindruck, dass sie mich damit dazu bewegen wollen, hier auszuziehen. Mein Vermieter sagte mir am Telefon, dass er nun aus gesundheitlichen Gründen das Haus doch verkaufen will. Wann, kann er jedoch nicht sagen. Ich siztze hier wie auf einem Pulverfass und von „wohlfühlen“ kann hier überhaupt nicht die Rede sein. Meine Frage: Kann der Vermieter die Rundumscheiben des Wintergartens einfach so entfernen? Kann ich dann eine Mietminderung verlangen ? Und was ist mit dem Mobiliar, welches im Wintergarten steht. Ich kann es sonst nirgends lassen. Vielleicht darf ich auf eine für mich zufrieden stellende Antwort hoffen.
Mit freundlichen Grüßen
Wandaduene
PS: Kann ich den Vermieter für meine Unkosten haftbar machen, wenn er nun doch das Haus verkaut ? (Umzug, Renovierung usw.)
PS: Ich vermute, er hat uns beiden Mieter benutzt, damit das Haus bis zum Käuferfinden nicht leer steht und Miete kommt ja auch noch rein.

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8 Kommentare zu “Betrug – Vermieter will nach 6monatigem Mietvertrag das Haus verkaufen

  1. Helferlein

    Hallo

    Kann der Vermieter die Rundumscheiben des Wintergartens einfach so entfernen?

    Nein, denn …
    Ist der Wintergarten Bestandteil des Mietvertrages beziehungsweise der Wohnung, so hat der Vermieter diesen ebenso in einem gebrauchsfähigen Zustand zu halten.
    Entfernt er die Fester ist dieser nicht mehr als Wintergarten zu nutzen.
    Also, Vermieter auffordern den alten Zustand wieder herzustellen und bis dahin hast du auch einen Anspruch auf Mietminderung.

    Was mit dem Mobiliar ist kann ich dir nicht sagen.

    Kann ich den Vermieter für meine Unkosten haftbar machen, wenn er nun doch das Haus verkauft ?

    Klares nein, denn der Verkauf des Hauses liegt einzig in der Entscheidungsfreiheit des Inhabers.
    Aber wie sagt man so schön, Kauf bricht Miete nicht.
    Der neue Eigentümer muss deinen Mietvertrag zunächst übernehmen.
    Dann gebt es aber los mit Eigenbedarf usw.
    Echt eine dumme Sache für dich.
    ich würde schon mal langsam anfangen mich nach einer neuen Bleibe umzusehen.
    Das Helferlein

    Reply
  2. Wanderduene

    Vielen Dank für deine Antwort!
    Ja, selbstverständlich schau ich bereits nach einer neuen Wohnung(auch wegen dem Umfeld). Aber ist wird schwer eine EG-Wohnung mit Garten zu finden (mit 2 Bernersennen).
    Ich muss mich immer wieder wundern, was Menschen zu so einem Verhalten bewegt – Raffgier oder Gleichgültigkeit ??? Noch schlimmer finde ich das Wissen,
    dass mein Vermieter bei der Telefonseelsorge tätig war. Schade, dass er diese Tätigkeit nicht mehr ausübt, sonst würde ich ihn dort mal anrufen ! (Achtung Ironie).
    Ok, ich werde mir einen dicken Pelz anlegen und alles auf mich zukommen lassen – nur nicht ärgern !
    Nochmals DANKE und einen lieben Gruß an das Helferlein
    Wanderduene

    Reply
  3. Anonymous

    Angeblich und selbst wenn die Baugenehmigung nicht vorliegt ist erst einmal der Vermieter gekniffen.
    So und wenn der Wintergarten keine Genehmigung hatte, bedeutet das ja nicht zwangsläufig das er einfach so eine Terrasse draus machen kann.
    Was spricht dagegen, das eine Baugenehmigung für den gebauten oder für einen neuen eingeholt wird?
    Also ganz so einfach ist das doch sicher nicht.
    Wenn keine Baugenehmigung erteilt würde, dann könnte ich es noch verstehen, denn dann wäre der Vermieter nicht in der Lage das Mietobjekt wieder herzustellen. So aber würde ich zuerst sagen, du hast mir einen Wintergarten mitvermietet, also will ich auch einen haben.
    Wurde im Haus eine Bauvorschrift nicht beachtet so muss der Mieter ja auch nicht gleich raus, sondern der Vermieter nachbessern.
    Oder liege ich da vollkommen falsch?

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  4. Wandaduene

    Also ich vermute mal, dass der Vermieter nun tatsächlich eine nachträgliche Baugenehmigung besorgt hat, er mir dieses aber nicht mitteilen will. Natürlich werde ich mich beim Bauamt oder beim Vermieter danach erkundigen. Der Wintergarten steht im Mietvertrag mit aufgeführt und ich habe dort auch Mobiliar stehen. Dieses kann ich natürlich dort nicht stehen lassen, wenn eine Terrasse daraus gemacht wird. Ich werde diese Möbel einlagern müssen.
    Wie gesagt, ich werde alles auf mich zukommen lassen und bedanke mich für die informativen Antworten.
    Wandaduene

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  5. Helferlein

    Hallo, da bin ich aber mal gespannt. Lass von dir Hören, wenn du neue Infos hast. Wir kommen dann alle zum Grillen in deinem schönen, baurechtlich genehmigten Wintergarten 😉
    Das Helferlein

    Reply
  6. Wandaduene

    So, da bin ich dann auch wieder ! Mit dem Grillen ist ja wohl nichts geworden *smile* , aber was nicht ist, kann ja noch werden –
    in meinem neuen Eigenheim. (leider erst im April 2012).
    Stand der Dinge ist: Der Wintergarten steht noch, ich habe auch nichts mehr diesbezüglich gehört. Abgerissen wurden das festgemauerte Gewächshaus, ein Geräteschuppen und mein vom Vermieter genehmigter Unterstand für meine Hunde (eingezäunt).
    Der Abriss meines Unterstandes erfolgte vom Vermieter, ohne dass ich Gelegenheit hatte, eventuelle Beanstandungen der Behörden zu beseitigen. Der Vermieter ignoriert jedes Schreiben meines Anwaltes und von mir. Für diese Beseitigungen der mitangemieteten Sachen habe ich die Miete um 50 Euro gekürzt. (Anraten meines Anwaltes).
    Mittlerweile hatte ich einen Elektromeister beauftragt, die Stromleitungen zu überprüfen. Dabei wurde festgestellt, dass etliche Stromkreise direkt über meinen Zähler laufen und nicht über einen gemeinsamen Zwischenzähler. So auch das ausgebaute Dachgeschoss, welches der Vermieter für sich reserviert hat. Ich habe meinen Vermieter per Einschreiben aufgefordert, die Stromleitungen so zu verlegen, dass jeder Stromkreis über die richtigen Zähler läuft. Weiterhin benutzt er meinen Zähler für die Stromzufuhr im Dachgeschoss und ich bat ihn um einen Vorschlag, wie er seinen Anteil der Zählergrundgebühr berechnen will .
    Auch dieses Einschreiben hat er ignoriert.
    Gestern 7.12.2011 gegen 9 Uhr bemerkte ich, dass die Räume kalt wurden und stellte fest, dass die Heizung aus ist.
    Ich rief meinen Vermieter an und teilte es mit. Er wollte sich darum kümmern. Da ich sein „kümmern“ kenne, sagte ich, dass ich einen Heinzungsmonteur innerhalb 1 Std. erwarte. Um 10 Uhr rief ich ihn wiederholt an und er sagte, dass da wohl jemand käme. 10.15 rief eine Heizungsfirma an und teilte mir mit, dass sie im laufe des Tages vorbei kämen. Mein Sohn hatte am 7.12. Geburtstag, darum hatten wir beide Urlaub und diesen Tag verplant. Die Heizungsfirma hat wohl einen Schlüssel vom Heizungskeller, jedoch nicht von der Haustüre und erwarteten nun von mir, dass ich an diesem Urlaubstag bereit stehe.
    Heizung wurde nicht repariert. Wohnungstemperatur 14 Grad. Heute, 8.12. , Heizung und warmes Wasser gab es nicht. Ich musste zur Arbeit. Bei 14 Grad mit kaltem Wasser gewaschen, Haare aus gesundheitlichen Gründen nicht mit kaltem Wasser gewaschen und mit fettigen Haaren ins Büro gefahren. Vorher hatte ich meinen Vermieter um 5.45 Uhr angerufen und ihn darüber informiert, dass Heizung und warmes Wasser nicht funktioniert. Er meinte, am Vormittag käme jemand vorbei. 17 Uhr – Feierabend – zu Hause ist immer noch alles kalt. 14 Grad und kein warmes Wasser. Morgen ist der 3. Tag, wo wir keine Heizung und kein warmes Wasser haben. Dass ich vor Wut koche, ist doch wohl nur verständlich. Mein Anwalt hatte meinen Vermieter angerufen und mir mitgeteilt, dass die Heizung heute abend repariert werde. Leider kam niemand, die Heizung zu reparieren. Und warmes Wasser haben wir immer noch nicht. Morgen ist der 3. Tag, wo ich nicht duschen kann und wir hier mit Schal und dicken Pullovern den gemütlichen (Achtung Ironie) Feierabend genießen. Für mich ist das klare Körperverletzung, meine Finger sind eiskalt während ich hier tippe. Meine Haare sind klitschig und ich mag so morgen auch nicht ins Büro gehen. Meine Nerven liegen blank und ich bin wegen dieser Situation sehr gereizt und nicht wirklich voll leistungsfähig. Kann man so ein Vorgehen auch als Nötigung bezeichnen? Selbstverständlich werde ich die Miete rückwirkend kürzen. Aber kann ich ihn auch privatrechtlich anzeigen? Welche Delikte kämen da in Betracht?
    Vorab vielen Dank für,s lesen und eventuelle Antworten.
    Grüße von der Wandaduene

    Reply
  7. Helferlein

    Hallo Wandaduene
    Schön wieder von dir zu lesen. Da bist du ja ein einen Vorzeigevermieter gelangt, man man man.

    Zahlt der Mieter keine Miete, darf der Vermieter Heizung und Wasser abstellen.Irrtum: Selbst wenn der Mieter keine Miete zahlt, darf der Vermieter Wasser und Heizung nicht abstellen. Das ist unter Umständen sogar eine strafbare Nötigung durch den Vermieter.

    Wenn also das Abstellen der Heizung eine Nötigung sein kann, dann doch auch das Nichtreparieren, wohl aber nur wenn es vorsätzliches Verschulden ist. Hier noch mal unbedingt Druck beim Anwalt machen. Möglich wäre doch auch, dass du selbst einen Handwerker bestellst und die Kosten von der Miete abziehst. Lass dich da umgehend beraten.

    Das Helferlein

    Reply
  8. Wanderduene

    Hallo Helferlein,
    mein Vorzeigevermieter erwähnt bei jeder Gelegenheit, dass er bei der Telefonseelsorge tätig war *grööööhl*
    Und als ich ihn neulich gefragt habe, ob ich mich auch bei ihm über meinen Vermieter ausheulen darf, antwortete er:
    “ das bestimme immer noch ich, wer sich bei mir ausheult“ – Soviel zu dem Vorzeigevermieter !
    Nun zum aktuellen Sachverhalt: ich habe Heizungskosten und Betriebsnebenkosten jeden Monat seperat im Dauerauftrag gezahlt.
    Miete mit einer gesonderten Überweisung, weils ständig einen Grund für Mietkürzung gab. Aus meiner Sicht zu mindest.
    Seit 2 Monaten gibt es eine nasse und schimmelige Stelle im Badezimmer an der Decke. Ich vermute, dass im Obergeschoss im Badezimmer etwas undicht ist. Diese Mitteilung per Einschreiben/Rückschein hat mein Vermieter bis heute ignoriert.
    Am 25. Januar habe ich fristgerecht zum 30.4.2012 gekündigt. Am 3.2. erhielt ich von meinem Vermieter eine fristlose Kündigung, zurückdatiert auf den 21. Januar 2012, Poststempel auf dem Briefumschlag 31.1.2012. (*wunder wunder*), mit der Begründung, dass ich 1900 euro im Mietrückstand wäre und der Januar 2012 gar nicht überwiesen.260 Euro Miete für Januar hatte ich überwiesen. Alle Mietkürzungen, wegen Nichterfüllung des Mietvertrages, wegen Abriss meiner privaten Sachen, wegen Heizungsausfall, wegen Wildwest-Verdrahtung der elektrischen Leitungen, wurden ihm mitgeteilt und von ihm ignoriert. Die elektrische Neuverkabelungen wurden am 31.1.2012 endlich vorgenommen. Mein Stromverbrauch ist um mehr als 1/3 weniger geworden. Der meiner Obermieter hat sich hingegen verdoppelt. Ein tolles Gefühl, wenn ich nun am Abend heim komme und nur 0,4 kw verbraucht habe. (sonst waren es 4-8 kw).
    Was ist eigentlich mit dem abgerissenen Unterstand , welchen ich mit seiner Genehmigung aufbauen durfte? Eine Beanstandung seitens der Baubehörde habe ich trotz mehrfacher Aufforderung nie erhalten. Ich habe damals die Miete für diese Sachbeschädigung auch gekürzt und sehe diesen Schrotthaufen im Garten nicht als mein Eigentum an. Muss ich diese Sachen nun bei meinem Auszug entfernen? Als Unterstand ist er nicht mehr zu gebrauchen, da sich das Holz verzogen hat und ich keine Gewissheit habe, ob überhaupt noch alles vollständig ist. Das Holz liegt nicht schön gestapelt , sondern kreuz und quar auf einem Haufen. Im Gewächshaus hatte ich einen Teppich aufbewahrt, weil ich noch nicht wusste, was ich damit tun soll. Diesen Teppich hatte er damals bei der Abrissaktion auf die Wiese gelegt. Da liegt er heute noch, überwachsen mit Gras. Auch diesen Teppich möchte ich nicht entsorgen, denn ich habe ihn dort nicht hingelegt.

    Ich bin so froh, wenn ich hier endlich abschließen kann und die Grillsaison im neuen Heim kann kommen
    Grüße von der Wanderduene

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