Privatinsolvenz: Finanzamt drängelt sich als Gläubiger vor. Was tun?

Hallo, ich habe folgendes Problem, zu dem ich gerne Ihren Rat einholen möchte:

Mein Lebenspartner, mit dem ich nicht verheiratet war oder in einer sonstigen Gütergemeinschaft lebte, geriet 2008 in große finanzielle Schwierigkeiten. Diese waren zum einen durch Steuerschulden entstanden, die schließlich zu einem Privat-Insolvenzverfahren führten. Zum anderen gab es organisatorische Probleme bei seinem damaligen Arbeitgeber, der ihm daraufhin über Monate keinen Lohn auszahlte. Er verfügte also zu dieser Zeit über keinerlei finanzielle Mittel zum Lebensunterhalt.

In dieser Notlage gab ich ihm ein privates Darlehen in Höhe von insgesamt 4.025 Euro. Dieses Darlehen wurde von mir unter dem Versprechen gewährt, dass er die Summe bei der zu erwartenden größeren Lohnnachzahlung umgehend zurück zahlen würde. Als die entsprechende Überweisung dann erfolgte, wurde sie jedoch umgehend und in voller Höhe vom Finanzamt beschlagnahmt.

Der mit dem Fall betraute Insolvenzverwalter versicherte uns, dass das nicht rechtens sei. Das Finanzamt habe keinen Anspruch auf die volle Summe, sondern diese müsse gleichmäßig unter den Gläubigern aufgeteilt werden. Ein entsprechendes Verfahren sei eingeleitet, aber wir müssten Geduld haben.

2009 verstarb mein Lebenspartner ganz plötzlich.

2010 fragte ich beim Insolvenzverwalter erneut nach dem Stand der Dinge. Dieser bekräftigte seine ursprünglichen Versicherungen nach der Rechtmäßigkeit meiner Ansprüche. Er bat mich allerdings darum, mich in dieser Sache im Weiteren an eine Mitarbeiterin zu wenden, die nun zuständig sei. Diese aber entnahm den Akten dann plötzlich, dass mein Anspruch in voller Höhe bestritten wird. Eine Begründung dafür konnte sie mir nicht geben, wollte sich aber beim vorigen Bearbeiter schlau machen.

Seit diesem Gespräch ist sie für mich nicht mehr zu erreichen. Entweder muss sie sich in die Materie einarbeiten, ist krank, hat Urlaub, Termine, Besprechungen … Ich werde von der Telefonistin seit Monaten vertröstet. Auf Mails gibt es auch keine Reaktionen. Das Ganze nimmt allmählich kafkaeske Züge an.

Auf meine Nachfrage beim Amtsgericht erfuhr ich, dass man auch dort auf Informationen des Insolvenzverwalters wartet. Das Verfahren ist nicht abgeschlossen. Die zuständige Sachbearbeiterin bestätigte mir, dass meine Ansprüche offiziell angemeldet und nach meiner Schilderung der Sachlage wohl auch berechtigt seien.

Wie schätzen Sie das ein? Was kann ich tun, um endlich eine Auskunft des Insolvenzverwalters zu erhalten und meinen Forderungen Nachdruck zu verleihen?

Danke für alle Hinweise und Tipps!!!

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