Verrechnung von Unterhalt

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Sachverhalt:
Die volljährige Tochter hat nach Beendigung der Schulausbildung im Jahr 2008 nicht im ersten Jahr einen Ausbildungsplatz gefunden. Absagen von Fachhochschulen für das Wintersemester 2008/2009 hat sie erst im September 2008 erhalten. Es folgten direkte Bewerbungen für das Sommersemester 2009 sowie Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz. Eine Ausbildung hat sie dann im August 2009 angetreten. In diesem Zeitraum (August 2008 bis Juli 2009) zahlte der unterhaltspflichtige Vater 570,- € monatlich. Mit Beginn der Ausbildung stellte er die Unterhaltszahlung ein. Auf Grund eines Titels aus dem Jahre 2002 wurden monatlich 430,- € Unterhalt gepfändet, aber nicht ausgezahlt.

Das Gericht kam jetzt zu folgendem Urteil:
Für den Zeitraum August 2009 bis Juli 2010 hat die Antragstellerin einen monatlichen Unterhaltsanspruch von 525,50 €. Ab August 2010 von 518,- € auf Grund erhöhter Ausbildungsvergütung. Für den Zeitraum August 2008 bis Juli 2009 stellte das Gericht fest, das kein Unterhaltsanspruch bestehe, da die Antragstellerin sich nicht ausreichend um eine Ausbildung bemüht hätte. Sie konnte aus dieser Zeit 6 Bewerbungen und Absagen von Firmen vorweisen. Weitere Bewerbungsunterlagen und Absagen lagen nicht mehr vor, da viele Bewerbungen online gemacht wurden, bzw. sie Absagen nicht archiviert hatte.
Frage: Ab wann hat man sich denn „ausreichend“ um eine Ausbildung bemüht?

Den unrechtmäßig gezahlten Unterhalt hat das Gericht mit dem gepfändeten Betrag von monatlich 430,- € (Der Betrag resultiert aus einem Titel von 2002) verrechnet. (12x 570,-=6840,-; 15×430,-=6450,-) Das Gericht kommt daher zum Schluss, dass die Antragstellerin jetzt ab dem 28.11. wieder Unterhalt zu beziehen hat. Allerdings wurde ja für den Zeitraum August 2009 bis Juli 2010 ein Unterhaltsanspruch von 525,50 € und ab August 2010 von 518,- € und nicht 430,- € festgestellt. Müsste (wenn überhaupt) die Berechnung nicht mit dem tatsächlich festgestellten Unterhaltsanspruch verrechnet werden?

Der gepfändete Betrag wird dem Vater ausgezahlt. Die Tochter erhält die Differenz der Verrechnung von 390,- €. Und ab sofort wieder einen monatlichen Unterhalt. Dieser ist im Urteil allerdings nicht deutlich genannt. Er müsste aber demnach 518,- € auf Grund der Berechnung des Unterhaltsanspruches betragen?
Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!
Wie ist die Rechtslage in diesem Fall?

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