Unterhaltsleistung bei volljährigem Kind kürzen

Hallo liebe Community…. ich habe hier eine spezielle Frage zu Unterhaltsleistungen an volljährige Kinder.

Mein Sohn, jetzt 18 Jahre alt geworden, lebt noch bei der Mutter (mit der ich nie verheiratet war) und ist Schüler, er hat kein eigenes Einkommen.
Laut Jugendamt bin ich zum Unterhalt von 329 Euro verpflichtet, und das alleine.
So wie ich es die letzten 18 Jahre auch getan habe.

Die Mutter meines Sohnes ist verheiratet, hat weitere 3 Kinder. Zwei davon von einem weiteren Vater. 1 Kind von Ihrem jetzigen Ehemann.
Die Mutter meines Sohnes geht keinerlei Beschäftigung nach, obwohl sie es eigentlich könnte. Denn die anderen Kinder gehen zur Schule/Ganztagsschule bzw. in einen Kindergarten (halbtags).

Nun erfahre ich von meinem Sohn das er sein komplettes Geld, also seinen Bedarf von 513 Euro (mein Unterhalt + Kindergeld) auf dem Konto seiner Mutter läßt.
Mein Sohn bekommt ein monatliches Taschengeld von 80 Euro.
Der Rest wir einbehalten, einvernehmlich.
Hiervon soll der Bedarf der kompletten Familie abgedeckt werden, da für die 2 mittleren Kinder nur ein erhöhter Kindergeldzuschuss vom Amt geleistet wird, da der Kindsvater keinerlei Einkünfte hat.
Der jetzige Ehemann der Mutter meines Sohnes arbeitet bei der Stadt und verfügt über ein gutes Einkommen.
Trotzdem reicht das Geld bei ihnen nicht aus!

Nun meine Frage:
Kann ich den Unterhalt kürzen weil meine Unterhaltsleistung „fremd verwendet“ wird?

Der Bedarf meine Sohnes ist angeblich, laut seiner Aussage ja schon bei 80 Euro Taschengeld gedeckt.
Das er auch für Unterkunft und Verpflegung aufkommen muß kann ich ja verstehen, aber der liegt doch nicht bei über 400 Euro, die da einbehalten werden. Da wird mit meinem Unterhalt Löcher gestopft für die ich ja nicht verantwortlich bin.

Kann ich die Mutter meines Sohnes auf Unterhaltsleistungen verklagen wenn diese Ihrer Unterhaltspflicht meines Sohnes gegenüber nicht nachkommt und ihm andererseits so viel Geld abnimmt, auch wenn es einvernehmlich ist?

Ihr jetziger Ehemann ist doch auch der Mutter meines Sohnes zum Unterhalt verpflichtet, zumindest doch mit dem Einkommen was über seinem Selbstbehalt liegt.
Zudem kann sie ja auch Stundenweise arbeiten gehen, da die kleineren Kinder halbtags nicht zu Hause sind.

Ich hoffe ich habe hier nichts vergessen und habe es verständlich für jeden geschildert, und hoffe nun auf Eure Expertenmeinung die mir hoffentlich eine Hilfestellung ist.



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One thought on “Unterhaltsleistung bei volljährigem Kind kürzen

  1. Zu den umfassend geschützten Sozialleistungen zählen insbesondere alle Leistungen der Agentur für Arbeit (insbesondere Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Unterhaltsgeld, Aufwandsentschädigung für 1-Euro-Jobs), der gesetzlichen Krankenkassen (Krankengeld und Leistungen aus der Pflegeversicherung) sowie der Rentenversicherungsträger (insbesondere Altersrenten, Witwenrente, Waisenrente, Erwerbsminderungsrenten, Übergangsgeld); dazu gehören auch Sozialhilfe, Wohngeld, Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld, Unterhaltsvorschuss, Kinderzuschlag und BAföG
    sowie das Kindergeld.

    Sämtliche Sozialleistungen muss Ihnen die Bank innerhalb der ersten sieben Tage ab Eingang vollständig auszahlen, wenn Sie das verlangen. Dies gilt auch, wenn Ihr Konto überzogen ist.

    Nach Ablauf von sieben Tagen seit der Gutschrift der Sozialleistungen erfasst die Kontopfändung auch die Sozialleistungsgutschrift.

    Jetzt steht Ihnen nur noch der anteilige pfändungsfreie Betrag für den Zeitraum zu, der zwischen Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses und der nächsten Sozialleistungsauszahlung verbleibt, um Ihre Existenz zu sichern (§ 55 Abs. 4 SGB I).

    Was können Sie tun:

    Überprüfen Sie genau, welche Sozialleistungen Sie erhalten.
    Gehen Sie innerhalb von sieben Tagen zu Ihrer Bank und erfüllen Sie die wichtigsten Zahlungsverpflichtungen. Setzen Sie Prioritäten, was Sie mit den Sozialleistungen zahlen wollen. Als erstes sollten Sie das Geld Miete, Energiekosten (Strom und Heizung) sowie Unterhaltsverpflichtungen überweisen und natürlich ausreichend Geld für Lebensmittel abheben.
    Heben Sie danach Ihre restlichen Sozialleistungen vom Konto ab. Hierauf können Sie bestehen (§ 55 SGB I)! Nehmen Sie Unterlagen mit, die belegen, dass es sich um Sozialleistungen handelt. Ein Freigabeantrag oder Gerichtsbeschluss ist nicht nötig.
    Weigert sich Ihr Kreditinstitut, Ihnen den anteiligen unpfändbaren Betrag freizugeben und überweist die eingegangene Sozialleistung komplett an den Gläubiger, müssen Sie umgehend gerichtlich dagegen vorgehen (sog. Vollstreckungserinnerung nach § 766 Zivilprozessordnung).
    Musterbrief: Freigabe von Sozialleistungen bei Kontopfändung
    Informieren Sie sich über weitere wichtige Punkte zu diesem Thema im Infoteil: Pfändung von Sozialleistungen

    Quelle:
    :: Ratgeber: Kontopfndung – Schuldenratgeber – http://www.meine-schulden.de – Was mache ich mit meinen Schulden? ::

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