Unterhalt für Kind geht unter den Bedarfskontrollbetrag

Hallo Forum,
solche Fragen werden sicher oft gestellt, aber da jeder Fall unterschiedlich ist stelle ich meine Frage trotzdem.

Ich bin Vater eines 1 jährigen Sohnes, die Mutter und ich haben uns bereits vor bekanntwerden der Schwangerschaft getrennt.
Kurz vor der Geburt wurde ich leider arbeitslos, habe inzwischen wieder eine Stelle gefunden, leider nur auf Teilzeit, mit einem Nettoeinkommen von 865 Euro.
Ich habe dem zuständigem Jugendamt dies mitgeteilt.
Heute kam nun ein Schreiben zurück, ich gebe die Betreffenden Stellen einfach mal wieder

Da Sie Ihrem Sohn … gegenüber gesteigert unterhaltspflichtig sind, gehe ich davon aus, dass Sie weiterhin auf der Suche nach der Vollzeitstelle sind.
Der Selbstbehalt eines Erwerbstätigen beträgt mtl. 900 Euro.

Hierin sind Kosten für Unterkunft einschließlich Nebenkosten und Heizung von bis zu 360 Euro enthalten. Wie ich Ihren Unterlagen weiter entnehmen konnte, leben Sie im Haushalt Ihrer Eltern und zahlen ein Kostgeld in Höhe von mtl. 100 Euro.

Die Differenz steht Ihnen somit für Unterhaltszwecke zur Verfügung.

Ich forde Sie deshalb auf, ab sofort den Ihrem Sohn zustehenden Mindestunterhalt in Höhe von z.Zt. mtl 225 Euro auf der Konto des … zu überweisen.
Gleichzeitig setze ich Sie ab sofort mit ihrem Unterhaltszahlungen in Höhe des Mindestunterhalts in verzug.

Am Ende bittet das Jugendamt mich noch zu einem Beurkundungstermin.

Ich lebe zwar derzeit wieder bei meinen Eltern bin aber schon auf Wohnungssuche. Meine Frage ist im Grunde: Ist das rechtens? Dadurch würden mir 640 Euro für alles bleiben… soweit ich weiß darf man doch nicht unter die 900€ Grenze kommen?
Liegt es vllt. an der Formulierung „gesteigert unterhaltspflichtig“? Wie kommt dieses überhaupt zustande?
Und würde sich etwas ändern wenn ich wieder eine Vollzeitstelle habe?

Ich hoffe auf Antworten, möchte einen Anwaltsbesuch aus Kostengründe gern vermeiden/herauszögern.

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