Auszug aus dem Elternhaus im Streit – Vater will mein Auto nicht rausgeben

Hallo Forum!

Ich bin in einer verzwickten Situation und habe nicht das Kleingeld, um gleich einen Anwalt einzuschalten, daher wende ich mich an Euch.
Hier meine Situation:

Ich wohnte bis vor ein paar Monaten bei meinen Eltern, das heisst, über Ihnen. Mein Vater hat das Dach aufbauen lassen, um eine eigene Wohnung oben zu schaffen. Ich bezog diese vor ein paar Jahren mit meinem Bruder, als gerade die Dämmung fertig war. Küche, Bad oder sonstiges waren nicht vorhanden.
Es vergingen Jahre der zögerlichern Fertigstellung der „Wohnung“. Mein Bruder zog nach ein paar Jahren in eine eigene Wohnung, ich hatte dann die Wohnfläche für mich alleine. Ich bezahlte Baustoffe (Holzpaneele, Farbe, Tapeten etc.) z.T. aus eigener Tasche, z.T. vom Geld meiner Eltern, um mir „mein eigenes Reich“ oben aufzubauen. Zu dieser Zeit war ich Zivildienstleistender und stand vor meiner Ausbildung.
Ich musste keine Miete für die Wohnung zahlen, da diese eigenständig nicht bewohnbar war. Es fehlte zum eigenständigen Wohnen noch die komplette Küche.
Da ich als Zivildienstleistender und später als Azubi kaum Geld für die Wohnungsfertigstellung hatte, konnte ich mir auch keine Küche leisten.
Meine Eltern hatten aber auch kein Geld und so wurde die Küchenanschaffung immer weiter rausgezögert.

Ich besitze ein Auto, welches kaputtging und seitdem in der Garage meines Vaters stand. Auch dafür wollte er keine Miete nehmen.

Vor ein paar Monaten entschloss ich mich dann, auszuziehen. Dies war nicht im Sinne meines Vaters, da er scheinbar dachte, ich würde für eine sehr lange Zeit bei Ihm wohnen bleiben. Da sich mein Arbeitsplatz aber gut 40km von meinem Zuhause befand, entschied ich mich für den Auszug.
Es brach großer Streit aus, woraufhin ich mich auch im Streit von meinem Vater trennte. Der Auszug wurde mir zusätzlich erschwert, da mir die Schlüssel weggenommen wurden und ich warten musste, bis mein Vater von der Arbeit kam.

Ich bin nun aber seit ein paar Monaten (Juni) stolzer Mieter in einer Hamburger Wohnung und möchte nun mein Auto aus der Garage meines Vaters holen.
Als es zum Gespräch darüber kam, drohte mir mein Vater damit, ich müsste das Auto schon rausklagen, da ich ihn so viel Geld gekostet hätte und bei Ihm bis zum Hals in Schulden stünde.

Ich möchte hier anmerken, dass es zu keiner Zeit einen Mietvertrag zwischen mir und meinen Eltern gegeben hat.
Ausserdem existiert ein Kaufvertrag zwischen mir und meinem Bruder über mein Auto. Das Auto gehört rechtlich gesehen also mir.

Er drohte mir also damit, mir die Miete für die Wohnung und die Garage über mehrere Monate anzurechnen.

Ich befürchte deshalb, dass unser nächstes Wiedersehen vor Gericht stattfinden wird, da ich kein vernünftiges Gespräch mehr mit meinem Vater führen kann.

Nun meine Fragen an Euch:

Muss ich eine nachträgliche Rechnung erwarten oder kommen wirklich Kosten auf mich zu?
Es bestand zu keiner Zeit ein Mietvertrag und meine Eltern haben bis zu meinem Auszug Kindergeld für mich bekommen.

Ich befinde mich im Moment immer noch in Ausbildung.

Ich bin sehr besorgt und würde mich über eure Antworten sehr freuen.



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