Testament mit gemeinnützigen Organisationen als Erben

Mal angenommen jemand möchte nicht, dass die gesetzliche Erbfolge eintritt, sondern sein gesamtes Vermögen sollen gemeinnützige Organisationen bekommen und zwar zu gleichen Teilen.
Gibt es dabei was besonderes zu beachten?
Was ist, wenn eine dieser Organisationen ihren Sitz im Ausland hat, muss da dann was besonderes im Testament beachtet werden?

Das Testament würde komplett handschriftlich verfasst werden und natürlich auch eigenhändig unterschrieben. Damit das Testament später auch rechtskräftig vollstreckt wird, würde dieses beim zuständigen Nachlassgericht hinterlegen werden.

Das Testament könnte im Text z. B. so aussehen:
Ich, >Name<, geboren am >Datum<, wohnhaft in >Adresse<, möchte nicht, dass die gesetzliche Erbfolge eintritt, daher vererbe ich hiermit folgenden Organisationen zu gleichen Teilen mein gesamtes Vermögen: >Nennung der Organisationen mit Namen und Adresse< Sollte eine der genannten Organisationen bei Eröffnung des Testaments nicht mehr existieren, erhalten die anderen zu gleichem Anteil mein gesamtes Vermögen. Existiert nur noch eine der genannten Organisationen, so erhält diese allein mein gesamtes Vermögen. Sollten keine der genannten Organisationen bei Eröffnung des Testaments mehr existieren, bestimme ich als Ersatzerben: >Nennung der Organisation mit Namen und Adresse< Der Pflichtteil der gesetzlichen Erben bleibt davon natürlich unberührt, die gehen also nicht komplett leer aus. Unter gemeinnützigen Organisationen verstehe ich z. B. einen eingetragenen Tierschutzverein. Wäre auch eine politische Partei zulässig? Über Meinungen hierzu würde ich mich freuen.



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2 thoughts on “Testament mit gemeinnützigen Organisationen als Erben

  1. Dann freu dich mal hier kommt eine Meinung
    ich finde es klasse, wenn jemand einer gemeinnützigen Organisation etwas vererbt.
    Die helfen anderen und erhalten so als Dankeschön eine Spende, mit der sie weiter machen können.
    Das Vererben an eine gemeinnützige Organisation ist völlig unproblematisch.
    Aber… sie unterscheidet sich zur gesetzlichen Erbfolge.
    Bei der gesetzlichen Erbfolge ist der Erbe Kraft Gesetzes bekannt.
    Du Sohn, du Erbe…
    Du Tochter, du Erbe …

    Ich vererbe mein Vermögen an die Apfelhilfe

    Nun gibt es eine Apfelhilfe in Apfelhausen und Apfelbergen und in Apfelland.
    -> kann man durch Nennung der Adresse umgehen

    Sollte eine der genannten Organisationen bei Eröffnung des Testaments nicht mehr existieren,

    Die Apfelhilfe wird seit es das Testament gibt in Deutsche Apfel und Birnenhilfe umbenannt oder wird unter einer Dachorganisation zusammen gefasst.
    Rein rechtlich kann es sein, dass sie dann nicht mehr besteht.

    An wen das Erbe gehen soll bestimmt der Erblasser. Bedingung ist, dass es sich um eine „juristische Personen“ handelt.
    Bei einer Partei handelt es sich um eine juristische Person, da sie auch zur Verfassungsbeschwerde berechtigt ist und da ist das klar gesetzlich geregelt.

    Wegen dem Sitz im Ausland kann ich dir nicht weiter helfen. Besser gesagt, ich habe nichts gefunden was das Erbe auf „innerländische“ Organisationen beschränkt.

  2. Es gibt Leute, die keine gesetzlichen Erben (also Personen) haben. Dann erbt der Staat alles und das wollen manche solcher Leute halt nicht.
    Oder das Kind bzw. die Kinder haben zu Lebzeiten den Kontakt zum Vater abgebrochen (warum auch immer), die Mutter lebt nicht mehr. Nun möchte der Vater, dass das Kind bzw. die Kinder nicht mehr als den Pflichtteil bekommen.
    Bei diesen beiden Beispielen sollen dann halt gemeinnützige Organisationen alles erben.

    Das kann natürlich passieren. Deswegen werden im Testament mehrere Organisationen genannt, nehmen wir mal an drei. Und zusätzlich noch eine Organisation als Ersatzerben. Der Erblasser möchte das zumindest letztendlich eine dieser Organisationen erbt, weil diese ihm relativ gleich wichtig sind – und nicht irgendjemand anderes. Das sollte dann doch eigentlich auch klappen.

    Da war ich mir bisher noch etwas unsicher. Danke für Deine Bestätigung.

    Ich konnte dazu auch nichts gegenteiliges finden. Wichtig ist nur, das so eine ausserländische Organisation in dem Land ebenfalls eine juristische Person ist und das wäre z. B. ein eingetragener Verein.

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