Nebenabrede außerhalb des Vertragsentwurfs

Hallo, ich möchte ein Haus kaufen. Mit dem Verkäufer wurde vereinbart, dass des Kaufpreis im Vertrag niedriger angegeben werden soll, als tatsächlich gezahlt werden soll.

Nun habe ich gelesen, dass dadurch der Vertrag ungültig wird und das Ganze auch noch strafbar ist. Für mich bringt das auch überhaupt nichts. Ich riskiere lediglich, dass ich alsbald mit leeren Händen da stehe. So möchte ich das nicht.

Der Vertragsentwurf ist bereits fertig. Wie soll ich mich nun verhalten? Kann ich zum Notar gehen und sagen: „der Preis ist doch höher, bitte ändere das“? Der weiß doch genau, was da probiert wurde oder? Also, was kann ich tun?


In Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Verkäufer und Käufer sind in der Lage einen Kaufvertrag nach ihren Vorstellungen notariell zu vereinbaren.
Aber durch die Ansetzung eines geringeren Kaufpreises um unter anderem die Grunderwerbsteuer zu drücken.
Das ist strafbar und würde unter Umständen wie geschildert zur Unwirksamkeit des Kaufvertrages führen.

Allgemein wird von dieser Methode ausdrücklich abgeraten auch wenn der Gedanke daran durchaus menschlich ist.
Den Kaufpreis kann man aber auch legal drücken durch Einbeziehung von privatrechlichen Verträgen zum Beispiel über einen Kaufvertrag über die Küche, einer Sauna, Gartenhaus usw. Alle diese Formen des Inventars lassen sich aus dem Kaufpreis heraus rechnen und drücken so die Steuerschuld.
Siehe auch:
Kaufvertrag über Inventar



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