Handwerker lässt zwei Termine platzen, darf ich Verdienstausfall geltend machen?

Hallo zusammen, ich habe das Problem, dass eine Malerfirma (Auftrag Wände verputzen) zwei vereinbarte Termine einfach platzen lies ohne mich darüber zu informieren. Die Firma erhielt den Zuschlag, weil sie mir zugesagt hatten die Arbeiten bis zu einem bestimmten Termin zu erledigen (es war sehr kurzfristig) und ich nachfolge-Gewerke einplanen musste. Ich selbst bin Freiberufler und unter der Woche nicht zu hause, was wiederum zur Folge hatte dass ich den Zustand immer erst Freitag Abend bemerkte und nichts mehr unternehmen konnte.
Mein geplanter Ablauf sah so aus:
– KW5 verputzen
– Wochenende KW5 und KW6 Dämmung auf Kellerboden verlegen, in Eigenleistung mit Helfern
– KW7 Fußbodenheizung, Heizungsbauer

Die Firma ließ zuerst den Termin KW5 platzen, worauf ich ihnen eine Nachfrist in KW6 einräumte, welche sie mir zusagten (für die Dämmung blieb mir also nur noch das Wochenende KW6).
Am Freitag in KW6 musste ich dann feststellen, dass wieder nichts passierte worauf ich dieser Firma den Auftrag entziehen wollte – nach einigen Gesprächen haben wir uns dann auf Fertigstellung am Samstag in KW6 geeinigt.
Für meine Bodendämmung blieb mir also nichts weiter übrig, als dies Mo-Mi in KW7 zu erledigen, da am Do in KW7 mein Heizungsbauer angemeldet war.

Meine Frage nun: Da ich die Eigenleistung am Wochenende erbringen wollte, dies nun aber Mo-Mi machen musste, kann ich dem Malerbetrieb meinen Verdienstausfall in Rechnung stellen?


Schau mal auf
Termine mit Handwerkern: Wer zu spät kommt, muss zahlen

Da steht, Selbstständige können einen Handwerker auf Schadensersatz verklagen, wenn dieser nicht gekommen ist.
Aber sie müssen den „Schaden“ in Euro und Cent belegen.

Ich glaube die Eigenleistung, also den Ausfall deiner Arbeitskraft als Freiberufler einzuklagen könnte schwer werden, wenn du da keine Berechnung vorlegen kannst, welcher Schaden dir entstanden ist.

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