Benutzung des Nachbargrundstücks

Hallo, wir lassen gerade ein Einfamilienhaus errichten, aktuell ist ein Bauunternehmer als Auftragnehmer damit beschäftigt, den Keller zu stellen. Leider hat dieser es versäumt, die Eigentümer des Nachbargrundstücks um Genehmigung zu bitten (obwohl im Vertrag festgehalten), das Grundstück (aufgrund der ungünstigen Anbindung unseres Grundstücks an die öffentliche Straße) durchfahren und teilweise Aushub lagern zu dürfen.

Nun sind die Eigentümer des Nachbargrundstücks natürlich erbost über dieses Vorgehen und untersagen uns die weitere Nutzung und behalten sich Schadensersatzforderungen vor.
Alternativ wären diese bereit, über eine Nachbarschaftsvereinbarung die weitere Nutzung zu regeln, ansonsten wird eine einstweilige Anordnung und Schadensersatz angestrengt.

?? Welche Konsequenzen hätte eine einstweilige Anordnung und Schadensersatzforderung für uns und den Bauunternehmer ??
?? In welchem Maße könnte dieser Anordnung widersprochen und die Baustelle zu Ende geführt werden ??

Inhalte der Nachbarschaftsvereinbarung sind wie folgt, gezielt an uns als Eigentümer des Grundstücks mit Baustelle gerichtet, nicht an den Bauunternehmer:
1) Alle vorgenommenen Veränderungen des Grundstücks sind mit Beendigung der Baustelle im Ursprungszustand wieder herzustellen
2) Sämtliche Nutzung und Überfahrt ist im Vorfeld anzuzeigen
3) Ein Entgelt von 200,-€ / Monat der Nutzung ist zu zahlen
4) Verunreinigungen auf dem Grundstück sind zu unterlassen
5) Eine gefallene Grenzmarkierung (aufgrund Kanalarbeiten tiefer als im städt. Plan verzeichnet) ist wieder herzustellen und einzumessen
6) Eine regelmäßige Sichtkontrolle durch eine vom Eigentümer bestimmte Person darf durchgeführt werden
7) Wir haften als Eigentümer für sämtliche Baufirmen die im Zuge der Errichtung des Gebäudes auf unserem Grundstück tätig sind

Viele dieser Punkte sind selbstredend und selbstverständlich, wie vom Bauunternehmer und uns schon zugesichert (z.B. Wiederherstellung des Mutterbodens, Setzen und Vermessen des gefallenen Grenzsteines, Unterlassen von Verunreinigungen des Grundstücks).
Zwei dieser Punkte stören uns natürlich:
3) Vereinbarung eines Nutzungsentgeltes in Höhe von 200,- € / Monat (unverhältnismäßig, auch wenn diese laut Aussage der Eigentümer als Spende weitergereicht werden, zur Not aber verkraftbar)
7) Wir als Eigentümer sollen für alle Baufirmen, die im Zuge des Hausbaus auf unserem Grundstück tätig sind, haften! Diesen „Schuh“ wollen wir uns natürlich nicht anziehen.

?? Welche Alternativen wären denkbar anstelle dieser Nachbarschaftsvereinbarung ??
?? Ist die angesprochene Haftungsklausel überhaupt wirksam und welche Auswirkungen hätte diese für uns, falls die Nachbarschaftsvereinbarung der einzig gangbare Weg wäre ??

Über eine Beantwortung der Fragen wären wir sehr dankbar!



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