Wiederrufmöglichkeit bei telefonischer Bestellung von kostenpflichtigen Info-Material

Widerrufmöglichkeit bei telefonischer Bestellung von kostenpflichtigen Info-Material

Guten Tag,

ich habe mich bei der Firma … für eine Heimarbeit beworben.
Mir hat man per Telefon, da Firmensitz in …, kostenpflichtiges Informationsmaterial angeboten wo ich zustimmte. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass diese Firma wohl nicht ganz seriös ist und frage mich nun ob ich das bestellte Informationsmaterial, was per Post kommt, annehmen muss.

Meine Frage ist ob ich die Annahme verweigern kann oder verpflichtet bin für sinnloses Material Geld zu bezahlen?

Ich bin der Meinung das es sich um ein Haustürgeschäft handelt da ich ja angerufen wurde und nichts schriftlich bestätigt habe.

Ich habe nur kostenloses Info-Material angefordert.

Um eine Antwort würde ich mich freuen.



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8 thoughts on “Wiederrufmöglichkeit bei telefonischer Bestellung von kostenpflichtigen Info-Material

  1. Hallo,

    kostenpflichtiges Informationsmaterial angeboten wo ich zustimmte.

    Damit haben Sie einen Vertrag geschlossen. Da es sich um einen Fernabsatzvertrag gehandelt hat, können Sie ihn widerrufen. Denken Sie an die Widerrufsfrist ? Wenn Sie die Unterlagen nicht annehmen ( würde ich Ihnen raten) handelt es sich im einen sog. „konkludenten Widerruf“. Also Nichtannahme der Ware (Unterlagen). Aber diese Unterlagen werden sicher einfach so in Ihrem Briefkasten liegen.

    Da Sie nicht VOR Vertragsabschluss über Ihr Widerrufsrecht in Textform (auch email) informiert wurden, haben Sie da schoneinmal 1 Monat Zeit dies zu widerrufen.

    Aber die Frage stellt sich mir jetzt -analog den entsiegelten CD/DVD gem. Fernabsatzgesetz- in Ihrem Fall. Also mal vorsichtshalber den Umschlag nicht öffnen, sofern er im Briefkasten liegt.

    Ich schätze mal, dass es hier nur um den Verkauf von Adressen handelt, also um Firmen, die Heimarbeit anbieten und wo Sie sich dann selbst darum kümmern müssen.

  2. Zitat von putzi20002001  
    Ich bin der Meinung das es sich um ein Haustürgeschäft handelt da ich ja angerufen wurde und nichts schriftlich bestätigt habe.

    Nein, der Kontakt kam durch sie zustande. Siehe:

    Zitat von putzi20002001
    ich habe mich bei der Firma Ulrich Verlag für eine Heimarbeit beworben.

     

  3. So wie Sie das jetzt zusammengestellt haben, hatte ich das nicht gepostet. Sie stellen jetzt aus den Textbrocken Etwas zusammen.

    Ich bitte den Admin hier den o.g. Eintrag zu löschen !!!

  4. Hallo zusammen

    Wir haben den Namen der Firma raus genommen. Es geht ja um den eigentlichen Rücktritt von der Bestellung des kostenpflichtigen Informationsmaterials.
    Entsprechend haben wir die dazu unnötige Quote und Aussage in den beiden Beiträgen entfernt.

    Wir bitten um Sachlichkeit und Unterlassung subjektiver Einschätzungen.

  5.  Zitat von Schlappeseppel
    So wie Sie das jetzt zusammengestellt haben, hatte ich das nicht gepostet. Sie stellen jetzt aus den Textbrocken Etwas zusammen.

    Geht bei ihnen die Phantasie galoppieren?
    Ich habe nichts zusammgestellt, dies ist eine imfame Unterstellung.

    Etwas posten und dann den schwanz einziehen ist Feigheit, man sollte zu seinen Aussagen stehen.

    Zum Thema, es greift weder das Haustürgeschäft noch Fernabsatz.
    Einzige Möglichkeit Anfechtung wegen Irrtum.

  6. no comment……. nur zum allgem. Verständnis stehe ich zudem was ich sage oder geschrieben habe. Es kommt auf die jeweilige Konstellation an. Warum unser Admin „alles“ gelöscht hat, hat er ja geschrieben. Bin gerne bereit mich per PN zu unterhalten.

    Nun wieder topic zu der eigentliche Frage/sache.

    Fernkommunikationsmittel sind Kommunikationsmittel, die zur Anbahnung oder zum Abschluss eines Vertrags zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer ohne gleichzeitige körperliche Anwesenheit der Vertragsparteien eingesetzt werden können, insbesondere Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails sowie Rundfunk, Tele- und Mediendienste. Gerade beim letzten genannten gibt es ein paar Feinheiten die hier aber nicht zutreffen, da die Übersendung per Post erfolgt.

    Bei der Frage der Zulässigkeit von Telefon-, E-Mail- und Faxwerbung bleibt es bei der bisherigen restriktiven Rechtslage. Im Gegenteil: Es wird noch mehr reglementiert, denn dort, wo solche Formen überhaupt erlaubt sind, gilt das Fernabsatzgesetz natürlich auch.

    * Also bekommt der Kunde auch nach dem Telefonat spätestens mit Erhalt der Ware seine teilweise besonders hervorgehobenen Informationen auf einem dauerhaften Datenträger und wird im Telefonat belehrt – falls dies noch nicht in der Werbung erfolgte.
    * Auf Faxen ist nicht nur die ladungsfähige Anschrift des Unternehmens hervorgehoben anzugeben.
    * Grundsätzlich verlangt das Gesetz, das der geschäftliche Zweck und die Identität des Unternehmers für den Verbraucher erkennbar sein muss. Bei Telefongesprächen müssen sie zu Beginn des Gesprächs ausdrücklich offengelegt werden.

    [Quelle: RA WIENKE & RA BECKER]

    Bei dem vorgetragenen Fall fordert die Webseite zum Anruf bei dem Verlag auf. Dort erhält man höchstwahrscheinlich nähere Infos und man wird werbewirksam dahin beraten diese Unterlagen kostenpflichtig zu erwerben.

  7. hallo,

    vielen lieben dank für ihre Antwort.

    Ich werde die angeforderten Unterlagen nicht entgegennehmen bzw. zurück senden. Wie ich aber schon aus anderen Foren erfahren habe, werde ich wohl 7 € vertragsstrafe zahlen müssen, aber immer noch besser als 20€.

    Ich danke ihnen sehr für ihre Antwort auf meine Dummheit.
    MfG

  8. Mal als Beispiel hier eine Info als Parallele vom Shopbetreiber-Blog:

    Hinsendekosten beim Widerruf

    Der EuGH (Urteil v. 15.04.2010, C-511/08) entschied 2010, dass die Kosten der Hinsendung dem Verbraucher zu erstatten sind. Eine anders lautende Regelung stehe der Fernabsatzrichtlinie entgegen. Der BGH folgte anschließend der Entscheidung (BGH, Urteil vom 07.07.2010, VIII ZR 268/07).

    Shopbetreiber, die dem Verbraucher die Hinsendekosten in ihren AGB auferlegen oder diese einfach nicht erstatten, begehen einen Wettbewerbsverstoß. Folgende Klausel ist daher unzulässig:

    „Im Falle des Widerrufs hat der Verbraucher die Kosten der Hinsendung der Ware zu tragen.“

    Daher müssen auch Sie nicht die Nachnahmegebühr bezahlen, wenn der Versender die Ihnen in Rechnung stellen sollte.

    Wie schon geschrieben, spricht man von einer konkludenten Willenserklärung, wenn die Willenserklärung nicht ausdrücklich, sondern durch schlüssiges Verhalten abgegeben wird. Aber in Ihrem Fall würde ich trotzdem vorsichtshalber den Vertrag widerrufen. Auf der besagten Seite finden Sie auch eine email-Adresse. Nicht per Telefon.

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