Wechsel zu Wettbewerber

      3 Kommentare zu Wechsel zu Wettbewerber

Wechsel zu Wettbewerber

Hi,

ich arbeite seit 3 Jahren bei einem Unternehmen und habe kürzlich ein Angebot eines direkten Wettbewerbers erhalten, das ich gerne annehmen würde.

Das andere Unternehmen wurde von ehemaligen Angestellten gegründet und verfolgt zu 100% die selben Interessen / bedient die selbe Kundschaft, in den gleichen Regionen.

Ich bin hier eine „Schlüsselfigur“, weil ich in sämtliche Unternehmensstrategien eingebunden werde und auch Kontakt zu den wichtigsten Kunden unterhalte.

Allerdings befinden sich in meinem jetzigen Arbeitsvertrag KEINERLEI Wettbewerbsklauseln.

Frage: Kann der Arbeitgeber somit überhaupt etwas gegen meinen Wechsel aus rechtlicher Sicht unternehmen? Gerade unter den Vorzeichen, dass ich bei wirklich vielen (auch strategische) Geschäftsgeheimnissen involviert bin? Es wäre schon ein letztlich großer Umsatzverlust für meinen derzeitigen Arbeitgeber und ich könnte mir vorstellen, dass da alles versucht wird um mir einen Strich durch die Rechnung zu machen :-/

Wäre dankbar für eure Einschätzung.

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3 Kommentare zu “Wechsel zu Wettbewerber

  1. rechtlos

    Nach Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist darf man seinem Arbeitgeber grundsätzlich Konkurrenz machen, also auch zum direkten Mitbewerber wechseln.

    Dies ist nur dann ausgeschlossen, wenn mit dem Arbeitgeber ausdrücklich ein sog. nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart wurde.

    Dieses darf maximal zwei Jahre bestehen, während dieser Zeit muss das Unternehmen dem Mitarbeiter eine Entschädigung dafür zahlen, dass er nicht für
    Konkurrenzfirmen arbeitet. Diese Karenz muss mindestens die Hälfte der letzten Bezüge betragen.

    Quelle und mehr dazu:
    http://www.kanzleigroll.de/newslette…n.php?index=90

    Reply
  2. Immorb

    Wettbewerbsklause ist nicht relevant.

    Wenn sie eine so wichtige Position haben, dann haben sie sicher eine Verschwiegenheitsverpfichtungklausel im Vertrag.Eventuell sogar eine nachvertragliche.
    Auch wenn sie die nicht haben könnte es Probleme geben.
    Oft wird eine Pflicht zur Verschwiegenheit des Arbeitnehmers im Hinblick auf Geschäftsgeheimnisse des Arbeitgebers angenommen.(Eine Nebenpflicht des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsverhältnis.)

    Zitat:
    Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
    So darf der Arbeitnehmer auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Betriebsgeheimnisse verraten.
    Zitat Ende.
    Quelle:Finanztip.de

    Mein Tipp, lassen sie sich von einem Fachmann im Arbeits-,Vertragsrecht beraten.

    Reply
  3. rechtlos

    Daneben ergibt sich aus der Treuepflicht des Arbeitnehmers eine Geheimhaltungspflicht.

    Auch hier bedarf es keiner entsprechenden arbeitsvertraglichen Regelung (vgl. BAG 20.01.1981 AP BGB zu § 611 BGB Schweigepflicht ). Die Verschwiegenheitspflicht betrifft nicht nur ein Betriebs- und Geschäftsgeheimnis des Arbeitgebers. Vielmehr hat der Arbeitnehmer grundsätzlich auch über sonstige vertraulichen Tatsachen Stillschweigen zu bewahren (vgl. BAG-Urteil vom 09.05.1998 DB 99, 289). Insoweit muss der Arbeitgeber unseres Erachtens allerdings ein berechtigtes Interesse an der Geheimhaltung haben.

    Quelle:
    http://www.finanztip.de/recht/arbeit…reinbarung.htm

    @Immorb
    dieses ist in den meisten AV Standard und sogar extra vermerkt

    Reply

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