Urlaubsanspruch nach Kündigung (fristgerecht) als Arbeitnehmer

Urlaubsanspruch nach Kündigung (fristgerecht) als Arbeitnehmer

Hallo,

ich hab folgenden Fall:

Ich habe meine Arbeit zum 30. Juni 2011 gekündigt. Aufgrund von Resturlaub (18,5 Tage, bei uns kann der Urlaub aus dem letzten Jahr übernommen werden) und Urlaubsanspruch dieses Jahr (15 Tage; 30 Tage gesamt, d.h. 2,5 Tage pro Monat, also 15 aufs halbe Jahr) hab ich noch 33,5 Tage Urlaub. Ich hab in meiner Kündigung jetzt als „letzten“ Arbeitstag (vor Urlaub) den 10.05. angegeben (komme aus Bayern, mit allen Feiertagen im Juni passt das)

So nun hab ich 2 Fragen:
1. Bin ich im Recht, dass ich mir den Urlaub nehmen kann?

2. Ich habe auch schon gelesen, das mir nach einem halben Jahr schon der komplette Urlaub zusteht… Stimmt das?

Danke für eure Hilfe!!



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

One thought on “Urlaubsanspruch nach Kündigung (fristgerecht) als Arbeitnehmer

  1. Hallo, was du gelesen hast stimmt.
    Nach Ablauf der Wartezeit von 6 Monaten erwirbt man seinen Urlaubsanspruch.
    Mit Wartezeit ist dabei gemeint, wenn man erstmalig die Arbeit aufnimmt.
    Du bist aber schon länger dort beschäftigt.
    Allerdings hast du dir den falschen Zeitpunkt zur Kündigung ausgesucht.

    Eine in der Praxis oft nicht beachtete Vorschrift des BUrlG schreibt vor, dass man ausnahmsweise auch nach erfüllter Wartezeit nicht den vollen, sondern nur einen anteiligen Urlaubsanspruch im Umfang von einem Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Beschäftigungsmonat verlangen kann, nämlich dann, wenn das Arbeitsverhältnis in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres endet (§ 5 Abs.1 Buchstabe c) BUrlG). Das heißt, dass der letzte Tag des Bestehens des Arbeitsverhältnisses der 01. Januar oder der 30. Juni oder ein zwischen diesen beiden Tagen liegender Tag ist.

    Ein entsprechendes Beispiel findest du hier
    Handbuch Arbeitsrecht: Urlaub, Urlaubsanspruch

    Daher stehen dir nur die anteilsmäßig anrechbaren Urlaubstage zu.
    Dabei ist der Arbeitgeber verpflichtet, dir den Urlaub vor Ausscheiden zu gewähren. Diesen musst du aber erst einmal anmelden.
    Viele AG verweigern jedoch gern den Urlaubsanspruch eines Mitarbeiters der gekündigt hat, weil er zum Beispiel gebraucht wird um einen neuen Mitarbeiter anzulernen.

    Keinesfalls solltest du einfach eigenständig Urlaub nehmen. Gib einen normalen Urlaubsantrag ab und warte die zwei Wochen bis dieser zumindest stillschweigend genehmigt ist. Alles andere wäre unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz.
    Das Helferlein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.