unrechtmäsige versetzung?

      5 Kommentare zu unrechtmäsige versetzung?

unrechtmäsige versetzung?

meinem lebensgefährten(kurierfahrer) droht eine versetzung an einen minder bezahlten arbeitsplatz, infolge einer trunkenheitsfahrtVERMUTUNG seitens des auftraggebers.
er ist kurierfahrer und wurde angeblich beim einladen des kuriergutes betrunken beobachtet……
nun wird er von seinen chef (inhaber des kurierdienstes) auf eine schlechter bezahlte position gesetzt, mit der begründung, daß der auftraggeber keine fahrten aufgrund dieses verdachtes von diesem fahrer mehr wünscht.
ist das wirklich sang- und klanglos hinzunehmen? bei wem liegt die beweislast in einem solchen fall?
bitte um hilfe, dringend!

Weitere Urteile und Rechtsfragen aus dieser Kategorie


Kostenlose Rechtsfrage veröffentlichen

Kostenlose Rechtsfrage im Rechtsforum erstellenJeder braucht einmal Hilfe
Sie haben ein Problem? Sie benötigen Hilfe?
Sie sind sich noch nicht sicher ob der Gang zum Rechtsanwalt notwendig ist, weil Ihr Problem vielleicht auch einvernehmlich geklärt werden kann? Stellen Sie Ihre Frage hier kostenlos und unverbindlich online und profitieren Sie von den dann abgegebenen Kommentaren.
Hier kostenlose Rechtsfrage veröffentlichen

   Beitrags Navigation in der Kategorie


5 Kommentare zu “unrechtmäsige versetzung?

  1. Helferlein

    Hallo, eine Versetzung ist recht häufig möglich, weil viele Arbeitsverträge keine feste Arbeiststätte beinhalten. Steht allerdings im Arbeitsvertrag „beschäftigt als Kurierfahrer“ so ist dies eine feste Größe und Vertragsgegenstand, die der Arbeitgeber nicht einseitig ändern kann.
    Will er das, dann per Änderungskündigung. Ist aber nicht so einfach da er dann den Grund benennen und beweisen muss.
    Vorausgesetzt es lag keine Trunkenheit vor sollte der Versetzung widersprochen werden.
    Eine Minderbezahlung ist eh ausgeschlossen.

    Das Helferlein

    Reply
  2. Beitragsersteller

    danke. aber was passiert, wenn er ihn auf eine tour setzen will, wo eben weniger verdienst ist? mit der begründung, daß er nichts anderes hat?
    und die angebliche trunkenheit ist ja nicht mal bewiesen…….abgesehen davon, daß er nichts getrunken hatte…….

    Reply
  3. Advocatis

    Guten Tag, hier ist zunächst einmal zu prüfen, wie der Arbeitsvertrag ausschaut. Sind dort Angaben zum Verdienst enthalten, so wirken diese unmittelbar und zwingend.
    Gibt weder der Arbeitsvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder ein Gesetzt Aufschluss über die Entlohnung und Arbeitsaufwendung, so ist abermals zu prüfen, ob eine Art „Arbeitsplatzbeschreibung“ vorliegt.

    Auch die Betriebliche Übung spielt eine Rolle. Gerade hier wäre es möglich, dass eine Rotation in den verschiedenen Touren vorliegt und jeder mal ran muss. Dies würde unterm Strich ein dauerhaft erreichbares Lohngefüge darstellen.

    Treffen keine dieser Vorgaben zu, so handelt der Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts.
    Er nimmt also eine Versetzung vor, die nach § 95 Abs. 3 BetrVG die Zuweisung eines anderen Arbeitsbereiches ist.
    Bei einer Versetzung dürfen sich die Umstände des Arbeitsverhältnisses aber nicht erheblich ändern.
    Im Falle des verringerten Lohnes würde es sich um eine unrechtmäßige Versetzung handeln.

    Bevor sie sich nun aber mit dem Arbeitgeber anlegen, sollten sie neutral und unvoreingenommen überprüfen, ob nicht andere Mitarbeiter gleichwohl so eine „Versetzung“ bzw. Änderung der Tour mitgemacht haben.
    Kommen sie zu dem Schluss hier unfair behandelt zu werden und auf Dauer eine schlechtere Entlohnung zu erhalten, dann raten wir ihnen einen Fachanwalt fürs Arbeitsrecht aufzusuchen und diesen die genauen Umstände in ihrer Firma zu erklären.

    Reply
  4. Beitragsersteller

    vielen dank für die info. eventuell noch eine frage: kann man eine änderungskündigung auch im rahmen eines kleinbetriebes unter vorbehalt annehmen, und eine änderungsschutzklage einreichen? da ja ein kleinbetrieb nicht unter §2 KSchG fällt? ich habe nichts genaues erfahren können…….

    Reply
  5. Helferlein

    Autsch, da wird einem aber wirklich was zugemutet. zu Unrecht verdächtigt und dann noch auf eine andere Route gesetzt zu werden ist schon hart.
    Aber bei allem Verständnis für den Ärger, wenn es sich um einen Kleinbetrieb handelt, dann würde ich mir jeden weiteren Schritt genau überlegen, sonst liegt die Kündigung schneller im Postkasten als man sich vorstellen kann.
    Die Änderungskündigung unterscheidet dabei nicht zwischen kleinem und großem Betrieb.
    In beiden Fällen gilt, man kann eine Änderungskündigung annehmen, unter Vorbehalt annehmen und dann klagen oder sofort gegen sie angehen.
    Die damit verbundenen Folgen sind dir klar?

    Viel Glück was auch immer ihr macht.
    Das Helferlein

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.