Unpünktliche Gehaltszahlung

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Unpünktliche Gehaltszahlung

Mal angenommen, Angestellte A arbeitet für eine Personalleasinagentur X im Eventservicebereich. Die Bezahlung erfolgt stundengenau und ist somit abhängig von der Auftragslage. Aufgrund dieser Regelung kann das Gehalt natürlich nicht im laufenden Monat bezahlt werden, sondern laut Vertrag bis zum 15. des Folgemonats.

Angenommen, es ist Mitte Mai und A hat ihr Gehalt für März noch nicht bekommen (das ja laut Vertrag am 15.4. hätte eintreffen sollen), X versucht, die Lage mit unpünktlichen Zahlungen seitens der Kunden zu erklären und vertröstet A weiter.

Gibt es Rechtsmittel, von denen A Gebrauch machen kann? Wie sind die Chancen auf Erfolg?

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3 Kommentare zu “Unpünktliche Gehaltszahlung

  1. Helferlein

    Es gibt Rechtsmittel in einem solchen Fall und die Chancen stehen mehr als gut.
    Ist die Gehaltszahlung vertraglich geregelt, so hat der AG sich daran zu halten.
    Zahlen die Kunden nicht, so geht dies zu seinen Lasten.
    Bei Wiederholung und nach vorheriger Mahnung, kann der Mitarbeiter gar seine Tätigkeit verweigern.
    Einfach mal dem AG einen ordentlich ansagen.
    Das Helferlein

    Reply
  2. Bibibi

    „Ansagen“ funktioniert bei A leider nicht, haben schon viele Mitarbeiter versucht.

    Wenn sich A einen Anwalt nimmt, trägt sie dann die Kosten oder lassen diese sich auch auf den AG umwälzen?

    Reply
  3. Helferlein

    Hallo Bibibi
    Gute Nachrichten, ich habe einen tollen Artikel für dich gefunden.
    Was tun, wenn der Chef nicht zahlt – Nachrichten DIE WELT – WELT ONLINE

    Erster Schritt

    „Hat der Chef den Lohn nicht gezahlt, sollte man zuerst das persönliche Gespräch mit ihm suchen“

    Sollte klar sein, denn es kann ja auch sein, dass der Arbeitgeber gar nicht schuld daran ist, dass noch kein Geld da ist.

    Als zusätzliches Druckmittel eignet sich deshalb die Einstellung der Arbeit. Denn wenn der Arbeitgeber nicht zahlt, hat der Arbeitnehmer das Recht, seine Arbeitsleistung zurückhalten (§ 320 BGB). „Das kann er so lange tun, bis er seinen Lohn wieder erhält“

    Das wäre eine gute Möglichkeit, aber es ist zu beachten, dass man dieses dem AG anmelden sollte.
    Man sagt auch: Du hast mir für März und April keinen Lohn gezahlt, kommt dieser nicht binnen fünf Tagen auf mein Konto, bleibe ich zu Hause.
    Auf der Seite ist zu lesen, dass der Rückstand mindestens 1 1/2 des Lohnes betragen muss, damit man die Arbeit nieder legen kann.

    Nun noch zu deiner Frage bezüglich der Anwaltskosten.

    Unabhängig von einer möglichen Kündigung, kann […] der Arbeitnehmer seinen Chef vor einem Arbeitsgericht auf Lohnzahlung verklagen. Dazu braucht er keinen teuren Anwalt. Er geht zum Gericht, legt seinen Arbeitsvertrag und seinen letzten Gehaltsauszug vor, um die Lohnforderung genau beziffern und belegen zu können. Die Klage wird dem Gegner dann zugestellt, mit einer Ladung zu einem zeitnahen Gütetermin. Kommt es dabei zu keiner Einigung, gibt es dann drei bis vier Monate später den endgültigen Verhandlungstermin, in dem – wenn die Beweislage klar ist – ein Urteil verkündet wird.

    Ich hoffe das hilft dir weiter
    Das Helferlein

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