Studien- und Ausbildungsvertrag

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Studien- und Ausbildungsvertrag

Hallo,

ich bin Studentin an einer Berufsakademie (duales Studium). D.h. ich bin bei einem Unternehmen beschäftigt und habe abwechselnd Praxis- und Alademiephasen über 3 Jahre. Während der Zeit habe ich auch eine Ausbildung gemacht. Das Unternehmen zahlt alle Studiengebühren.

Ich habe eine rechtliche Frage im Zusammenhang mit meinem Arbeitsvertrag, in der eine Zusatz mit angefügt wurde, sodass ich an das Unternehmen für einen bestimmten Zeitraum gebunden bin.

In dem Studien- und Ausbildungsvertrag (1 Vertrag) wurde am Ende folgender Punkt angeführt:

Es wird zwischen der Auszubildenden/Studierenden und der Firma vereinbart, dass eine umgehende Weiterbeschäftigung nach erfolgreichem Abschluss des Studiums bei der Firma oder einem Nachfolgeunternehmen stattfindet. Sollte im direkten Anschluss an die Ausbildung von der Auszubildenden/Studierenden ein anschließender Arbeitsvertrag nicht umgehend, bzw. bis zum 31.08.2011 unterschrieben werden, die Ausbildung bis zum 31.08.2011 nicht erfolgreich bestanden oder vorzeitig durch die Auszubildende/Studierende gekündigt werden, erfolgt folgende Rückzahlungsvereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und der Auszubildenden/Studierenden:

a) bei einer Nichtverlängerung des Arbeitsverhältnisses im direkten Anschluss an die Ausbildung/Studium durch die Auszubildende/Studierende bis zum 31.08.2011 erfolgt ein unverzüglicher Rückzahlungsanspruch des Arbeitgebers gegenüber der Auszubildenden/Studierenden in Höhe der gesamten vom Arbeitgeber gezahlten Studien- und Prüfungsgebühren.
b) bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitnehmerin bis zum 31.08.2012 erfolgt ein unverzüglicher Rückzahlungsanspruch des Arbeitgebers gegenüber der Arbeitnehmerin in Höhe von 50% der gesamten vom Arbeitgeber gezahlten Studien- und Prüfungsgebühren.
c) bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitnehmerin bis zum 31.08.2013 erfolgt ein unverzüglicher Rückzahlungsanspruch des Arbeitgebers gegenüber der Arbeitnehmerin in Höhe von 1000€.

Ich habe gehört, dass eine solche Klausel nicht rechtens ist, wenn Sie nicht als Zusatzvereinbarung separat unterschrieben worden ist, sondern im Ausbildungsvertrag mit angefügt worden ist. Bzw. auch wenn nicht klar gestellt ist unter welchen Bedingungen die Wieterbeschäftigung erfolgt.

Kann mir jemand helfen und sagen, ob es wirklich stimmt, dass bei solch einer Zusatzklausel Möglichkeiten bestehen vorzeitig ohne Zahlung das Unternehmen zu verlassen.

Vielen Dank im Voraus.

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2 Kommentare zu “Studien- und Ausbildungsvertrag

  1. Immorb

    Mit wem haben sie den Ausbildungsvertrag abgeschlossen?

    Allgemein ist eine solche Klausel in einem Ausbildungsvertrag nicht zulässig.
    Nähere Infos gibt ihnen hier ihre zuständige IHK.

    Bei ihnen handelt es sich aber um ein duales Studium.
    Wer finanziert das Studium?
    Waren ihnen die Vertragsklauseln vor Vertragsabschluss bekannt?

    Allgemein:
    Solche Klauseln sind normal, ob sie gesondert vereinbart werden müssen wenn es ein duales Studium betrifft…k.A.

    Reply
  2. Merkzettel

    sehe das genauso wie mein Vorgänger. Es handelt sich hierbei nicht um eine Ausbildung sondern um ein Studium – dh. die Studiengebühren müssten vom Studierenden getragen werden. Das Unternehmen übernimmt – freundlicherweise – diese Studiengebühren komplett (was auch sehr selten ist by the way). Es ist deshalb ganz klar dass sich das Unternehmen an die „Investition“ binden will, bzw. dein Wissen an die Firma bindet, das ist völlig normal bei Übernahme von Fortbildungskosten bzw. Studiengebühren.

    Seien Sie froh, Sie haben keine Bafögschulden nach dem Studium (ich bezahle meine heute noch ab) und Sie haben im Anschluss einen sicheren Arbeitsplatz um erste Berufserfahrung sammeln zu können. Ohne Praxis bringt einem manchmal das beste Studium nichts, insofern können sie nach August 2013 mit 2 jähriger Berufserfahrung und Studium sich auf dem Arbeitsmarkt umsehen und haben sicher – je nach Studiengang – gute Erfolge…

    Reply

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