Rechts frage bei einer mitarbeiterin

      6 Kommentare zu Rechts frage bei einer mitarbeiterin

Rechts frage bei einer mitarbeiterin

Hallo ihr Lieben

Ich hoffe mir kann hier einer helfen

Ich bin 22 Jahre alt und bin seit kurzen Selbstständig.

Mein laden ist in einen Center der abschließbar ist.

Aber unsere Capri Sonnen stehen vor dem laden und da kommen wir auch schon zum Problem.

Die Mitarbeiterin hat den Capri sonnen Ständer draußen stehen lassen (nach Geschäftsschluss) und somit sind 15 Capri Sonnen verschwunden.

Nun die frage darf ich als Arbeitgeber ihr das vom Gehalt abziehen (also den Einkaufswert) ?

Der schaden ist ja durch ihr entstanden.

Weitere Urteile und Rechtsfragen aus dieser Kategorie


Kostenlose Rechtsfrage veröffentlichen

Kostenlose Rechtsfrage im Rechtsforum erstellenJeder braucht einmal Hilfe
Sie haben ein Problem? Sie benötigen Hilfe?
Sie sind sich noch nicht sicher ob der Gang zum Rechtsanwalt notwendig ist, weil Ihr Problem vielleicht auch einvernehmlich geklärt werden kann? Stellen Sie Ihre Frage hier kostenlos und unverbindlich online und profitieren Sie von den dann abgegebenen Kommentaren.
Hier kostenlose Rechtsfrage veröffentlichen

   Beitrags Navigation in der Kategorie


6 Kommentare zu “Rechts frage bei einer mitarbeiterin

  1. Advocatis

    Hallo DESTINO, herzlich Wollkommen im Rechtsforum.
    Ihre Frage ist als konkreter Einzelfall nicht zu beantworten, aber …

    Zuerst sei einmal zu überlegen was sie erreichen möchten.
    Die Arbeitnehmerin hat Mist gebaut und sie wollen erreichen, dass dies zukünftig nicht mehr passiert.
    Wir glauben nicht, dass es ihnen um den Wert der Sache geht.

    Es gäbe also zwei Möglichkeiten. Sofern das herein stellen des Ständers zu den vereinbarten Pflichten der Arbeitnehmerin gehört, also sie von ihnen angewiesen wurde diesen täglich nach Ladenschluss rein zu holen, so ist im Grunde klar, dass eine arbeitsvertragliche Pflicht nicht ausgeübt wurde.

    Die Frage ist nur, ob eine Haftung des Arbeitnehmers in Betracht kommt.
    Diese entfällt, bei leichter Fahrlässigkeit.
    Bei normaler Fahrlässigkeit tritt eine Haftungsteilung in Kraft, die sich nach dem Grad des Verschuldens und der Höhe des Schadens richtet.
    Vorsatz wäre wohl auszuschließen.

    Eine Verrechnung des Schadens mit dem Lohn der Mitarbeiterin würde kaum erzieherische Wirkung zeigen und könnte sogar das Gegenteil bewirken.
    Angemessen und vertretbar wäre hingegen das Aussprechen einer Abmahnung die den Schadenstag beinhalten und den Vorwurf darstellen muss.
    Ebenso muss darin klar zum Ausdruck gebracht werden, dass dieses Verhalten arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

    Noch mal zurück zur Frage der Haftung des Arbeitnehmers.
    Etwas aus der betrieblichen Tätigkeit zu vergessen, ist eher als einfacher Fehler anzusehen, der zu keinem Lohnabzug berechtigt. Insbesondere bei Abwägung der Schadenshöhe und der Verhältnismäßigkeit.
    Ist eine Haftung des Arbeitsnehmers gegeben, so muss dann im Einzelfall geschaut werden, wie die Begleitumstände anzusehen sind und – das ist ganz wichtig- sie müssen auch gewürdigt werden.

    Begleitumstände sind

    die objektive Gefährlichkeit der Arbeit
    die Höhe des Schadens
    die Vergütung des Arbeitnehmers
    liegt eine Arbeitgeber Versicherung vor
    Stellung des Arbeitnehmers im Betrieb
    bisheriges Verhalten des Arbeitnehmers / bisher entstandener Schaden durch ihn

    Sie sehen, ihre Frage kann so einfach nicht beantwortet werden, aber es zeigt sich auch, dass der Haftung des Arbeitgebers große Hürden vorangestellt wurden.

    Die endgültige Entscheidung müssen sie treffen, in Anbetracht der baldigen Weihnacht wäre es ein deutliches Zeichen sich als Chef / Cheffin vor die Mitarbeiter zu stellen, den Fall sachlich darzulegen, alle noch einmal darauf hinzuweisen, dass Schäden am Betriebseigentum Arbeitsplätze kosten kann und zukünftig die Verletzung der arbeitsrechtlichen Pflichten Folgen haben wird.

    Sie sind sehr jung, und könnten so viel Respekt vor allem aber Verständnis bei ihren Mitarbeiterin ernten.
    Wir hoffen ihnen damit geholfen zu haben
    Schöne Feiertage

    Reply
  2. DESTINO

    Hallo Ihr

    Vielen Dank für die schnelle Antwort

    Ja das Stimmt man sollte eigentlich als junger Mensch der so was großes macht respektiert werden,
    nur zB. die Mietarbeiterin eben nicht

    Was ich nicht erwähnt hatte sie hat selber gekündigt.

    Das war so das sie einfach zu ihrer Schicht kam ihre Sachen hin gelegt hatte und sagte ich Kündige tschüss.
    Dazu muss ich sagen die sind bei mir nur bei der Knappschaft angemeldet.
    also ohne Vertrag

    Also ich sie drauf ansprach mit den Capri Sonnen meinte Sie ja selber ich solle ihr das vom Gehalt abziehen.

    darf man das dann ?
    MFG DESTINO

    Reply
  3. Advocatis

    Hallo DESTINO
    Als unverbindliche Anwort auf ihre Frage ob sie den Einkaufswert der Capri Sonnen vom Lohn ein behalten dürfen, würden wir nein sagen.

    Etwas ganz anderes steht aber im Raum.
    Ihr Arbeitnehmerin kann nicht so einfach kündigen.
    Wir gehen davon aus, dass es sich bei dem Arbeitserhältnis um einen sogenannten Minijob handelt.
    Hier beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.
    Wann ist die Arbeitnehmerin zum letzten mal zur Arbeit erschien und wann wäre ihr regulärer nächster Einsatz?

    Wenn die Arbeitnehmerin nicht zur Arbeit erscheint, dann könnten sie ausstehende Lohnzahlungen mit den unentschuldigten Arbeitstagen verrechnen.
    Das ArbG Frankfurt Az: 9 Ca 8773/04 hat eine Vertragsstrafe von einem Monatsgehalt für angemessen gehalten, weil der Arbeitnehmer die Kündigungsfrist nicht eingehalten hat. Allerdings war diese Strafe im Arbeitsvertrag eingetragen.

    Fazit: Reisende soll man nicht aufhalten. Der gesunde Menschenverstand sagt: Mitarbeiterin ziehen lassen, den Schaden von Lohn abziehen und für die Zukunft sich bei einer Neueinstellung absichern.

    Bedeutet:
    Arbeitsvertrag erstellen
    Vertragspflichten darstellen
    Vertragsstrafe bei nicht Einhaltung der Kündigungsfristen festlegen (maximal ein Monatslohn)

    Reply
  4. DESTINO

    em ja es ist ein sogenannter minijob der nur bei der knappschaft angemeldet ist.

    em vertrag kann ich so was darf ich so was und wenn ja wie geht das was muss ich einhalten also was muss alles drin stehen und und und.

    wenn ich erlich bin ist so was neu land also verträge weil das kenne ich nur so mit ausbildung oder festenjob also vollzeit job

    Reply
  5. Advocatis

    Hallo Destino

    Mit ihrer Selbstständigkeit sind sie Rechte und Pflichten eingegangen.
    Eine Pflicht ist es, sich umfassend zu informieren. Dazu bietet die Industrie und Handelskammer IHK regelmäßig Existenzgrüner Seminare an und behandelt dort all ihre Fragen.

    Ihnen hier einen Vertrag zu erstellen, würde den Rahmen des Forums sprengen und nicht dem Sinn der Hilfe zu Eigenhilfe entsprechen.

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.