Plicht zu überstunden

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Plicht zu überstunden

Hallo,

in meinem Arbeitsvertrag steht nach Nennung des Bruttogehalts der Satz: „Überstunden werden nicht vergütet“.

Sonst wird nichts weiter zu Überstunden erwähnt, auch nicht z.B. das ich mich verpflichte bei betrieblichen Erfordernissen Überstunden zu leisten (dieses Stand bei meinem Arbeitsvertrag beim alten Arbeitgeber, dort war aber auch erwähnt, dass diese vergütet werden.

Da ich viel Kundenkontakt habe und mich um dessen Sorgen kümmere, schaffe ich es nicht immer in der festgelegten Arbeitszeit von 8 – 17 Uhr fertig zu werden.

Meine Frage ist jetzt ob ich sagen könnte „Ich lass die Arbeit liegen, da ich meine Überstunden nicht bezahlt bekomme“? oder ob ich Anspruch auf Ausgleich hab.

Angeordnet werden können die Überstunden meistens nicht, da mein Vorgesetzter meisten nicht mehr da ist und ich um 14 Uhr auch noch nicht sagen kann, wie viel ich noch zu arbeiten habe. Das was ich abzuarbeiten habe, kommt in unregelmäßigen Abständen und Menge.

Hab eine 40 Stunden/Woche.

Ich danke schonmal im Vorraus.

Einen schönen Abend noch.

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Ein Kommentar zu “Plicht zu überstunden

  1. Helferlein

    Hallo, es gibt durchaus die Möglichkeit in einem Arbeitsvertrag ein pauschales Monatsgehalt fest zu legen und dabei zu regeln, dass Überstunden mit diesem Entgeld abgegolten sind.
    Überstunden Freizeitausgleich Rechtsanwalt Arbeitsrecht
    Dies bezieht sich aber eher auf leitende Angestellte, die zudem nicht dem Arbeitszeitgesetz unterliegen.

    Für dich dürfte eher ein Urteil vom BAG interessant sein.

    Häufig liest man in Arbeitsverträgen, dass geleistete Überstunden pauschal mit dem Gehalt abgegolten sind. Eine Klausel im Arbeitsvertrag, wonach Überstunden generell und unbegrenzt mit dem Gehalt abgegolten sind, ist unwirksam. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) bestätigt, BAG, 1.9.2010, 5 AZR 517/09. In der Urteilsbegründung deutete das Gericht auch an, dass bei einem Vollzeitarbeitsplatz mit regulär 40 Stunden/Woche unbezahlte Überstunden bis zur gesetzlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden/Woche zulässig sind. Die Abgeltungsklausel für Überstunden im Arbeitsvertrag darf demnach bis zu 20 % der vereinbarten Arbeitszeit umfassen. Allerdings muss hier stets ein angemessenes Verhältnis bestehen.

    Quelle: Arbeitsvertrag Teil 7: Überstunden, Vergütung

    oder

    Enthält der Arbeitsvertrag eine Klausel, nach der Überstunden mit dem normalen Gehalt abgegolten sind, besteht kein zusätzlicher Vergütungsanspruch. Ähnliches gilt, wenn laut Vertrag Überstunden in Freizeit ausgeglichen werden sollen. Dann kann aber ein „Abbummeln“ gefordert werden.

    Allerdings vereinbaren rechtlich unerfahrene Arbeitgeber gerne: „Alle Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“. Eine solche Regelung ist komplett unwirksam. Denn sie erfassen auch Situationen, in denen ein Arbeitnehmer regelmäßig eine erhebliche Zahl von Überstunden leisten muss und mit der pauschalen Abgeltung faktisch sein normaler Stundenlohn erheblich herabgesetzt wird.

    Quelle: Überstunden ohne Vergütung

    Wenn du also eine Arbeit verrichtest, die man nicht als „Diensten höherer Art“ bezeichnen kann, dann ist in meinen Augen die Klausel im Arbeitsvertrag unwirksam.

    Das Helferlein

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