Mein Arbeitgeber versucht mich zur Kündigung zu bewegen!

Mein Arbeitgeber versucht mich zur Kündigung zu bewegen!

Ich arbeite nun seit 4 Jahren in einem großen Elektrohandelsunternehmen. Seit 3 Jahren besetze ich die Position einen Bereichsleiters.
Bis Anfang diesen Jahres war die Geschäftsleitung mit mir sehr zufrieden,
was auch aus Protokollen von Bewertungsgesprächen hervor geht.
Anfang des Jahres wurde ich allerdings über einige Unregelmäßigkeiten aufmerksam,
welche sowohl die Forderung von Überstunden des Arbeitgebers als
auch die lt. Arbeitgeber „übertarifliche“ Gehaltseinstufung betrifft.
Ich wies den Arbeitgeber auf diese Unregelmäßigkeiten hin und
beschränkte meine Überstundenleistungen auf ein für mein Empfinden notwendiges Maß.
Der Arbeitgeber ließ daraufhin im Juni in einem Einzelgespräch bereits verlauten,
ob eine Trennung eventuell sinnvoll wäre. Dies wiederholte er dann im September.
(Immernoch ohne auf meine getätigten Hinweise in irgendeiner Form gezielt zu antworten)
Auch dazwischen gab es mehrfach Vorfälle, bei denen meine Kompetenz übergangen wurde z.B. bei der Verplanung meiner Mitarbeiter für andere Abteilungen als auch
Umbauten innerhalb meines Verantwortungsbereiches.
Nach dem 2.Gespräch im September wurde ich von meinem Hausarzt auf Grund der Stressbedingten Symptome wie Schlafmangel, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit krankgeschrieben.
Die Geschäftsleitung übergab mir bei meiner Rückkehr aus dem Krankenstand eine
„Arbeitsanweisung“ mit der Sie mich auf einen normalen Mitarbeiter zurückstufen wollte.
Gegen diese Anweisung legte ich Einspruch ein, welche dann auch zurückgezogen wurde.
Allerdings mit der Aussage, dass der Arbeitgeber eine weitere Ausübung der entsprechenden Tätigkeiten eines Bereichsleiters durch meine Person nicht zu lassen könne, da in der Vergangenheit mehrfach und trotz entsprechender Kritik meine Wahrnehmung dieser Tätigkeit zu Wünschen übrig gelassen hätte. Ausserdem nehme man das Diskretionsrecht in Gebrauch und lasse mich meine Tätigkeit nur unter Begleitung des Verkausleiters ausüben.
Nun zu meinen Fragen:
1. Wie kann ich mich gegen diese Behauptung der Mangelhaften Ausübung meiner Pflichten wehren, zu mal es keinerlei Belege in Form von Abmahnungen oder Gesprächsprotokollen gibt, die dies untermauern?
2. Gibt es eine Möglichkeit gegen diese Diskretionsrecht-Auslegung vorzugehen,
da hier ganz deutlich erkennbar ist, dass dies nur genutzt wird um meine Person unter Druck zu setzen und dem Begriff Mobbing sehr nahe kommt?

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5 Kommentare zu “Mein Arbeitgeber versucht mich zur Kündigung zu bewegen!

  1. Schlappeseppel

    Hallo,

    etwas schwierig das Ganze zu beurteilen. Was steht genau in Ihrem Arbeitsvertrag ? Aufgrund Ihrer Krankheit ist der AG der Meinung, dass Sie für die Position eines Bereichsleiters nicht mehr geeignet sind. Wie ist das mit den „üblichen“ Überstunden geregelt ?

    Ich würde das mit einem Fachanwalt besprechen. Sie haben ersteinmal gute Karten, da Sie nicht schriftlich auf die Situation hingewiesen wurden. Aber der AG kann Sie jederzeit aus den berühmten „organisatorischen“ Gründen kündigen. Das Ganze -wie ich das sehe- ist bei Ihnen ziemlich verfahren. Ein gesundes Arbeitsklima werden Sie wohl nicht mehr erreichen. Die Frage Ihrer Kündigung ist in meinen Augen, nur noch eine Frage der Zeit. Ein offizielles Einschalten eines Anwaltes wird für Sie mobbing und noch mehr Stress bedeuten. Haben Sie schoneinmal darüber nachgedacht den AG zu wechseln ?

    Reply
  2. Anonymous

    Ursprünglich war der Arbeitsvertrag so formuliert,
    dass jegliche anfallenden Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind.
    Allerdings gab es im September letzten Jahres ein Urteil
    des Bundesarbeitsgerichtes welches eine solche allgemeine Formulierung
    untersagt und bestehende Verträge mit derartigen Klauseln als nichtig erklärt.

    (Dies war zB ein Hinweis den ich dem AG zu kommen lassen habe und
    welche der AG bis heute nicht beantwortet hat.)
    (Zum Verständis: zu den bereits genannten Hinweisen an den AG,
    steht eine nachträgliche Vergütungsforderung von knapp € 40.000,- im Raum)

    Es geht auch nicht um übliche Überstunden, z.B. eines hohen Kundenaufkommens
    sondern um willkürlich pro Woche angewiesene 10 Stunden
    und gleichzeitig der Anweisung Mitarbeiter der Abteilung früher nach hause zu schicken.

    Einer Kündigung aus organisatorischen Gründen fehlt nach meiner Interpretation der Halt,
    da meine Stelle weiterhin bestehen bleibt und nur neu besetzt werden soll.
    Auch eine Auflösung der abteilung oder Eingliederung in eine Andere Abteilung ist nicht möglich,
    da es sich hierbei um bundesweit umgesetzte Eingruppierungen handelt
    und deshalb eine Änderung nur in Veränderung mit der bundesweiten Handhabung möglich wäre.

    Ich stimme Ihnen zu, dass ein gesundes Arbeitsklima nichtmehr möglich ist.
    Ich befinde mich bereits auf der suche eines neuen AG,
    allerdings geht dies nicht von heute auf morgen
    und eine Kündigung von meiner Seite kann der AG nur erwarten,
    wenn ich einen neuen Arbeitsplatz gefunden habe.

    Für mich stellt sich die Situation aktuell so dar,
    dass der AG versucht mich zur Kündigung zu bewegen um
    einer entsprechenden Kündigungsschutzklage
    und der Zahlung einer Abfindung zu entgehen.

    Haben Sie eventuell Ratschläge,
    wie ich mich verhalten kann/sollte
    bzw wie ich mich gezielten eingriffen
    und Behinderungen in mein Arbeitsumfeld erwehren kann?

    Reply
  3. Schlappeseppel

    Ok,

    was Sie schreiben klingt vernünftig und entspricht auch so meinem Gedankengang. Bei 40.000 Eur zzgl. Abfindung stellt sich für mich keine Frage einen Anwalt einzuschalten. Aber das hätte auch noch Zeit, bis Sie einen neuen Job gefunden haben. Dann würde ich mit aller Macht gegen den AG vorgehen. Aber gut die Augen und Ohren offen halten, um ggf. dann sofort einen Anwalt einzuschalten.

    Beissen Sie halt in den sauren Apfel und machen gute Mime zum bösen Spiel. Gehen Sie in gewissen Sachen taktisch vor. Emotionale Handlungsweisen sollten Sie versuchen zu unterdrücken. Es geht bei Ihnen um viel Geld.

    Vielleicht sollten Sie trotzdem schoneinmal vorweg sich mit einem Anwalt -zwecks Verhaltensweise- unterhalten. So ein Aufklärungsgespräch kostet in der Regel 160 eur. Das wäre mir es wert.

    Reply
  4. Ratgeber Recht Gast

    Ich bitte zu bedenken, dass der neue Arbeitgeber eventl. Nachforschungen beim alten Arbeitgeber über die wirklichen Kündigungsgründe durchführt.
    Nachforschungen, von denen der Mitarbeiter, welcher die Firma wechselt, eventl. nie etwas erfährt.
    Was wird der alte AG dem neuen AG wohl erzählen, wenn man in „Feindschaft“ auseinander geht.
    Wem wird der neue AG mehr glauben ?

    PS: es gibt zwar solche Bewertungsportale,
    allerdings fast alle mit Angabe einer Emailadresse
    oder ähnlichem und somit nicht mehr Anonym!
    Die Aussage war auch mehr auf eine staatlich geförderte
    Plattform bezogen, die auch allen AG und AN
    bekannt ist und entsprechend genutzt
    und veröffentlich wird.

    Reply

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