Kündigung in „beiderseitigem Einvernehmen“

Rechtsfrage mit Lösung zur Kündigung in „beiderseitigem Einvernehmen

Ich habe ein großes Problem aus dem ich im Moment keinen Ausweg sehe. Das Problem ist, dass ich gekündigt wurde, aber in dem Kündigungsschreiben steht das es in beiderseitigem Einvernehmen geschah. Ich habe allerdings nie etwas in der Art unterschrieben.

Kündigungsgrund Handykarte ohne Bezahlung verkauft

Als eigentlichen Kündigungsgrund wurde mir (heute telefonisch) gesagt, dass es auch daran lag, dass ich eine Handykarte zuvor ohne Bezahlung raus gegeben hätte, was der Vorgesetzte bei dem Kunden ständig gemacht hatte.
Ich habe mir dabei also nichts weiter gedacht, und habe ebenfalls so verfahren. Der Kunde bezahlte noch nachträglich.

Kündigung im gegenseitigem Einvernehmen beugt Anzeige vor

Als ich mit meinem ehemaligen Arbeitgeber telefonierte, sagte er er wollte mit dem gegenseitigem Einvernehmen das ganze „unter den Tisch fallen lassen“ und wenn er schreiben müsse das er gekündigt hat, dann würde das wegen der Handykarte eine Anzeige nach sich ziehen.

Fragen zur Kündigung im beiderseitigem Einvernehmen

  • Was soll ich tun?
  • Was kann bei einer Anzeige auf mich zukommen?

Aufhebungsvertrag statt Kündigung

Eine Kündigung hat immer Nachteile für den Arbeitnehmer. Sowohl für die berufliche Zukunft als auch beim Anspruch auf Arbeitslosengeld. Bei einer selbst verschuldeten Kündigung kann das Arbeitsamt die Sozialleistungen kürzen oder gänzlich einfrieren. Daher einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gern in einem Aufhebungsvertrag auf eine Kündigung im beiderseitigem Einvernehmen.

Der Aufhebungsvertrag kennzeichnet einen Vertrag, durch den im
beiderseitigem Einvernehmen ein anderer Vertrag aufgelöst wird. Vor allem im Arbeitsrecht findet der Aufhebungsvertrag breite Anwendung. Gemäß § 623 BGB muss dieser jedoch immer schriftlich fixiert werden.

Der Arbeitnehmer sollte den Aufhebungsvertrag vor der Unterzeichnung gründlich prüfen, da es kein gesetzliches Widerrufsrecht gibt und der Vertrag in aller Regel nicht rückgängig gemacht werden kann.

Wird allerdings ein Arbeitnehmer zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages gedrängt, kann er unter bestimmten Voraussetzungen den Vertrag anfechten (§ 123 BGB). Dann gilt der Arbeitsvertrag weiter.

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