Kündigen oder kündigen lassen?

      1 Kommentar zu Kündigen oder kündigen lassen?

Kündigen oder kündigen lassen?

Hallöle,
ich forsche schon seit geraumer Zeit in diversen Foren, bin aber noch nicht fündig geworden. Deshalb frag ich jetzt hier:

Also: AN begann seine Ausbildung 2006 und schloss 2009 ab. war dann 2 Monate arbeitslos und wurde wieder eingestellt. Zunächst befristet und ab Februar 2010 unbefristet. AN wurde am vom AG am 11.08. mitgeteilt, dass es für AN „keine Zukunft mehr in der Firma gibt“, es war aber noch nicht von Kündigung die Rede. AN hat daraufhin eine Depression bekommen und wurde krank geschrieben.

Am 07.09. fand dann ein Gespräch zwischen AN und AG statt. AG bot AN selbst zu kündigen um „einen sauberen Lebenslauf zu haben“ zusätzlich soll AN noch 2 1/2 Bruttogehälter bekommen falls er selbst kündigt.

Nun meine Fragen. Der AG macht das doch sicher nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit. Wenn AN selbst kündigt fällt er doch unter die Sperrfrist und ist nicht krankenversichert. Ist das richtig??

Kann AN die Sperrfrist umgehen, indem er beim Arbeitsamt auf Härtefallregellung plädiert wegen seiner Depression???

ISt es ratsam das Angebot vom AG anzunehmen oder lauern noch andere Gefahren? Muss diese „Abschlusszahlung“ versteuert werden?

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Ein Kommentar zu “Kündigen oder kündigen lassen?

  1. Anonymous

    ich würde Ihnen raten eine Kündigung ihres AG ab zu warten, denn sonst riskieren Sie eine Sperrfrist beim Arbeitsamt.Bei Kündigung durch den AG und einer Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht muss der AG eventuell pro Betriebszugehrigkeitsjahr ein 1/2 Gehalt zahlen, das wäre in jedem Fall mehr als Ihr AG jetzt anbietet.
     
    Klicken Sie auch dieses zum Punkt Sperrzeiten an:http://dejure.org/gesetze/SGB_III/144.html
    Was man denkt und was stimmt sind leider zwei Paar Stiefel. Ich behaupte bis zum Beweis des Gegenteils, dass die vorgelagerte Ausbildungszeit allein schon aufgrund der Unterbrechnung nicht angerechnet wird. Einzelvertragliche Regelungen und Tarifverträge mal außen vor.Im Übrigen gibt es per se keinen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung. Der dabei oft zitierte 1a des KschG gibt genaue Kriterien vor:
     
    § 1a Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung(1) Kündigt der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Erfordernisse nach § 1 Abs. 2 Satz 1 und erhebt der Arbeitnehmer bis zum Ablauf der Frist des § 4 Satz 1 keine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, hat der Arbeitnehmer mit dem Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf eine Abfindung. Der Anspruch setzt den Hinweis des Arbeitgebers in der Kündigungserklärung voraus, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann.(2) Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.
     
    Hervorhebung durch mich.
    Die Betriebszugehörigkeit ist in der Regel im MTV geregelt. Dort heisst es oft ohne Unterbrechung. Die Ausbildungszeit zählt zur Betriebszugehörigkeit wenn wenn man im unmittelbaren Anschluss an ein Ausbildungsverhältnis ein Arbeitsverhältnis eingeht.

    Wenn kein TV vorhanden sein sollte, das BAG setzt den Zeitraum, ob oder ob nicht, ein ununterbrochenes Beschäftigungsverhältnis vorliegt bei ca. 6 Wochen an. Da ein Ausbildungsvertrag aber |=Arbeitsvertrag ist…, tja dafür gibt es Anwälte. Wobei was die Abfindung betrifft, nunja glaube kaum das ein Arbeitsgericht mehr veranschlagen würde. Der TE arbeitet erst ein Jahr „voll“. Nach der „Standardformel“ wenn man die Azubizeit anrechnen wollte 4x 0,5 Brutto AG bietet 5×0,5 Brutto. Aber selbstredend niemals nicht selbst kündigen ohne vorher alles mit einem Anwalt oder GW-Sekretär besprochen zu haben.

     

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