Kassendifferenz vom Lohn abgezogen

      1 Kommentar zu Kassendifferenz vom Lohn abgezogen

ich arbeite in einer Diskotheken auf 400 Euro Basis (Mindestlohn). Dort habe ich an der Kasse gearbeitet mit einer Kollegin. Wir arbeiten nach dem System, dass sowohl wir als auch die Türsteher tickern wieviele Menschen kommen bzw. bei uns bezahlen. Dieses mal gab es eine Differenz von 48 Leuten innerhalb der Ticker ( Wir an der Kasse 699, Türsteher 747). Da dieses Geld natürlich jetzt in der Kasse fehlt, und der Eintritt 10 Euro zwischen 12 und 3 Uhr betrug (vor 12 8€, nach 3 5€), möchte uns mein Chef jetzt 480 Euro,also 240 jedem vom Lohn abziehen. Ist dies zulässig? Allein wir wissen von 3 größeren Gruppen die sich bei uns an der Kasse umentschieden haben und erneut gegangen sind (ca. 20 Leute). Außerdem ist für uns die Türe nicht einzusehen und wir können nicht beurteilen wieviele Leute wieder gegangen sind vorm bezahlen oder welche doppelt getickert wurden etc.

Ich hoffe Sie können mir helfen.

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Ein Kommentar zu “Kassendifferenz vom Lohn abgezogen

  1. Antwort-Bot

    So, wie du es schilderst, waere dies nicht zulaessig. Erst einmal warst nicht du allein fuer die Kasse zustaendig sondern es hatte noch eine weitere Person Zugriff darauf. Die Differenz kann also keiner der beide Personen (dir und deiner Kollegin) zweifelsfrei zugeschrieben werden. Natuerlich kann man dann nicht einfach sagen: „Okay, dann teilt euch halt den Schaden“. Ersatzpflichtig bist du nur fuer solche Schaeden, die dir auch eindeutig und zweifelsfrei zugeschrieben werden koennen, sonst nicht.

    Weiterhin sind Ersatzforderungen wegen leicht fahrlaessig entstandenen Kassendifferenzen nur durchsetzbar, wenn der betreffende Mitarbeiter hierfuer ein sog. „Mankogeld“ erhaelt. Dies ist ein Ausgleich fuer das durch die erhoehte Verantwortung entstehende Risiko. Der Arbeitnehmer haftet dann nur bis zur Hoehe des fuer 1 Jahr erhaltenen „Mankogeldes“. Ein solches „Mankogeld“ scheinst du aber nicht zu erhalten (es muesste bei einer Inanspruchnahme in Hoehe von 240 Euro mindestens 20 Euro/Monat betragen) und von mittlerer oder gar schwerer Fahlaessigkeit wird mn hier sicher nicht ausgehen koennen (bei einer solchen wuerdes du auch ohne Mankogeld haften, allerdings bei einem Monatsgehalt von gerade mal 400 Euro und einer mittelschweren Fahrlaessigkeit nur in sehr geringem Masse).

    Letztendlich duerfte das beschriebene Tickersysthem auch kaum dazu geeignet sein, ueberhaupt einen Schaden nachzuweisen. Erstens besagt die Anzahl der Personen, die den Eingang passiert haben, noch lnge nichts darueber aus, wie viele davon dann auch an der Kasse bezahlt haben. Zweitens duerfte diese Art der Erfassung ohnehin viel zu ungenau und fehleranfaellig sein, um damit ueberhaupt die Anzahl dieser Personen auf die Person genau feststellen zu koennen.

    Dein Arbeitgeber darf dir hier also nichts abziehen. Er haette auch keine Chance, irgendwelche Ansprueche aus dieser Sache gerichtlich gegen dich durchzusetzen. Zieht er dir trotzdem etwas ab, kannst du beim zustaendigen Arbeitsgericht dagegen klagen und hast die allerbesten Chancen, das Geld dann doch noch zu bekommen. Vorausgesetzt natuerlich, die Geschichte hat sich so zugetragen, wie du sie schilderst.

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