Handyzwang und gleichzeitig Beteiligung für Privatgespräche?

Handyzwang und gleichzeitig Beteiligung für Privatgespräche?

Szenario: der Arbeitgeber verpflichtet den Arbeitnehmer dazu, ein Firmenhandy zu tragen, um besser erreichbar zu sein. Gleichzeitig erlaubt der Arbeitgeber dem Arbetnehmer, vom Diensthandy aus Privatgespräche zu führen, verlangt aber dafür einen monatlichen Betrag – aus steuerlichen Gründen (geldwerter Vorteil).

Nun will der Arbeitnehmer das Diensthandy aber vom Privathandy trennen – man will ja nicht während der Arbeit von Privatanrufen belästigt werden, und umgekehrt gibt es auch Zeiten, in denen man zar private Anrufe, aber keiine geschäftlichen annehmen möchte.

Der Arbeitgeber weigert sich mit der Begründung, dass eine Überprüfung der ausschließlich dienstlichen Nutzung des Handys zu aufwändig wäre. Sprich: der Arbeitnehmer zahlt beides, den Obulus für das Geschäftshandy und die Gebühren für das private Handy.

Zulässig oder nicht? Bitte nachvollziehbar mit Paragraphen begründen, eine reine Meiunungsäußerung moralischer Natur hilft nicht weiter.

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2 Kommentare zu “Handyzwang und gleichzeitig Beteiligung für Privatgespräche?

  1. Helferlein

    Hallo, ich kann dir nicht sagen ob es sich hierbei um eine Meinungsäußerung moralischer Natur handelt, fakt ist aber, dass dein Arbeitgeber wohl falsch informiert ist.

    Seit dem Kalenderjahr 2000 müssen Arbeitnehmer die Vorteile aus der privaten Nutzung von „betrieblichen” Telekommunikationsgeräten und Personalcomputern (Handy/Laptop) nicht versteuern. Die steuerlichen Vorteile können von allen Arbeitnehmern – also auch GmbH-Geschäftsführern oder geringfügig Beschäftigten – in Anspruch genommen werden.

    Quelle: Dierkes Partner Newsletter – Wirtschaftsprüfer – Steuerberater – Rechtsanwälte – Wirtschaftsprüfung – Steuerberatung – Rechtsschutz – Hamburg – Sozietät – Hafen – Klagen – Prozeß – Steuern – Überseehaus

    Ebenso hier zu finden: Seit dem Kalenderjahr 2000 müssen Arbeitnehmer die Vorteile aus der privaten Nutzung von „betrieblichen” Telekommunikationsgeräten und Personalcomputern (Handy/Laptop) nicht versteuern. Die steuerlichen Vorteile können von allen Arbeitnehmern – also auch GmbH-Geschäftsführern oder geringfügig Beschäftigten – in Anspruch genommen werden.

    Bedeutet für mich, der Arbeitgeber gibt dir ein Diensthandy und erlaubt das private Telefonieren. Dafür will er eine Gebühr haben, die er aus – seiner Meinung nach steuerlichen Gründen braucht.
    Da dem so scheinbar nicht ist, kann er zwar wohl dir ein Diensthandy aufbrummen, eine Pflicht zur Nutzung zu privaten Gesprächen gibt es aber im Gesetz nicht. Zudem auch keine Verpflichtung, zur dauernden Bereitschaft, siehe Arbeitszeitgesetz.
    Keine Pflicht, Sklave seines Handys zu sein – Arbeitsrecht – derStandard.at
    Denn hierbei handelt es sich um den Begriff der Rufbereitschaft.

    Jetzt kommt bei dem Szenario noch die Fragen zur Geltung, Leitender Angestellter, AT-Mitarbeiter und ob es einen Betriebsrat gibt.
    Das Direktionsrecht des Arbeitgebers erstreckt sich nur auf die Arbeitszeit.

    Das ist was ich so gefunden habe.
    Das Helferlein

    Reply
  2. Ratgeber Recht Gast

    Super Antwort, vielen Dank! War genau das, was ich suchte, und definitiv besser, als sich durch einzelne Paragraphen und Urteile wühlen zu müssen.

    Dankeschön!

    Reply

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