Gekündigt und gemobbt

Gekündigt und gemobbt

Hallo,

Ich fang mal ganz von vorne an und versuche es so genau wie möglich zu schildern. Vorab Entschuldigung das ich so einen riesen Text schreibe

Am 11.01.2011 fing ich bei einer Kunststoffverarbeitenden Firma an und wurde dort mit einem Jahrevertrag eingestellt.Zuvor hatte ich meine Ausbildung beendet und war 2 Jahre bei der Bundeswehr.
Die ersten 3 Monate war eigentlich alles spitze.Die Arbeit war super und abwechslungsreich und ich kam mit allen super klar.
Kurz vor mir fing ein Bekannter auch dort an und wurde nach etwa 4 Monaten einfach so obwohl er nachweißlich nichts getan hatte gekündigt.

Danach fingen dann die Probleme an.
Ich musste mich natürlich nach den 2 Jahren Bundeswehr einarbeiten und machte auch durch die fehlenden Kenntnisse diverse kleine Fehler die mir mein Chef sofort aufs Brot schmierte.
Ich bekam einen Schlüssel für Alarmanlage und Haupttor.
Als ich morgens zur Frühschicht erschienen bin hab ich wie gewohnt das Tor geöffnet und bin in die Firma und alle Maschinen anzustellen und für die Schicht vorzubereiten.
Diese Zeit von etwa 2 Minuten jeden Tag habe ich freiwillig und unentgeldlich in Kauf genommen.
Kaum war der Chef da zerrte er mich zum Tor und machte mich an “ Wie blind gehst du denn durchs Leben du Idiot , kannst ja nicht mal das Tor richtig einrasten lassen“
Dazu ist zu sagen das ich das Tor wohl nicht richtig in den Haken geklemmt hatte und es nachdem ich durch gefahren bin, ohne das ich es gemerkt habe wieder ein Stück zugefallen war.

Nach und nach häuften sich die Probleme. Er machte mich für Dinge verantwortlich die ich nicht getan habe.
Im Materiallager stehen unsere Paletten mit Kunststoffgranulaten. Diese hat der Chef bevor ich dort anfing zu arbeiten mit den Gabeln des Staplers durchstochen und es rieselten mehrere Kilo auf den Boden. Natürlich war ich seiner Meinung nach derjenige der dies getan haben soll.
Ich habe in der Frühschicht eine halbe Stunde Pause. Diese halbe Stunde habe ich aber nicht komplett genommen sondern nur knapp 20 Minuten da ich noch viel zu tun hatte.
In einer ruhigen Minute bin ich dann in den Pausenraum und habe eine Zigarette geraucht.
Da hat der Chef gesehen und mir dann Nachmittags die erste Abmahnung auf der Tisch gelegt in der dieser Vorfall unter anderem geschildert wurde mit den Hinweis das er sich entsprechende Lohnkürzungen vorbehält.
Ich habe versucht die Situation zu erklären und wie oben geschrieben darauf hingewiesen das ich nicht die vollen 30 Minuten Pause gemacht habe und auch noch mal deutlich gemacht das ich täglich 2 Minuten ohne Bezahlung vor der Schicht arbeite. Ich sagte ihm das ich es etwas überzogen finde deswegen dirket eine Abmahnung zu schreiben.
Ich habe diese jedoch auch nich unterschrieben da ich der Ansicht bin das diese nicht rechtens sein kann.

Anscheinend hat es ihm nicht gefallen das ich ihm widersprochen habe und es folgten Abmahnung Nummer 2 und 3.
Nach einem kurzen Gespräch sagte er mir das er die 1 Abmahnung für nicht mehr gültig erklärte. Ich habe auch zuvor mit meinem Anwalt gespochen und ihn darauf aufmerksam gemacht das ich diese nicht unterschrieben habe und er sagte mir Gesetz dem Fall es würde nicht der gesamte Lohn überwiesen er sich mit ihm in Verbindung setzt.
Allerdings ist das nie eingetreten.
Wie dem auch sei er machte mich seit der ersten Abmahnung ständig für kleiner Fehler an und rief mich erneurt in sein Büro.
Nun wollte er erneut eine Unterschrift das ich die Abmahnung 1 und 2 ( die, die nach der ersten nicht gültigen gesvhrieben wurden) da er dort noch diverse Daten eingefügt hatte wie Zeit und Datum.
Ich habe ihn erneut darauf hingwiesen das die angegebenen Sachverhalte so nicht der Wahrheit entsprechen, das ignorierte er aber mit dem Hinweis das ich es ja ausserdem verweigern würde das ich morgens die Maschinen nicht anstelle wenn ich keine Zigarettenpause am Mittag bekomme.
Ich versuchte mehrmal zu erklären das ich das so niemals gesagt habe, aber auch das wurde ignoriert. Jetzt schaltete sich auch noch der Junior Chef ein der beim damaligen Gesprächnicht dabei war und mir weiß machen wollte das ich es genau so gesagt hätte.
Lange rede kurzer Sinn, nun haben sich Junior und Senior gegen mich verbündet und versuchen mir den Tag schwer zu machen. Prangern alle Fehler die ich mache an und setzen sich zusammen und überlegen weswegen sie mir die nächste Abmahnung geben können so geschehen am gestrigen Tag.
Ich wurde zum 3ten mal abgemahnt (innerhalb von rund 1,5 Monaten) und mir wurde zum Vorwurf gemacht einen Produktionsausfall von 4 Stunden und somit 200€ Schaden entstanden sei. Kurz zum Sachverhalt dieses Vorwurfs.
Ich habe die größte Maschine umgebaut die in der Firma steht , habe aber keine neue Form mehr eingebaut da sich der Junior nicht sicher war ob und wann der nächste Auftrag kommt.
Um viertel nach 1 kam der Junior und sagte mir das cih noch schnell die Maschine umbauen soll.
Der Umbau dauert in der Regel 1 Stunde.Ich versuchte also mich zu beeilen und vergaß den Trockner für das Materal anzustellen. Was ich daber dirkekt nach dem Umbau um 13.45 uhrGetan habe.
Leider wusste ich nicht das sich am besagten Trocker 2 Klappen für Zu- und Abluft befinden da alle anderen Trocker nur eine Klappe hatten.
Das ende von Lied war das, dass Material noch feucht war und somit die Maschine nicht angefahren konnte.

Ich habe seit der ersten Abmahnung merkbar abgebaut sprich 7 Kilo abgenommen.
Ich bin nur 1,70cm groß und wiege nun weniger als 60 Kilo.Ich schlafe nachts schlecht und leben in der ständigen Angst Fehler zu machen da der Chef einen imensen Druck auf mich ausübt.
Heute wurde ich wieder in sein Büro gebeten und er bat mich die Kündigung zu unterschreiben.
Wie gewünscht unterschrieb ich die Kündigung.

Nun zum eigentlichen.
Ich habe sehr große Angst das mir mein Chef nun ein schlechtes Arbeitszeugniss schreibt. Gegen die Kündigung möchte ich nicht vorgehen da ich auf der einen Seite froh bin da nun bald endlich wegzukönnen.
Allerdings denke ich das die Chef´s mich nun noch mehr an- und fertigmachen. Sollte ich zum Arzt gehen und ein Psycholgisches Gutachten erstellen lassen? Um mich so den Rest der Zeit krank schreiben zu lassen.
Wie gehen ich am besten vor um mir nicht noch mehr Ärger einzuheimsen? Ich habe mir auch mal die Defintion von Mobbing durchgelesen und eine gefunden die in 45 Punkten schildertwas genau Mobbing ist.

Von den besagten 45 Punkten treffen folgende zu:

-Der Vorgesetzte schränkt die Möglichkeiten ein, sich zu äußern.
-Man wird ständig unterbrochen.
-Anschreien oder lautes Schimpfen.
-Ständige Kritik an der Arbeit.
-Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten.
-Man wird „wie Luft“ behandelt.
-Man beurteilt den Arbeitseinsatz in falscher oder kränkender Weise.
-Man gibt dem Betroffenen Arbeitsaufgaben, die seine Qualifikation übersteigen, um ihn zu diskreditieren.
-Man stellt die Entscheidungen des Betroffenen in Frage.
-Schriftliche Drohungen ( in Form der Abmahnungen)
-Kontaktverweigerung durch Andeutungen, ohne daß man etwas direkt ausspricht.
-Man spricht nicht mehr mit dem Betroffenen.

Und jetzt die Frage was sage ich einem neuen Arbeitgeber? Soll ich den Sachverhalt des Mobbings schildern ?

Danke vorab für Antworten.



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