Frage zu Definition, Bedeutung: Gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?

Frage zu Definition, Bedeutung: Gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?

Hallo und eine Frage an Wissende,

gibt es irgendwelche Abweichungen von der gesetzlichen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder was bedeutet das genau.

Kurz zu den Fakten:

Ich arbeite schon seit 5 Jahren für meine AGin, mit AV, voll versteuert und sozialversicherungspflichtig.

Da meine AGin selbst nicht mehr in der Lage ist, ihre Geschäfte zu tätigen (schwertstdement), ist ein Anwalt über Vormundschaftsgericht, zur Übernahme der Geschäfte bestallt worden.
Das beinhaltet auch unsere Anstellung und die Gehaltszahlung an uns.

Ich bin, u. A., als Pflegerin der demente Dame (AGin) in ihrem privaten Umfeld angestellt und eine Dienstschicht beträgt 5 Tage X 24 Stunden = 120 Stunden und das 2 mal im Monat = 240 Stunden. 5 Tage Dienst, 10 Tage frei. D. h. wir müssen über Nacht bleiben und dürfen uns aber für die Dauer des Dienstes mitverpflegen.

Dadurch, dass wir bei/für eine(r) Privatperson angestellt sind und keine examinierten Altenpfleger sind, weil die vermehrte Pflege erst im Laufe der Zeit nötig wurde, entfällt der tarifliche Mindestlohn.

Ich bin im Moment für längere Zeit im Krankenstand (DarmOP) und es wird auch noch ins Krankengeld der KK gehen.

Der ausführende Anwalt berechnet und bezahlt uns für Krankentage nur von Montags bis Freitags, auch wenn die Krankmeldung über WE und Feiertage geht. Unabhängig davon ob man 7 Tage, wegen Grippe oder, wie in meinem Fall, länger krankgeschrieben ist.

So wurden mir für den Zeitraum ab 20.06.11 Juni nur 8 Tage krank bezahlt, da Fronleichnam und ein WE bis Ende Juni waren.

Ist dieses Vorgehen das Rechtens, wenn Krankengeld der KK für 30 Tage bezahlt wird?

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich im Juni bis 19.06., 202 Std. gearbeitet habe. Regelarbeitszeit beträgt 240 Std. im Monat, lt. AV. Überstunden sind jederzeit möglich, z.B., wenn eine Kollegin Urlaub hat oder krank ist.

Allerdings wird auch für Urlaub immer nur von Montags bis Freitags gerechnet, was bedeutet, dass wir „länger“ zeitraummäßig Urlaub haben.

Wir müssen aber 15 Tage Urlaub nehmen um das Gehalt für eine Dienstschicht zu erzielen.

Im AV steht lediglich, dass Kranken- und Urlaubstage mit 8 Stunden tgl. vergütet werden.

Noch angemerkt, im AV steht: Im Falle des Todes der AGin endet das Arbeitsverhältnis für ALLE am gleichen Tag, ohne dass es einer besonderen Kündigung bedarf. Logisch.

Ich hoffe auf aussagekräftige, verwertbare Antworten und bedanke mich im Voraus.



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3 thoughts on “Frage zu Definition, Bedeutung: Gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?

  1. Hallo und Danke für den Tipp,

    aber den Link hatte habe ich auch schon gefunden und gelesen, nur beantwortet der Text auch nicht meine Frage, bzw. hilft nicht weiter…leider. Dann danach müsste ich mehr Krankentage bezahlt bekommen.

    Es geht mir darum, ob die vorgehensweise des Anwalts zulässig ist oder ob da nicht doch ein „Schlupfloch“ mit §§§ ist, weil ich privat angestellt bin und ein Vormundschaftsgericht dahinter steht; und/oder was ich dagegen unternehmen kann.

    Kann ihn ja nicht zwingen oder selbst mit Anwalt drohen. Denn immerhin wird mit dem Vermögen der zu Betreuenden agiert.

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich dann unter Garantie dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehe, sprich schneller entlassen werde, wie ich gucken kann gg.

    Von wegen Störung des Betriebsfriedens o. ä.

    Fakt ist….in diesem Punkt ist nicht mit dem Betreffenden zu reden. Er hat recht, punktum, Schluß…..

    Die KK sagte mir ja schon, dass sie für 30 Tage Krankengeld bezahlt. Aber was der Anwalt macht geht sie nichts an und sie können nicht helfen.

    liebe Grüße
    Roja

  2. Die KK sagte mir ja schon, dass sie für 30 Tage Krankengeld bezahlt

    Muss dann das der Arbeitgeber (in diesem Fall der Vormund) auch nicht machen ? Wie sind solche Fälle mit krankenschwestern in einem Klinikum geregelt ?

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich dann unter Garantie dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehe, sprich schneller entlassen werde, wie ich gucken kann

    Sie haben eíne grössere krankheit. Vielleicht erreichen Sie da mind. 30% Schwerbehinderung. Mit einem Gleichstellungsantrag können Sie dann 50% erhalten und sind schwer kündbar. Fragen Sie mal bei dem VdK nach. Der Mitgliedsbeitrag ist auch nicht hoch. Hat nichts mehr mit kriegsversehrten zu tun.

    Nur ein Fachmann könnte Ihnen zu der Lohnfortzahlung definitive Auskunft geben. Mit fällt sonst kein Tipp mehr dazu ein.

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