Einstellung: Die Frage nach einer Schwerbehinderung

Laut einem Urteil vom Bundesarbeitsgericht Az: 2 AZR 396/10 darf der Bewerber bei Fragen im Personalbogen zu einer Schwerbehinderung schweigen, oder die Frage falsch beantworten, ohne das es deshalb zu einer Anfechtung des Vertrages oder zu einer Kündigung kommen darf.
Die Realität sieht jedoch leider anders aus. Wohl kann man die Frage im Personalbogen offen lassen oder gar falsch beantworten, kommt die Sache aber raus ist der Chef oft sehr ungehalten.
Auf der einen Seite will man nicht, dass die Behinderung die Einstellung zu nichte macht, auf der anderen Seite aus aber auch als Schwerbehinderter im Betrieb gelten, wenn auch nur um die zusätzlichen fünf Urlaubstage in Anspruch nehmen zu können.

Hinzu kommt, dass die Frage durch den Arbeitgeber nach sechs Monaten so oder so wahrheitsgemäß beantwortet werden muss, da nur so der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommen kann. Auch steht dem AG ein finanzieller Vorteil zu bzw. verringert sich die Abgabe bei Nicht Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen.

Wie man es auch macht, man macht es sicher immer falsch. Wer schon mehrere Absagen bekommen hat und dabei die Schwerbehinderung angegeben hat, wird sicher dazu neigen, diese zukünftig zunächst einmal zu verschweigen.
Ob das immer der richtige Weg ist hängt vom Einzelfall ab. Der Leitsatz des Urteils besagt daher, die Frage nach einer Schwerbehinderung kann im Personalbogen frei gelassen oder falsch beantwortet werden.

Wie wurde über deine Schwerbehinderung beim Bewerbungsgespräch gesprochen?
Hast du die Schwerbehinderung beim Einstellungsgespräch angegeben?
Hat deine Schwerbehinderung Auswirkungen auf deine Einstellung gehabt?



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.