Ehemaliger Rehabilitant möchte Weiterbildung/Umschulung nach § 77 SGB III durchsetzen

Ehemaliger Rehabilitant möchte Weiterbildung/Umschulung nach § 77 SGB III durchsetzen

Ehemaliger Rehabilitant nun Alg1 Empfänger will eine Weiterbildungsmaßnahme nach § 77 SGB III durchsetzen, da er seine längjährige Tätigkeit als Wertpapierspezialist aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen kann und gemäß Arbeitserprobung in seiner beruflichen Tätigkeit als Spezialist (gelernter Bankkaufmann) nicht mehr vermittelbar ist.

Die Rentenversicherung ist laut Arbeitsamt für Weiterbildungsmaßnahmen zuständig. Für eine andere Tätigkeit im Bankbereich ist er nicht qualifiziert, da die Ausbildung bereits 22 Jahre zurück liegt und für Einstellungen das Know How vorausgesetzt wird. Daher möchte der Rehalititant eine Weiterbildungsmaßnahme oder eine Umschulung durchsetzten. Wie sind die Chancen eine Weiterbildungsmaßnahme ( z. B. als Finanzbetriebswirt) oder eine Umschulung als Industriekaufmann zu bekommen? Kann er das rechtlich durchsetzen?

Antrag auf Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben wurde schon vor 1,5 Jahren gestellt. Diese wurde befürwortet. Daraufhin gab es eine kaufmännische Fortbildungsmaßnahme im BTZ (Berufliches Trainingszentrum)
zur beruflichen Wiedereigliederung verbunden mit Praktika. Dauerte 1 Jahr. „Fortbildungsmaßnahme“ ist etwas übertrieben, den außer MS Office und ganz einfache Bürotätigkeiten (Kopieren, Laminieren, Belege sortieren, Briefe einkuvertieren usw.) hat man nicht viel gelernt. War eher eine Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme zur Erhöhung der Belastbarkeit auf 8 Stunden.

Nun bin ich arbeitslos gemeldet, aber aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkung (wg. Burn Out und Deperessionen), in meiner alten Berufstätigkeit als Investmentspezialist nicht mehr vermittelbar (lt. Belastungserprobung in Saarbrücken), da die Belastung und Verantwortung zu groß ist. Als gelernter Bankkaufmann bin ich derzeit auch nicht mehr am Schalter einsetzbar. Das Know How eines Privatkundenbetreuers wird bei Einstellung vorausgesetzt, das habe ich nach 20 Jahren nicht mehr.

Aufgrund dessen läuft bei der DRV ein Antrag auf Weiterbildung um bessere Chancen auf den Arbeitsmarkt zu haben. Die Frage ist, wie kann ich eine Weiterbildung durchsetzen, wenn mir eine Weiterbildung (Bildungsgutschein) nicht gewährt wird, da ja ein gelernter Bankkaufmann angeblich für jede Bürotätigkeit eingesetzt werden kann. Will mich auf eine Absage vorbereiten und dagegen angehen, wenn möglich auch mit Hilfe eines Anwalts.

Gemäß § 77 SGB III heisst es ja: „Arbeitnehmer können bei beruflicher Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern“. Ist eine Weiterbildungsmaßnahme in meinem Fall rechtlich durchsetzbar?



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.