Befristeter Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert – Welche Rechte stehen mir zu?

ich stecke derzeit in folgender Situation:
Letztes Jahr habe ich meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurde daraufhin in ein zunächst auf ein Jahr befristetes Arbeitsverhältnis (ohne Sachgrund) übernommen, das bei entsprechender Bewährung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis (§ 19 Abs. 1 Satz 2 TVA-H BBiG) umgewandelt werden sollte.
Da mein Vorgesetzter mir keine vollumfängliche Bewährung testieren konnte, wurde dieses Arbeitsverhältnis nicht verlängert. Mein Vorgesetzter hat der Personalabteilung jedoch den Vorschlag unterbreitet, mich noch einmal ein Jahr befristet einzustellen, welchem die PA jedoch nicht nachkam mit der Begründung, das sei arbeitsrechtlich nicht möglich. Nach Prüfung der entsprechenden Regelungen wäre eine weitere Befristung, wie mein Vorgesetzter sie vorgeschlagen hat, arbeitsrechtlich allerdings sehr wohl möglich. Jedoch gibt es keine rechtliche Grundlage, auf deren Basis mein Arbeitgeber zum Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages verpflichtet werden kann.
Anspruch auf Weiterbeschäftigung hätte ich demnach nur dann, wenn eine erfolgreiche Bewährung nachgewiesen werden könnte (heißt die Bedenken meines Vorgesetzten müssten wiederlegt werden können). Die allgemeinen Arbeitsumstände waren auch in der Tat in vielen Teilen ungünstig für mich, jedoch gestaltet sich ein entsprechender Nachweis als recht schwierig.
Es steht allerdings der Verdacht im Raum, dass ich wegen diversen persönlichen Eigenschaften benachteiligt wurde, die im Zusammenhang mit einer testierten Persönlichkeitsstörung stehen. Von dieser bereits im Jahr 2012 festgestellten Persönlichkeitsstörung hatte ich meinen Arbeitgeber auch bereits während meiner Ausbildung mündlich in Kenntnis gesetzt und auch die Personalabteilung weiß offenbar darüber Bescheid. Somit würde quasi ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vorliegen, nach welchem niemand u.a. wegen einer Krankheit oder Behinderung benachteiligt werden darf.
Meine Frage an dieser Stelle wäre, welche Rechte und Möglichkeiten ich da genau hätte, wenn es nicht um eine Kündigung geht, sondern um die Nicht-Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrages. Oder anders ausgedrückt: Welche Chancen hätte ich, dem Arbeitgeber nachzuweisen, dass er mir die Bewährung abgesprochen hat aufgrund der zuletzt genannten persönlichen Benachteiligung?



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One thought on “Befristeter Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert – Welche Rechte stehen mir zu?

  1. Das Problem bein Ziehen der Joker Karte AGG ist es, dass du die Benachteiligung nachweisen musst.

    Die allgemeinen Arbeitsumstände waren auch in der Tat in vielen Teilen ungünstig für mich, jedoch gestaltet sich ein entsprechender Nachweis als recht schwierig.

    Aufgrund deiner Aussage ist gerade dieser Beweis dann wohl zumindest sehr schwer und die Aussichten düster bis unmöglich. Denke da muss wirklich komplett ins Detail gegangen werden und daher empfehle ich auch, wenn di die Sache angehen willst, einem Anwalt Einblick in die Sache zu geben.
    Das Helferlein

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