Arbeitsunfall. Oder etwa doch nicht?

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Arbeitsunfall. Oder etwa doch nicht?

Schönen guten Abend.
Ich hatte vor einigen Wochen einen ziemlich schweren Verkehrsunfall.
Morgens auf dem Weg zur Arbeit bin ich in meinem Auto kurz weggenickt (keine Drogen, kein Alkohol)
und frontal vor einen Baum geknallt.
Ich habe keine Abkürzungen oder sonstiges benutzt, sondern war auf direktem Weg zur Arbeit.
Also ein stinknormaler Arbeitswegeunfall.
Die Dame im Krankenhaus damals meinte zu mir das die Berufsgenossenschaft dieses nicht als Arbeitsunfall anerkennen würde, eben weil ich eingeschlafen bin und die BG bei Sekundenschlaf keinen müden Cent zahlt.
Ich kann mir das nicht vorstellen, denn die Ursache des Unfalls ist meiner Meinung nach „nebensächlich“.
Fakt ist ja, das ich auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall hatte.
Kann es sein das ich mich irre?
Oder doch die Frau aus dem Krankenhaus?

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3 Kommentare zu “Arbeitsunfall. Oder etwa doch nicht?

  1. Schlappeseppel

    Hallo,

    Die Dame im Krankenhaus…..

    Kommt die vom Fach ??? Ist der „Sekundenschlaf“ im Krh notiert worden ? Oder was meinen die Ärzte ? Was steht also in den Arztberichten ?

    Waren Sie wirklich übermüdet ? Glaube ich nicht. Vielleicht war es eine Kreislaufsache. Aber eines ist klar…… Sobald die BG bezahlen muss, laufen die Mühlen erst richtig an. Nichts irgendwo aussagen !!! Sehr wichtig. Sie brauchen einen Fachanwalt. Denken Sie maL an evtl. Folgeschäden…usw.

    Solche sachen ziehen sich mal locker 2 Jahre und mehr hin. Da ein Gutachter, noch ein Gutachter etc. Ohne ANwalt haben Sie NULL Chance. Die BG macht Sie einfach „fertig“.

    Reply
  2. Anonymous

    Ich hatte ein ähnliches Problem…
    ich bin seit meinem 3 Lebensjahr an Epilepsie erkrankt und habe alle zwei Jahre für 10 sekunden einen Krampfanfall (Bewusstlosigkeit), den ich aber vorher kommen spüre.

    Ende 2006 ist mir das auch auf der Arbeit passiert. Ich habe gemerkt, dass es mir nicht gut geht – und wollte, da wir Kundenbesuch hatten – den Raum wechseln und mich dort auf die Erde setzen. Leider hatte ich das zu lange hinausgezögert und bin im Türrahmen zusammen gebrochen. Bin auf die Erde geknallt – mein Kinn ist aufgeplatzt und es wurden einige Zähne in Mitleidenschaft gezogen, bei denen Ecken abgebrochen sind. Mit einem Krankenwagen wurde ich dann allein (!!!! das finde ich schon allerhand) ins Krankenhaus gebracht.

    Der Seniorchef meinte dann eine Woche später zu mir, dass das ja kein Arbeitsunfall sei, da es von innen heraus gekommen wäre – und dass ich die Kosten für dn Zahnersatz und alles andere selbst tragen müsse. Wäre ich auf den Drucker gefallen, hätte die Sache anders ausgesehen, aber so… und ob ich mir überhaupt eine Vorstellung davon machen würde, was das für den Betrieb bedeuten würde. Sie hätten jetzt schon lange keinen Arbeitsunfall gehabt und würden dafür bald eine Prämie bekommen…
    Da die mich sowieso auf der Abschussliste stehen hatten, habe ich mich damals nicht getraut, etwas dagegen zu unternehmen – zumal mein Arzt mir sagte, dass die in dem Fall am längeren Hebel sitzen.

    Aber mit meinen Zähnen habe ich heute noch Rennerei – und das zahlt die Kasse ja nicht mehr (voll).

    Reply
  3. Helferlein

    Es gibt ein Urteil vom Landessozialgericht Schleswig Holstein Az: L 1 U 52/05 das besagt:
    Kommt es auf dem Arbeitsweg infolge des so genannten Sekundenschlafs zu einem Verkehrsunfall, so steht der Arbeitnehmer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei darf die Übermüdung nicht ausschließlich oder wesentlich auf betriebsfremde Umstände zurückzuführen. Das hat der Unfallversicherungsträger zu bwweisen.

    Bedeutet: Die gesetzliche Unfallversicherung muss dir beweisen, dass du bei Fahrantritt so übermüdet warst, dass du mit einem Unfall hättest rechnen müssen.

    Das Oberlandesgerichts Celle Az.: 8 U 82/04 hat dazu geurteilt, dass der Versicherungsschutz nicht verfällt, sofern der Geschädigte nicht mit dem Sekundenschlaf rechnen musste, weil sich vor Fahrtantritt weder Ermüdungserscheinungen zeigten noch aus anderen Gründen ein Gefühl der Fahruntauglichkeit bestand.

    Das Helferlein

    Reply

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