Ratgeber Weihnachtsgeld: Rechtliche Betrachtung der tariflich gesicherten Gratifikation vom Arbeitgeber

Die sicherste Möglichkeit Weihnachtsgeld zu erhalten ist, wenn ein Tarifvertrag dir die Gratifikation zusichert. Dabei ist zu beachten, dass sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer Partner des Tarifvertrages sind. Der Arbeitgeber muss also tarifgebunden sein und der Mitarbeiter Mitglied der im Betrieb ansässigen Gewerkschaft sein.

Urteile zum tariflich zugesicherten Weihnachtsgeld

Das tariflich gezahlte Weihnachtsgeld ist üblicherweise vor dem Eingriff des Arbeitgebers geschützt. Er darf es weder kürzen, Bedingungen daran knüpfen oder gar völlig einbehalten. Lediglich Übertarifliche Leistungen, also zum Beispiel hier ein höheres Weihnachtsgeld als im Tarif beschrieben, kann der Arbeitgeber verringern. Aber eben nur bis zur tariflich festgelegten Höhe. Dabei muss er beachten, dass eine höhere, freiwillig Weihnachtsgeldzahlung auch als freiwillig deklariert sein muss, da sie sonst nach der dritten Zahlung zur betrieblichen Übung wird.

Steht das Weihnachtsgeld den Vollzeitbeschäftigen per Tarifvertrag zu, so gilt dies auch für Teilzeitkräfte. Hier kann der Arbeitgeber nicht einfach ein geringeres Weihnachtsgeld auszahlen, sondern muss die Zahlung des Weihnachtsgeldes entsprechend den Wochenstunden kürzen. Beispiel:
35 STD/Woche = 3500 Euro Weihnachtsgeld
25 STD/Woche = 2500 Euro Weihnachtsgeld

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