Ratgeber Weihnachtsgeld: Rechtliche Betrachtung der arbeitsvertraglich vereinbarten Gratifikation vom Arbeitgeber

Eine arbeitsvertragliche Vereinbarung zum Weihnachtsgeld sichert die jedes Jahr eine nette Gratifikation zu. Doch Vorsicht, nicht jede Klausel ist so klar formuliert, dass du auch wirklich einen Anspruch aufs die Weihnachtsgratifikation hat. Im Gegenzug kann aber gerade eine solch unklar formulierte Klausel im Arbeitsvertrag dazu führen, dass dir auf jeden Fall und auf Dauer die Zahlung des Weihnachtsgeldes zusteht.

Urteile zum arbeitsvertraglich vereinbarten Weihnachtsgeld

Im Arbeitsvertrag ist es möglich nicht nur die Zahlung des Weihnachtsgeldes zu vereinbaren, sondern auch Kriterien zum Ausschluss des Arbeitnehmers von der Zahlung der Gratifikation. So erging es einem Arbeitnehmer dessen Arbeitsvertrag eine Klausel inne hatte, nach der das Weihnachtsgeld nur bei ungekündigten Arbeitsverhältnissen zur Auszahlung komme. Da der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aber zum 31.12 gekündigt hatte, stand dem Arbeitnehmer die Zahlung nicht mehr zu.

Weiterhin sind Klauseln möglich, wonach das Weihnachtsgeld zurück gezahlt werden muss, wenn der Arbeitnehmer ab dem Auszahlungstermin bis zum 31 März des folgenden Jahres selbst kündigt.

Selbst die Kürzung oder völlige Aussetzen beim Weihnachtsgeldbezug wegen Krankheit ist per Arbeitsvertrag möglich zu vereinbaren. So kann der Arbeitgeber die Zahlung des Weihnachtsgeld kürzen oder auch ganz streichen, sofern dieses als freiwillige Leistung im Arbeitsvertrag steht.

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