Gibt es eine Pflicht zum Beischlafs der Ehe?

Deutschland liegt in der Geburtenrate im europäischen Umfeld mit an letzter Stelle. Eigentlich müsste dies gar nicht der Fall sein, da es durchaus für ihre Partnerpflicht gibt von denen die meisten gar nichts wissen. Sex in der Ehe ist keinesfalls eine gänzlich freiwillige Angelegenheit, jedoch auch nicht wirklich einklagbar. Das bürgerliche Gesetzbuch sieht dabei lediglich die Verpflichtung von ihr Partner vor, eine eheliche Lebensgemeinschaft einzugehen und zu leben. Zwar verstoße das verweigern der ehelichen Hingabe dem Partner gegenüber gegen das Grundprinzip der Ehe eine vertragliche Verpflichtung zum Beischlaf gibt es aber nicht.

Hier geht die katholische Kirche einen Schritt weiter den im Kirchenrecht der katholischen Kirche entsteht eine gültige Ehe erst dann wenn der Beischlaf vollendet wird. Das ist aber alles blanke Theorie in der Praxis sieht es leider so aus, dass der Ehepartner bei Kopfschmerzen oder Migräne keinen Anspruch hat das der Partner sich seinen Gelüsten hingibt. Der Rechtsweg ist hier von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil der Partner, der vor Gericht gewinnt, keine Möglichkeit hat die Zwangsvollstreckung des ehelichen Beischlafs durchzusetzen.

Wer Lust auf ein bisschen Kopfkino hat, der kann sicher einmal vorstellen wie es ist wenn ein Gericht Ehepartner dazu verdonnert mit seinem Partner zu schlafen. Sollte dann ein Gerichtsvollzieher an ihr Bett stehen und die sexuelle Aktivität überwachen? Vielleicht sogar selbst einschreiten weil der Ehemann die Ansprüche an ein Inkassounternehmen abgetreten hat dessen Mitarbeiter sich dann gemeinsam Schlafzimmer an die Arbeit machen müssen?

Man kann also sagen,, dass Eheleute zwar die Pflicht zum Beischlaf von Gesetz wegen der gegeben ist, rechtlich durchsetzbar ist diese letztlich jedoch nicht.



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