Rechtsirrtümer: Klare Fakten zum Beeindrucken

Rechtsirrtum: Ärzte müssen sich nicht in Schönschrift üben
Ärzte müssen sich nicht in Schönschrift üben
Doch. Wenn ein Patient Einblick in seine Unterlagen fordert, dann hat er das Recht, das dort Geschriebene auch lesen zu können.

Rechtsirrtum: Ärzte dürfen Patienten nicht ablehnen
Ärzte dürfen Patienten nicht ablehnen
Falsch! Ärzte dürfen Patienten aus Budgetgründen oder wegen Arbeitsüberlastung ablehnen. Aber: Notfälle müssen immer behandelt werden, egal, ob es sich um eigene oder fremde Patienten handelt.

Rechtsirrtum: Termin verpasst – macht nichts
Termin verpasst – macht nichts
Im Gegenteil: Das kann teuer werden. Entgeht dem Arzt durch den verpassten Termin Honorar, kann er das beim Patienten einklagen.

Rechtsirrtum: 60 km/h muss man auf der Autobahn fahren
60 km/h muss man auf der Autobahn fahren
Stimmt nicht. Man muss lediglich ein Auto fahren, welches in der Lage ist, die 60 km/h zu bewältigen. Solange der Verkehr nicht behindert wird, liegt es an einem selbst, wie schnell man fährt.

Rechtsirrtum: Samstags ist Parken ohne Parkschein erlaubt
Samstags ist Parken ohne Parkschein erlaubt
Schön wär’s. Richtig ist: Auch der Samstag gilt gesetzlich als Werktag. Sprich, auf öffentlichen Parkplätzen muss man samstags ein Ticket lösen, wenn dort Schilder mit „Werktags von neun bis 18 Uhr bitte mit Parkschein“ angebracht sind. Wer ohne Schein parkt, riskiert einen Strafzettel.

Rechtsirrtum: Der Roller darf überall geparkt werden
Der Roller darf überall geparkt werden
Auch wenn das einige denken: Fahrzeuge dürfen Gehwege nicht nutzen, auch nicht zum Parken!

Rechtsirrtum: Ein Zettel an der Scheibe reicht nach einem Unfall
Ein Zettel an der Scheibe reicht nach einem Unfall
Im Gegenteil: Nur die Personalien an der Autoscheibe zu hinterlassen ist sogar strafbar und wird als Fahrerflucht geahndet. Folgen können hohe Geldstrafen plus Fahrverbot oder Führerscheinentzug sein.

Rechtsirrtum: Man darf keine Getränke ins Studio mitnehmen
Man darf keine Getränke ins Studio mitnehmen
Auch falsch! Ein Urteil hat die Klausel „Kein Verzehr von eigenen Getränken“ für nichtig erklärt. Sind studioeigene Erfrischungen zugelassen, gibt’s keinen Grund, die der Kunden zu verbieten

Rechtsirrtum: Man hat Anspruch auf 50% Finderlohn
Man hat Anspruch auf 50% Finderlohn
Falsch! Bei Fundsachen bis 500 Euro Wert gibt es 5%. Für den Wert, der darüber liegt, 3% Finderlohn. Frei vereinbart wird bei „ideellem“ Wert (etwa Fotos) — notfalls entscheidet ein Gericht.

Rechtsirrtum: Bei Handy-Funklöchern gibt’s Geld zurück
Bei Handy-Funklöchern gibt’s Geld zurück
Das stimmt nicht. Hat man etwa in der Wohnung keinen Netzempfang, bleibt der Handy-Vertrag dennoch wirksam. Der Mobilfunkanbieter muss vor Vertragsabschluss nicht auf etwaige Versorgungslücken hinweisen.

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