Kosten auf Webseiten müssen beir Anmeldung im sichtbaren Raum liegen

Manche Webseiten sind so irreführend aufgebaut, dass selbst ein versierter Internet – Nutzer die Kosten für eine Dienstleistung schnell übersehen kann, oder nur durch heftiges Scrollen erst findet.

Dem hat das AG München nun einen Riegel vorgeschoben. Webseiten müssen dem Urteil zufolge nun so aufgebaut sein, dass die Kosten leicht ersichtlich sind und bei der Anmeldung im sichtbaren Raum liegen müssen.
Klauseln gegen diese Vorgabe in den AGBs werden durch das Urteil unwirksam.
<blockquote>Wir raten:
Bei Unstimmigkeiten immer ein Screenshot der Webseite anlegen.
Dies ist recht einfach. Bei geöffneter Webseite drückst du die „Druck“ Taste auf deiner Tastatur. Damit wird der Inhalt der Webseite in die Zwischenablage geladen. Nun öffnest du das Bildprogramm Paint, dass du unter Zubehör findest. Lege ein neues Bild an und wähle im Menü „einfügen“
Nun das fertige Bild unter einem aussagekräftigen Namen abspeichern.</blockquote>
Das Amtsgericht München hat sich nun mit einem solchen Fall beschäftigen müssen. Auf der Internetseite war der Preis auf den ersten Blick nicht erkennbar. Die Seite bot an, sich die Zukunft vorhersagen zu lassen. Seiten dieser Art gibt es viele im Netz.

Es ist immer wieder die selbe Masche. Groß und auffällig wird mit einer kostenlosen Dienstleistung geworben. Im Kleingedruckten, oder nur nach langem Scrollen der Seite findet man dann versteckt den Hinweis auf die Gebühr. Diese versteckten Angaben zur Preisgestaltung ist rechtswidrig.

Wer sich so betrogen fühlt, weil auf die Inanspruchnahme einer vermeintlichen kostenlosen Leistung eine Rechnung ins haus flattert, der kann sich auf das urteil des AG München berufen und die Rechnung zurück weisen.

Die Schreiben des Anbieters können getrost ignoriert werden. Auch auf die manchmal aggressiven Schreiben von Inkasso – Büros oder Rechtsanwälten muss nicht geantwortet werden. Nur ein Mahnbescheid darf nicht in den Mülleimer wandern. Dieser muss innerhalb der angegebenen frist beantwortet werden.
Dazu kommt es in der Regel aber nicht.
Amtsgericht München Az: 161 C 23695/06



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