Facebook-Fotos als Beweismittel vor Gericht

Irren ist menschlich aber ahnungslos in die Überwachungsfalle zu tappen grenzt schon fast an Methoden, die wir sicher alle nicht wollen. Kennst du Facebook? Sicher hast auch du dort einen Account, auf dem du deinen Status verbreitest, Fotos hochlädst und schaust was deine Freunde und interessante Webseiten so machen.

Schon einmal habe ich darüber geschrieben, dass Arbeitgeber sich bei einer Bewerbung durchaus das Profil des möglichen neuen Arbeitnehmers auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken anschauen. Erstaunt war ich heute davon zu lesen, dass nun auch Mieter von ihren Vermietern per Facebook überwacht werden. So auch im Fall eines Einzelhandelskaufmanns aus Schwerin, der in seiner Chronik Bilder aus seiner ein Zimmerwohnung gepostet hatte. Darauf zu sehen war wieder mal ein Planschbecken in der Wohnung aufgebaut hatte oder mit Freunden beim Shisha Wasserpfeifen dampfen ordentlich Klamauk gemacht hat.

Der junge Mann hatte gut 700 Facebook Freunde denen er so seine Partys öffentlich darstellt. Wie nun sein Vermieter an das Bildmaterial von seiner Chronik gekommen ist, ist nicht bekannt. Da sich aber mehrere Mieter in dem Haus über die Lärmbelästigung des jungen Mannes schon beschwert hatten, sieht der Vermieter nun die Partybilder als mögliches Beweismittel Kündigungsverfahren an. Nach einer bereits erfolglos erstellten schriftlichen Abmahnung, möchte der Vermieter den jungen Partylöwen nun kündigen. Sein Rechtsanwalt hat den Mieter schon jetzt in Aussicht gestellt, in der Gerichtsverhandlung das Bildmaterial als Beweismittel mit vorzulegen. So möchte er wahrscheinlich die ausufernden Partys belegen und sich einen Vorsprung im Austausch von Argumenten besorge.

Ein auf das Internetrecht spezialisierter Rechtsanwalt hat dazu geschrieben, dass Facebook Fotos vor Gericht als Beweismittel zulässig sind und auch gegen den Beschuldigten verwendet werden dürfen.

Na bravo, kann man denn nicht mehr Momente seines Lebens mit Freunden teilen, ohne dass dies ein später zur Last gelegt wird? Keine Frage, strafrechtliche Dinge sollten auf jeden Fall zulasten derer gehen, die diese öffentlich darstellen. Aber darf es soweit gehen dass ein Vermieter Bilder aus der Chronik eines Mieters nehmen um diesen vor die Tür zu setzen? Was denkt ihr….



AnwaltOnline | Frag einen Anwalt

Ihre Rechtsfrage einem Anwalt stellen. Sie haben eine Rechtsfrage und möchten diese gern einem Anwalt vorstellen? Wir haben die Lösung für Sie.
In Kooperation mit AnwaltOnline können Sie über dieses Formular Ihre Rechtsfrage direkt an einen Anwalt senden. 

Ihr AnwaltOnline – Anwalt sagt Ihnen vorher, was Ihre Beratung kosten würde. Anders als bei anderen Anbietern können Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich stellen – es fallen keinerlei Einstellgebühren an. Wenn Sie die Kosten nicht übernehmen wollen, sagen Sie einfach Bescheid. Auch wenn wir nichts mehr von Ihnen hören, kommt kein Auftrag zustande und fallen keine Kosten an. Vielmehr wird die Beauftragung erst wirksam, wenn Sie sich hierfür entscheiden und die veranschlagten Kosten überweisen. Bei AnwaltOnline haben Sie die volle Kostenkontrolle.





Ich habe die AGB und Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.